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Heidelbeere / Blaubeere


Auch Hildegard von Bingen wusste über die heilende Wirkung der Heidelbeeren

Heidelbeeren
Während schon Griechen und Römer Heidelbeeren als Heilmittel bei Darmerkrankungen verwandten, kam zu Zeiten der Äbtissin Hildegard von Bingen die Verwendung der Beeren als Heilmittel wieder auf. Sie benutzte die getrockneten Beeren als Wundkompressen. Dabei reagieren die Gerbstoffe mit dem Eiweiß der Schleimhäute, worauf ein adstringierender (zusammenziehender) Effekt nachweisbar wird. Leichte Blutungen können dadurch gestillt werden. Unsere Kulturheidelbeere stammt von nordamerikanischen Wildformen ab, welche heute noch in den gemäßigten und nördlichen Zonen Eurasiens zu finden sind.

Heidelbeere, Blaubeere oder Rauschbeere?

Die Heidelbeere (Vaccinium myrtillus) ist ein niedriger Halbstrauch bis etwa 50cm Höhe, welcher kriechende Stängel besitzt und zu den Erikagewächsen gehört. Er kommt in den Wäldern und auf den Heideflächen Europas vor und lebt in Symbiose mit einem Mykorrhiza- Pilz, welcher mit dem Strauch Nährstoffe im Gegenzug mit Stärke austauscht. Die Vermehrung erfolgt über Ausläufer. Die Blütezeit dauert von April bis Juni; der Strauch trägt Früchte von Juli bis September. Im Herbst wird das Laub abgeworfen. Die Heidelbeere ist auch unter dem Namen Blaubeere bekannt. Die blauschwarzen, erbsengroßen Beeren sind Scheinfrüchte und mit einer Wachsschicht, auch als Reif bekannt, überzogen. Sie schmecken süßsäuerlich. Bezüglich des Aussehens besteht Verwechslungsgefahr mit der Rauschbeere, welche jedoch helles Fruchtfleisch und Saft besitzt.

Inhaltsstoffe

Myrtillin, ein Anthocyan (blauer Farbstoff), Bis zu 10% Gerbstoffe, Invertzucker, Pektine, Flavonoide (u. a. Querzetin), Fruchtsäuren, hoher Vitamin C-, Chrom- und Mangangehalt Karotin.

Verwendung einer vielfältigen kleinen Frucht

Nicht nur in Süßspeisen, Marmelade, Likör, Wein und als Färbemittel finden die süßsauren Beeren Verwendung. Die meistbekannte Wirkung der Heidelbeere ist sicher die gegen Durchfall. Dazu werden zwei bis drei Esslöffel getrocknete Heidelbeeren verzehrt oder ein Tee durch Ansetzen mit kaltem Wasser bereitet, welcher dann mehrmals pro Tag kalt getrunken wird. Frische Heidelbeeren wirken eher abführend.

Anwendungsgebiete:

- Durchfall (mit getrockneten Beeren oder Blätter)
- Blasenschwäche
- Mundschleimhaut-, Zahnfleisch- und Rachenentzündungen
- hohe Blutzuckerspiegel (Heidelbeerblätter verwenden)
- hohe Cholesterinwerte
- Verdauungsstörungen bei Kindern
- Nachtblindheit
- schwache Blutgefäße
- blutende Hämorrhoiden
- Ekzeme und Hautausschläge
- schlecht heilende Geschwüre
- Arteriosklerose
- weiten Blutgefäße (wirkt der Angina pectoris entgegen).

Der hohe Gehalt an Gerbstoffen in getrockneten Beeren wirkt auch stopfend, wie schon erwähnt adstringierend (zusammenziehend) und gleichzeitig antibakteriell und entzündungshemmend. Das Pektin wirkt wohltuend für Magen und Darm, indem es einen niedrigen pH-Wert aufrecht erhält, stark quellfähig und daher sättigend ist und Schwermetalle bindet. Da der Saft der Heidelbeeren viel Karotin enthält, welches freie Radikale im Körper bindet und zusätzlich noch viel Vitamin C, sind die Beeren bei Erkältungen und Stressbelastungen eine wirksame Unterstützung des Immunsystems und unter anderem ein Schutz vor Tumoren. Der blaue Farbstoff, das Anthocyan wirkt als natürliches Antibiotikum, hält die Blutgefäße elastisch und unterstützt die Blutbildung. Unter anderem wird ihm auch eine stimmungshebende Wirkung bescheinigt.

Heidelbeerblätter – langfristig giftig!

Zeitweise galten Heidelbeerblätter sowohl bei Diabetes, Magen-Darm-Beschwerden, Gicht, und Rheuma als auch bei Entzündungen der Harnwege und des Mund- und Rachenraumes als wirksam. Jedoch sind die Blätter schwach giftig, da sie Arbutin und Hydrochinon enthalten. Daher sollten sie keinesfalls über einen längeren Zeitraum oder in größeren Mengen angewandt werden. Es wird auch bereits gänzlich von der Verwendung abgeraten. Zu den einzelnen heilenden Bestandteilen der Heidelbeere gibt es immer noch neue Studien, vieles ist noch nicht vollständig im Detail geklärt.




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