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Kaffee



Kaffee
Die Ursprünge des Kaffees gehen bis ins 13. Jahrhundert v. Chr. zurück. In Afrika beheimatet, startete er seinen Siegeszug durch weitgereiste Araber, und ist heute ein beliebtes Getränk auf allen Kontinenten.

Kaffeebohnen werden vor dem Mahlen geröstet, was die der Frucht innewohnende Säure teils entfernt. Das fertige Getränk enthält aber in jeden Fall einen sauren Anteil, und Koffein. Unter anderem diese Tatsachen brachten dem Kaffee viele Vorurteile ein: er löse Geschwüre aus, sei schlecht für das Herz, das enthaltene Koffein mache hypernervös und er wirke stark entwässernd.

Auf einmal doch gesund?

Seit etwa sechs Jahren findet man jedoch zahlreiche gegenteilige Einschätzungen, welche durch ebenso zahlreiche Langzeitstudien untermauert werden. Und so kommt es, dass die positiven Effekte eines nicht exzessiven Kaffeekonsums mittlerweise sogar als Heilwirkung bezeichnet werden dürfen. Erwähnenswert ist, dass zwischen der Wirkung von koffeinhaltigem und entkoffeiniertem Kaffee manchmal unterschieden wird. Auch bei der Wirkung auf Männer und auf Frauen bestehen teilweise Unterschiede.

Eine Tasse Kaffee enthält, je nach Sorte, Röst-, Aufguss- und Zubereitungsart,
Vitalstoffe in variabler Konzentration: Kohlenhydrate, Lipide, Proteine, Alkaloide (u. a. das Koffein), Polyphenole, Vitamine (v.a. B-Vitamine Riboflavin, Niacin, Panthothensäure und B6), Mineralstoffe (v.a. Kalium, Calcium, Magnesium sowie Phosphor) und Spurenelemente wie Schwefel, Mangan und Eisen. Die "kalorienreichen" Inhaltsstoffe wie Kohlenhydrate, Lipide und Proteine sind im flüssigen Kaffee nur noch in sehr geringer Konzentration enthalten, denn sie verbleiben im Kaffeesatz.

Positive Effekte des Kaffees:

- Kurzzeitgedächtnis, Stimmung: Koffein wirkt als Antagonist zum müde machenden Adenosin. Indem Neurotransmitter schneller ausgeschüttet werden, erhöht Kaffee die Reaktionsgeschwindigkeit von Körper und Geist

- Neurodegenerative Erkrankungen: regelmäßiger Kaffeekonsum reduziert das Risiko, an Alzheimer, Parkinson und Demenz zu erkranken

- Krebs: die im Kaffee enthaltenen Polyphenole, vor allem Flavonole, Kaffeesäure und Anthocyane sind äußerst wirksame und hochkonzentrierte Antioxidantien, die Schädigungen der Zellen und langfristig Tumoren entgegenwirken

- Gallensteine: Inhaltstoffe des Kaffees wirken der Enstehung von Kristallen entgegen. Das Koffein fördert zudem Gallenkontraktionen, und bereits vorhandene Kristalle werden zerstört! Vorsicht! Die Gallengangkontraktionen bergen jedoch auch die Gefahr von Gallenkoliken, wenn denn schon Steine vorhanden sind

- Herz-Kreislauf-System: moderater Kaffeekonsum vermindert das Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden

- Blutdruck (bei Männern): Kaffeegenuss senkt den Blutdruck und den Triglycerid-Anteil im Blut

- Karies: Tannine im Kaffee vermindern Kariesbildung, indem sie die Enzymbildung bestimmter Bakteriensorten blocken

- Leber: Leberkarzinome und deren Vorstufe, Leberzirrhose, werden durch die anti-fibrotische Wirkung von Kaffee vermieden

- Antidiabetisch: Kaffee reduziert das Risiko, an Typ-2 Diabetes zu erkranken, um bis zu 50%. Hierbei wirken vor allem Chlorogensäure und Kaffeesäure, indem sie schädliche Ablagerungen (Amyloide) in den Inselzellen des Pankreas verhindern

- Migräne: Koffein erweitert die zerebralen Blutgefäße und trägt zur besseren Durchblutung und zur Minderung des Schmerzes bei

- Abführmittel: Kaffee fördert die Darmbewegung und wirkt gegen Verstopfungen. Dies gilt sowohl für koffeinhaltigen wie auch für entkoffeinierten Kaffee

- Fettverbrennung: die Fettsäurenverbrennung wird durch Koffein angekurbelt. So kann Fettgewebe schneller abgebaut werden

- Gesamtsterblichkeit (bei Frauen): bei Frauen wirkt sich Kaffeekonsum sehr positiv auf die Gesamtgesundheit aus. Das gilt auch bei Konsum von entkoffeiniertem Kaffee

- Gicht (bei Männern über 40 Jahren): das Gichtrisiko kann durch Kaffee trinken erheblich gemindert werden

Nicht nur in flüssiger Form kann man sich die positiven Effekte des Kaffees einverleiben: die geröstete Bohne kann als Snack konsumiert werden, und ist mit Schokoglasur und in Form von Pralinen erhältlich. Schon in früheren Zeiten haben Feldarbeiter und Mönche diese Form der Koffeinaufnahme gewählt, um für ihr Tageswerk länger fit zu bleiben.
Zur Entkoffeinierung gibt es verschiedene Verfahren. Meist hat solcher Kaffee immer noch 1% des usprünglichen Koffeingehalts.

Nicht für jedermann und jedefrau

Schließlich sei erwähnt: Koffein wird definiert als legale "Droge". Kaffee ist nicht für jeden Menschen gleich gut verträglich, bzw. wird nicht in jeder Lebensphase gleich gut vom Körper vertragen. Man sollte hier genau in sich hineinhören und erspüren, ob ein Leben mit oder ohne, mit wenig oder viel Kaffee, der eigenen Gesundheit zusagt.




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