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Kamille (Matricaria Chamomilla)



Kamille
Die Verwendung der Kamille als Heilpflanze ist seit weit über 2000 Jahren belegt. Von den Ägyptern ehrenvoll als „Arzt der Pflanzen“ bezeichnet, war sie Bestandteil zahlreicher medizinischer Schriften im alten Griechenland und im Mittelalter. In der heutigen Zeit hat die Blüte aufgrund ihres breiten Wirkungsspektrums weltweit zusätzlich an Bekanntheit und Wertschätzung gewonnen.

Ein heilendes "Unkraut"

Die Echte Kamille, auch als Blaue Kamille bezeichnet wegen ihres charakteristischen, blaugefärbten Öls, gedeiht wild als typische Pionierpflanze, etwa auf Getreideäckern und Ödland. Sie wird aber für den Handel meist eigens gezüchtet und auf Feldern kultiviert. Zu den Inhaltsstoffen der Kamille gehören ätherische Öle Flavonoide, Cumarine, Kaffeesäure und Schleimstoffe. Die Pflanze kann als Tee, Alkoholauszug oder Öl eingenommen und appliziert werden, und auch als Bad oder Umschlag angewendet werden. Wer möchte, kann die ganze Blüte in frischer oder getrockneter Form essen.

Heilwirkungen der Kamille:

- Erkältungskrankheiten, Bronchitis, Halsweh: die entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung hält Erreger in Schach und mindert typische Beschwerden von Infekten den Hals-Nasen-Ohrenbereichs



- Magenschleimhautentzündung, Sodbrennen: Kamille beruhigt den Magen und reduziert die Säureproduktion auf natürliche Art und Weise

- Zahnfleischentzündungen, Zahnschmerzen: lauwarme Kamille-Spülungen wirken antiseptisch im Mundbereich und können Entzündungen vermindern und verhindern

- Frauenleiden: Kamille wirkt krampflösend und schmerzmindernd bei Menstruationsbeschwerden. Kombiniert mit Anis regt Kamille die Milchbildung stillender Frauen an

- Angespannte Nerven, Einschlafprobleme: Kamille wirkt entspannend und angstlösend, indem das Flavonoid Apigenin an bestimmte Gehirnrezeptoren andockt. Gleichzeitig wird der Glyzinspiegel erhöht, was sich positiv auf die Entspannung von Muskeln und Nerven auswirkt

- Blähungen, Verstopfung, Durchfall: die krampflösende Wirkung von Kamillentee hilft bei Blähungen. Die durch den Tee zugeführte Flüssigkeit und die ätherischen Öle lockern den Stuhl bzw. führen dem Körper verlorene Flüssigkeit zu

- Entzündungen der Schleimhäute und im Genitalbereich: Kamille eignet sich sehr gut für desinfizierende Spülungen. Die enthaltenen Schleimstoffe machen die Behandlung besonders sanft und gut verträglich

- Neurodermitis, Ekzeme, Akne: Kamille hemmt Entzündungen, wirkt antimikrobiell und unterstützt die Wundheilung. Sie kann auch bei zu fettiger Haut gut angewendet werden

Kamille ist eines der am besten verträglichen und unkompliziertesten Heilmittel, ein wahres Geschenk der Natur.
Der „Nebenwirkung“ der Kamille, nämlich ein gewisser austrocknender Effekt auf die Haut, kann man sehr leicht entgegenwirken: einfach nach der Verwendung auf der Haut ein hochwertiges Öl oder eine Creme auftragen. Kamillentee nie direkt auf die Augen auftragen, da die Blüten feinste Härchen besitzen, die das Auge mechanisch reizen können. Korbblütler-Allergiker sollten Kamille sehr vorsichtig oder gar nicht anwenden.





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