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Schlehe



Schlehe
Der Schlehenstrauch begrüßt uns im Frühjahr mit seiner schönen weißen und üppigen Blütenpracht, die bis in den Mai andauert. Im Herbst bildet das Rosengewächs dann die lilablauen, herben Früchte. Diese wurden schon in der Steinzeit getrocknet und zur Vitaminversorgung über den Winter und als Heilmittel genutzt. In keinem mittelalterlichen Kräuterbüchlein durfte die Pflanze fehlen, so wird sie bei Hildegard von Bingen eingehend beschrieben und gelobt.

Gesunde Mini-Pflaumen

Die Beeren verlieren mit Frosteinwirkung ihre Bitterkeit, indem Stärke zu Zucker umgewandelt wird. Aus diesen Früchten zubereitetete Schlehenmarmelade schmeckt köstlich, diente aber auch Kranken als gehaltvolles Nahrungsmittel zur Genesung. Für Liebhaber wird Schlehenlikör und Schlehenwein angeboten.
Die Schlehe verfügt über viele wertvolle Inhaltsstoffe, wie Kohlenhydrate, reichlich Vitamin C, Gerb-und Bitterstoffe (Tannine), Flavonoide, u.a. Quercetinabkömmlinge, Kämpferol und Kumarinderivate.
Als Heiltee werden getrocknete junge Blätter, Blüten, Beeren aufgegossen, das wertvolle Schlehenöl entsteht durch den Ölauszug der Blüten.

Heilwirkungen der Schlehe

- Appetitmangel: Marmelade, Saft und Gelee aus Schlehen regen die Verdauung an


- Erkältungskrankheiten: Schlehensirup oder –saft bessert Grippe und Schnupfen. Durch vermehrtes Schwitzen wird das Fieber gesenkt

- Erschöpfung/Regeneration: die Schlehe sorgt für sowohl körperlich als auch psychisch für Wohlbefinden. Das enthaltene Kaempferol wirkt neuroprotektiv und beruhigend

- Harnwegsinfekt und Gicht: die enthaltenen Flavonoide wirken antientzündlich

- Herz- Kreislaufkrankheiten: die Antioxidantien der Schlehe verhindern Ablagerungen in der Gefäßwand und regen den Kreislauf an. Kumarinderivate verbessern zusätzlich den Blutfluss

- Magen-Darm-Entzündungen: getrocknete Schlehen beruhigen den Magen-Darm-Trakt

- Blähungen, Darmträgheit und Verstopfung: Schlehe ist ein sehr mildes und unschädliches Abführmittel

- Darmkrebs: Curcumin und Quercetin wirken als Antioxidantien Zellentartung entgegen

- Blutreinigung/Entschlackung: Tee aus den Blüten reinigt das Blut, Gifte werden über Darm und Niere ausgeschieden

- Nierensteine: die Inhaltsstoffe der Schlehe wirken harntreibend und verhindern so die Entstehung von Gallen- und Nierensteinen

- Hautdurchblutung: eine tägliche Massage mit Schlehenöl fördert den Hautstoffwechsel, wärmt die Haut im Winter und wirkt Schwangerschaftsstreifen entgegen

- Akne u. Dermatitis: die Flavonoide der Schlehe hemmen Entzündungen

- Mundhygiene: Schlehentee hilft gegen Zahnfleischbluten, Mandeltonsillen und Kehlkopfentzündungen.

Aufgrund ihres Blausäuregehalts sollten die Schlehenkerne nicht allzu zahlreich zerbissen oder verschluckt werden. In geringem Maße aber ist der Kerngehalt wegen seiner besonderen Geschmacksnote erwünscht (z.B. beim Schlehenlikör). In kleiner Menge sind die Kerne auch nicht schädlich und werden gut vertragen.




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