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Süßlupine              



Süßlupine
Die bei Rohköstlern, Vegetarien und Veganern wohlbekannte Pflanze findet  auch unter Sportlern immer mehr Anhänger. Der Grund hierfür ist der hohe Eiweißanteil der Lupinensamen (bis zu 45 %) und die ideale Zusammensetzung des Lupinenproteins: alle acht essentiellen Aminosäuren sind enthalten, Purine hingegen so gut wie nicht. Das ermöglicht ein hochwertiges basisches Nahrungsmittel, welches auf dem Teller ideal mit Getreide kombiniert werden kann. Dieses enhält die komplementären Aminosäuren zum Lupinenprotein, und beides zusammen ergibt einen  hervorragenden Fleischersatz. Gemahlene Lupinensamen ("Mehl") werden meist unter Getreidemehl gemischt und als Butter- und Eiersatz in Gebäck und anderen Getreideprodukten wie z.B. Nudeln verwendet. Süßlupine wird aber auch als Lupinenmilch, Kaffee und als rein pflanzliches Speiseeis konsumiert.

Süßlupinen versus Bitterlupinen

Eine Süßlupine wird definiert durch einen Alkaloidanteil unter 0,01 Prozent. Züchtungen solcher Lupinensorten sind erst um 1930 in Deutschland entstanden und machen eine Extraktion des Großteils der Alkaloide mittels Salzlake unnötig. Der Alkaloidanteil bei Bitterlupinen ist je nach Sorte sehr hoch, so dass Lupinensamen sogar als Entwurmungsmittel eingenommen und als entzündungshemmender Hautwickel angewendet wurden. Entalkaloidisierte Lupinensamen sind bis heute beliebte Snacks in der mediterranen Region. Schon die Römer und Inkas verwendeten Lupinen für die Sicherung ihrer Ernährung.

Ein modernes, vielseitiges Lebensmittel mit gesundheitlichem Mehrwert:

- basische Eiweißversorgung: geschmacklich und von der Zusammensetzung her (siehe oben) dem Soja weit überlegen. Übersäuernd wirkende Purine sind fast nicht enthalten, was insbesondere günstig für Gichtpatienten ist

- Kalorienreduzierte und kohlenhydratarme Ernährung: Lupinenmehl hat weniger Stärke und Fett als Soja, eignet sich

- Appetitkontrolle: Der hohe Faser- und Proteinanteil der Lupine bewirkt eine schnelle Sättigung

Bei diesen Beschwerden hilft die Süßlupine:

- Verdauungsprobleme: Lupinensamen enthalten bis zu 30% Fasern und weniger blähende Stoffe als in Soja

- Hoher Blutdruck: L-Arginin in Lupine wirkt als Vasodilatator

-Herz-Kreislauf-Krankheiten: Lupine steigert Anteil von "gutem" HDL-Cholesterin im Blut und senkt "böses" Cholesterin, beugt so Herzinfarkten und Gefäßverkalkung vor

- Oxidativer Stress: Vitamin E und Betacarotin eliminieren freie Radikale

- Infektionskrankheiten: Hochwertiges Eiweiß ist für deren Bekämpfung essentiell. Alle Immunglobuline sind Proteine. Lupine ist auch reich an Mineralstoffen (v.a. Calcium, Magnesium, Zink und leicht resorbierbares zweiwertiges Eisen) und Spurenelementen

- Diabetes: hoher Blutzucker: γ-Conglutin bindet Insulin und reduziert hohen Blutzuckerwert

- Lactose-Intoleranz: Lupine-Milchersatzprodukte sind völlig Lactosefrei

- Zöliakie: können Lupine bedenkenlos zu sich nehmen, da sie im Gegensatz zu Soja kein Gluten enthält

Neben all den positiven Wirkungen einer Ernährung mit Süßlupinen sei schließlich noch der ökologische Nutzen der Pflanze erwähnt: Die was den Boden anbelangt anspruchslose Pflanze gedeiht hervorragend auch in nördlichen Breiten und reichert als typische Leguminose den Boden mit Stickstoff an ("Gründüngung"). Die Sorten gelten als gentechnikfrei. Als Alternative zu Milch, Eiern und Fleisch können mit der Lupine zudem Ressourcen eingespart und ethisch fragwürdige Produktionswege eingedämmt werden. So kann zur "Heilung" der Erde beigetragen werden.


Neben all den positiven Aspekten sei auch ein negativer erwähnt: mögliche Kreuzallergien vor allem bei Nuss-Allergikern, die allerdings auch bei Soja auftreten.




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