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Sekundäre Pflanzenstoffe - > Obst- und Gemüse-Index - > Rettich / Meerrettich


       Rettich / Meerrettich


Die Germanen waren sofort begeistert von dieser neuen Wurzel, die sie von den römischen Soldaten kennen lernten. So wurden im Mittelalter Schlangenbisse mit Rettichschnaps behandelt und ägyptische Sklaven bekamen beim Pyramidenbau Rettich gegen Infektionen.


Rettich

Wichtige Inhaltsstoffe:

Vitamin C
Glucose
(bei Meerrettich auch noch:)
Saccharose (Rübenzucker) und
Stärke

bioaktive Substanzen:

Glucosinolate wie Senföle (Isothiocyanate) und Indole
Bitterstoffe
Phenolsäuren
Flavonoide (darunter Anthocyane bei farbigen Rettichen)



Eine Hauptwirkung ist die Anregung der Gallenbildung und des Gallenflusses. Daran beteiligt sind sowohl die Senföle als auch die Bitterstoffe.

Senföle wirken auch gegen pathologische Bakterien und Pilze in der Magen- und Darmschleimhaut. Da mit zunehmendem Alter im Magen weniger Salzsäure gebildet wird, nimmt parallel zum Alter auch die Bedeutung des Rettichs zu. Denn Bakterien haben leichtes Spiel in den Darm zu gelangen, wenn im Magen zu wenig Salzsäure produziert wird.

Die scharfen Senföle blockieren nicht nur die Vermehrung von Bakterien, sondern reizen auch den vegetativen Vagusnerv, der eine vermehrte Flüssigkeitsproduktion in den Schleimhautzellen der Bronchien veranlasst! Auf diese Weise kann z.B. bei akuter oder chronischer Bronchitis der Eiter besser abgehustet und unerwünschte Bakterien zumindest teilweise gehemmt werden.

Meerrettich und Brunnenkresse oder Gartenkresse wirken durch ihre scharfen Senföle stark antibakteriell - bitte vorsichtig dosieren!


Rettich wirkt hemmend bei der Krebsentstehung, da die Entgiftungsenzyme angekurbelt werden, die verhindern, dass aus anfänglich ungefährlichen Stoffen gefährliche krebserregende Substanzen werden, wie z.B. aus Nitrit das krebserregende Nitrosamin.


Der Rettich / Meerrettich wirkt

- bei Blähungen und Verstopfung
- bei Durchfall
- hemmend auf Darmbakterien und Pilze
- helfend bei Nieren- und Harnwegsinfekt (siehe auch Blasenentzündung)
- schleimlösend und entzündungshemmend in Nasennebenhöhlen, Rachen und Bronchien
- bei akuter oder chronischer Bronchitis
- hemmend bei der Krebsentstehung, da die Entgiftungsenzyme angekurbelt werden.



Rettich ist ein Nitratsammler, er zieht das Nitrat aus dem Boden. Besonders bei Treibhausware und / oder gedüngten Böden. Daher nur Rettiche aus kbA (kontrolliert biologischem Anbau) kaufen, oder Rettiche schälen, da in der Schale am meisten Nitrat enthalten ist.


Anwendung:

Als selbstgepresster Saft oder Rohkost.


Rezepte:

Rettich und Meerrettich eignen sich für Saft, vom Meerrettich jedoch nur wenig verwenden und nur stark verdünnt trinken! Vorsichtiges Ausprobieren ist hier angesagt!

Selbstgepresster Saft pro Person:

1 Apfel ca. 150g
2 Karotten ca. 250 g
Rettich 100 g
1/2 TL Apfelessig
1/2 TL Öl z.B. Hanföl

oder mit Meerrettich / Saft pro Person:

1 Apfel ca. 150g
2 Karotten ca. 250 g
Rote Bete 100 g
Meerrettich 2 g
1/2 TL Apfelessig
1/2 TL Öl z.B. Hanföl




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