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Materia Medica

Klassische Homöopathie

Schüssler Salze
Bachblüten


Samuel Hahnemann: Klassische Homöopathie

Alumina, Aluminiumoxyd


Alumina (Aluminium)

Tonerde (Alum.)


Bei Aluminium handelt es sich um ein silbrig weißes sehr leichtes Metall; es ist das dritthäufigste Element auf der Erde und das häufigste in der Erdkruste. Sein Name leitet sich ab von dem lateinischen Wort alumen für Alaun.
Aluminium ist im Vergleich zu anderen Metallen noch nicht lange bekannt, erstmals im Jahre 1808 wurde es von Sir Humphry Davy beschrieben und benannt. Dann im Jahre 1825 gelang die Herstellung von Aluminium durch Reaktion von Aluminiumchlorid mit Kaliumamalgam; zu der damaligen Zeit war Aluminium teurer als Gold.
In der Natur kommt es praktisch ausschließlich in gebundener Form vor, z. B. als Bestandteil von Ton, Gneis und Granit. Seltener findet man Aluminiumoxyd in Form der Edelsteine Rubin, Saphir und Korund in verschiedenen Farben, die durch Beimengungen anderer Metalloxide entstanden.
Durch seine besonderen Eigenschaften hat Aluminium in der Industrie einen wichtigen Stellenwert errungen. Aluminium läßt sich gut verarbeiten, es ist leicht, relativ weich und sehr zäh, sehr dehnbar und kann durch Auswalzen zu sehr dünnen Folien verarbeitet werden. Wegen seines geringen Gewichtes wird Aluminium vorrangig dort verwendet, wo es auf geringe Masse ankommt, wie z. B. bei Flugzeugen, Fahrzeugen und in der Raumfahrt. Wird Aluminium mit anderen Metallen legiert, so erreicht es eine Festigkeit, die dem von Stahl gleichkommt. Weiterhin ist die Verpackungsindustrie ohne Dosen und Folien aus Aluminium kaum mehr denkbar.
Außerdem ist es als Lebensmittelzusatzstoff E 173 als Farbstoff für Zuckerwaren zugelassen. Weiterhin findet sich Aluminium in fast allen Deodorants und Zahnpasten, in Kosmetika und Arzneimitteln gegen Sodbrennen. Für den menschlichen Körper ist Aluminium nutzlos. Während andere Metalle wie z. B. Eisen eine wichtige Rolle im Organismus spielen, hat Aluminium keine sinnvolle biologische Funktion, weder für Menschen noch für andere organische Systeme. In neuerer Zeit vermutet man sogar einen Zusammenhang zwischen Aluminium und der Alzheimer-Krankheit sowie dem Brustkrebs; bei den Alzheimer-Betroffenen wurden erhöhte Aluminiumwerte im Gehirn nachgewiesen. Was das Mammakarzinom betrifft, stellte man fest, dass in den 30er Jahren sich die Brustkrebse in 30% der Fälle achselnah befanden, in heutiger Zeit sind es bereits 60% der Tumore, die sich in der Nähe der Achsel bilden; ein Zusammenhang zu aluminiumhaltigen Deodorants ist nicht einfach von der Hand zu weisen.
Nachdem die Menschheit verschiedene Epochen durchlebt hat, die sie nach ihren wichtigsten Werkstoffen benannt hat (z. B. "Eisenzeit", "Bronzezeit"), kann man davon ausgehen, dass die heutige Menschheit im Zeitalter des Aluminium lebt, denn dieser Stoff ist in unserer Epoche allgegenwärtig.

Polychreste - Konstitutionsmittel Alumina

Während einige "kleine" Mittel vorwiegend auf bestimmte Organe einwirken und dadurch relativ leicht den akuten Beschwerden zuzuordnen sind, haben die "großen" Mittel, die sog. Polychreste (Polychrest=für vieles zu verwenden) ein sehr großes Wirkspektrum auf Körper, Psyche und Geist (Konstitutionsmittel).

Alumina wirkt bevorzugt auf Beschwerden von

Zentralnervensystem, Schleimhäute, Darm, Blase.

Folgende Umstände können die Beschwerden ausgelöst haben:

(Causa):
Zorn, Enttäuschung, Heben, Körperliche Anstrengung, künstliche Babynahrung.

Typus/Konstitution laut klassischer Homöopathie

Der Menschentyp, für den Alumina als Heilmittel besonders wirksam ist, hat typischerweise folgende Charakteristika:
Typisch für Alumina-Patienten ist Langsamkeit und Trägheit aller geistigen und körperlichen Funktionen und ein ausgeprägter Mangel an Lebenswärme sowie chronische Trockenheit der Haut. Das Mittel findet vorwiegend Einsatz bei alten mageren blassen Menschen mit geschwächter Konstitution durch das Alter oder durch häufige Krankheiten. Weiterhin kann es indiziert sein bei passiven kraftlosen müden Menschen mit sitzender Lebensweise, verminderter Reaktionslage und chronischen Beschwerden.

Allgemeine Charakteristik und Leitsymptome von Alumina:

Alumina wird fast nur bei chronischen Erkrankungen eingesetzt, bezeichnend ist eine ausgeprägte Langsamkeit von Körper und Geist, auch alle Beschwerden entwickeln sich langsam, Trägheit aller Funktionen mit Frostigkeit und Mangel an Lebenswärme. Schwache, magere müde Konstitution. Gedächtnisschwäche, Verwirrtheit, Alzheimer-Krankheit und Demenz. Depressive Verstimmungszustände und Identitätsprobleme. Wechselhafte Gemütszustände, alle Symptome sind am schlimmsten morgens früh beim Erwachen. Hast und Eile. Gefühl, die Zeit vergehe zu langsam. Selbstmordimpulse beim Anblick von Blut oder eines Messers. Ausgeprägte Trockenheit aller Schleimhäute. Heiserkeit und Stimmlosigkeit. Schluckbeschwerden. Hartnäckige Verstopfung ohne Drang durch Inaktivität des Darmes, selbst weiche Stühle werden nur mit Anstrengung entleert. Blasenschwäche, mühevolle Urinentleerung. Verlangen nach unverdaulichen Dingen wie Kreide, Sand oder Kohle. Abneigung und Unverträglichkeit von Kartoffeln. Tendenz zu Schwäche, Taubheits- und Sensibilitätsstörungen, besonders der Beine, die Schwäche schreitet langsam fort bis zur Lähmung. Koordinationsstörungen und Gangunsicherheit, Stolpern beim Gehen und leichtes Fallen. Schwindel bei geschlossenen Augen. Große Müdigkeit und Kraftlosigkeit, es muss sich niedergelegt werden. Trockene raue rissige schlecht heilende Haut mit heftigsten Juckreiz, so dass die Haut blutig gekratzt wird, schlimmer durch Warmwerden im Bett. Juckende Hautausschläge am Perineum. Rhagaden, Furunkel, Flechten zwischen den Zehen. Hautsymptome begleitet von Verstopfung, Verschlimmerung im Winter, Wiederkehren der Symptome bei Voll- und Neumond. Splittergefühl, Spinnwebgefühl, Gefühl wie getrocknetes Eiweiß auf der Haut. Ausgeprägte Frostigkeit und Mangel an Lebenswärme, aber Wärme verschlimmert die Beschwerden. Schmerzen erscheinen diagonal: kreuzweise links oben und rechts unten oder nur auf einer Seite.

Kinder

Kinder, für die Alumina als Heilmittel infrage kommt, haben typischerweise folgende Charakteristika:
Für Säuglinge und Kleinkinder, besonders Flaschenkinder, die zu chronischer Verstopfung neigen. Zarte Kinder, die sich leicht erkälten mit Veranlagung zu Schnupfen und Aufstoßen. Negative Folgen von künstlicher Babynahrung. Milchschorf.

Stimmung/Gemüt laut klassischer Homöopathie

Die Beschwerden begleitend können folgende typische Gemütszustände auftreten:
Die Patienten sind niedergeschlagener Stimmung und depressiv, sie seufzen und klagen und sind oft verwirrt was ihre Identität betrifft oder leiden an Gedächtnisverlust. Alumina ist häufig indiziert bei Alzheimer-Krankheit und Demenz. Die Patienten haben Angst, den Verstand zu verlieren oder vor einem Unglück, das sie in der Zukunft ereilen könnte. Sie sind langsam, träge und passiv, aber trotz langsamer Auffassungsgabe und verzögertem Verständnis werden alle Dinge mit auffallender Hast und Eile ausgeführt. Die Betroffenen haben das Gefühl, alles sei unwirklich und die Zeit vergehe viel zu langsam. Ihre Stimmung ist sehr veränderlich, wechselt von Lebhaftigkeit zu Nachdenklichkeit, dann wieder von großer Zuversicht zu Furchtsamkeit. Die Stimmung bessert sich mit fortschreitender Tageszeit, ist am schlimmsten morgens beim Erwachen. Die Betroffenen sind unfähig, ihre Gedanken und Gefühle zu äußern, Sprechen ermüdet sie sehr. Sei haben das Gefühl, nach vorn zu fallen, wovor sie sich sehr fürchten. Weiterhin kann sie eine heftige Angst vor Messern befallen, oder ein Impuls sich zu töten beim Anblick eines Messers. Ohmacht beim Anblick von Blut.

Kopf

Die Betroffenen klagen über Schwindel, sie können nur mit offenen Augen gehen, wenn sie die Augen schließen schwanken sie und fallen. Kopfschmerz in Verbindung mit viel Schwindel und Verstopfung, welcher schlimmer am Morgen ist und sich durch Essen bessert. Die Kopfhaut juckt oder ist taub, die Haare fallen aus. Die Augen fühlen sich kalt an, die Lider sind trocken und brennen, Gegenstände erscheinen gelb. Der Mund ist wund mit schmutzigem Belag auf den Zähnen und blutendem wunden Zahnfleisch, übler Geruch entströmt ihm. Der Hals ist trocken, die Stimme ist heiser und die Betroffenen müssen sich dauernd räuspern. Sprechen ermüdet den Patienten, er muss sich setzen oder hinlegen. Die Nase ist wund und schorfig, der Geruchssinn ist gestört. Dicker Schleim läuft den Nasenrachenraum hinunter. Spinnwebgefühl der Gesichtshaut oder als ob Eiweiß auf der Haut getrocknet sei.

Brust/Atemwege

Die Patienten erwachen morgens mit trockenem hackenden Husten, die Stimme ist heiser oder verloren, im Kehlkopf kitzelt es. Reden oder Singen ruft Husten hervor, besonders morgens. Der Husten kann sich steigern bis hin zu Brechreiz. Gewürze und reizende Dinge lösen heftige Hustenanfälle aus. Die Stimme ist tonlos nach Überanstrengung oder plötzliche Heiserkeit mit Versagen der Stimme. Halsentzündung der Redner, sog. Predigerhals. Röchelnde rasselnde Atmung mit Zusammenschnürungsgefühl und Wundheitsgefühl in der Brust. Durch Sprechen wird das wunde Gefühl in der Brust verschlimmert. Herzklopfen mit Angst weckt den Patienten morgens gegen 4 oder 5 Uhr, beim Aufstehen vergeht die Angst dann wieder.

Verdauung

Die Betroffenen zeigen abnormes Essensverlangen, entweder gierigen Heißhunger oder gänzlich fehlender Appetit, auch Verlangen nach Unverdaulichem. Sie leiden unter chronischem Aufstoßen, schlimmer abends, welches teils schon Jahre besteht. Mund und Hals sind anhaltend trocken und verursachen Schluckbeschwerden, der Hals fühlt sich an wie zusammengeschnürt, nur kleine Bissen können heruntergebracht werden, der Bissen wird die ganze Speiseröhre hinunter gespürt. Gefühl eines Splitters oder einer Gräte im Hals. Das Schlucken von festen Speisen ist schmerzhaft, warme Getränke oder Leerschlucken hingegen nicht. Auffallend ist weiterhin, dass Alumina-Patienten extrem langsam essen, stets legen sie als Letzte das Besteck aus der Hand. Es besteht eine hartnäckige Verstopfung ohne Stuhldrang, der Stuhl kann nicht eher abgehen bis sich eine große Kotmenge angesammelt hat. Der Stuhl ist bröcklig, hart und knotig und es bedarf starker Anstrengung, ihn zu entleeren oder er ist weich und lehmartig und festhaftend. Der Darm ist untätig oder wie gelähmt, denn auch weicher Stuhl erfordert große Anstrengung oder der Stuhl kann nur im Stehen abgesetzt werden. Schon lange vor dem Stuhlgang spürt der Patient ein schmerzhaftes Drängen. Verstopfung alter Leute, schwangerer Frauen, Flaschenkindern. Schließmuskelschwäche.

Uro-Genital-Organe

Alumina ist indiziert bei Schwäche und Spasmen der ableitenden Harnwege; die Muskeln der Blase sind schwach, der Patient muss wie zum Stuhlgang pressen, damit der Urin abfließt. Alte Leute leiden unter häufigem Harndrang, es dauert lange bis die Blase entleert werden kann. Harnverhaltung mit Harntröpfeln, Schwächefühl in der Blase. Männer haben eine extrem starke Libido. Bei Frauen ist die Regel oft zu früh, zu kurz und zu spärlich, danach sind sie körperlich und geistig so erschöpft, dass sie kaum sprechen können. Weiterhin reichlicher scharfer herunterfließender Weißfluß, tagsüber vermehrt und besser durch kaltes Baden.

Extremitäten

Leitsymptome für den Einsatz von Alumina sind Schwäche, Lähmungen, Sensibilitätsstörungen und Taubheitsgefühle der Gliedmaßen. Die Betroffenen haben eine gestörte Koordination, zeigen eine starke Gangunsicherheit und neigen zum Stolpern und Fallen. Wenn sie die Augen schließen beginnen sie zu wanken. Der Rücken ist schwach, wie gelähmt und schmerzt entlang des Rückenmarks. Die Fußsohlen schmerzen, wenn sie länger gegangen sind. Die Beine sind müde, längeres Stehen wird schlecht vertragen und die Patienten müssen sich hinlegen. Weiterhin klagen sie über empfindliche Fußsohlen und Taubheitsgefühl in den Fersen. Arme und Beine sind wie gelähmt, Glieder schlafen ein, besonders beim Sitzen mit übereinandergeschlagenen Beinen. Die Arme und Finger brennen wie von einem glühendem Eisen, die Arme schlafen ein und erscheinen wie zu kurz, unter den Nägeln schmerzt es wie nagend.

Haut

Die Haut ist trocken, rau, rissig und aufgesprungen. Es besteht ein heftiger unerträglicher Juckreiz am ganzen Körper, besonders beim Warmwerden im Bett. Der Juckreiz kann so stark sein, dass der Patient sich blutig kratzen muss. Die Nägel sind brüchig und spröde, zwischen den Zehen bilden sich Flechten, die besonders am Abend jucken. Die Haut heilt schlecht, selbst geringe Verletzungen entzünden sich und bilden nässenden Schorf. Bei jedem Voll- und Neumond kehren die Hautbeschwerden wieder. Weiterhin Neigung zu Rhagaden, Furunkeln und juckenden Hautausschlägen besonders am Perineum (Damm). Trockene schuppige juckende Hautausschläge, die sich im Winter verschlimmern. Geschwüre sondern gelbbraunen übelriechenden Eiter ab. Die Hautsymptome sind häufig begleitet von Verstopfung. Allgemeine Kälteempfindlichkeit der Haut und das Gefühl einer Spinnwebe, die nicht weggewischt werden kann.

Schlaf

Das Einschlafen fällt den Patienten schwer, es wird verhindert von vielen Fantasiebildern, die sich bis Mitternacht hinziehen. Der Schlaf ist ruhelos, sie werfen sich umher und erwachen immer wieder mit Herzklopfen, Hitze und Ängstlichkeit. Der Schlaf ist unerquicklich, wird erst gegen morgen tief und fest, so dass sie morgens unausgeschlafen sind und kaum wach werden können. Der Schlaf wird gestört durch Husten, Kollern im Bauch oder Pulsieren in den Zahnwurzeln. Die Kniekehle schmerzt bis zur Ferse, Krampf und Beklemmung in der Brust. Der Schlaf ist voller Träume, oft ängstlicher Art und mit Todesfurcht nach dem Erwachen oder Träume vom Fallen, Sinken oder Fahren; auch Träume von Schlangen oder anderen furchterregenden Tieren.

Schmerzen

Alumina-typisch sind drückende und zusammendrückende Schmerzen und Schmerzen an kleinen Stellen. Sie können innerlich brennend sein oder drückend in den Knochen, aber auch reißend, ruckend und schneidend. Auch stechende Schmerzen und Wundheitsgefühl sowie das Gefühl von innerlichem Zusammenschnüren findet sich im Arzneimittelbild. Weiterhin Gefühl von Trockenheit, Gefühl eines Bandes und das Gefühl einer Spinnwebe auf der Haut oder Splittergefühl. Die Betroffenen spüren elektrische Entladung beim Berühren von Gegenständen. Schmerzen können diagonal kreuzweise auftreten: links oben und rechts unten oder nur auf einer Seite.

Fieber

Mitteltypisch ist tagsüber Frieren und nachts große Hitze mit Angst und Schwitzen, die Frostschauer häufen sich am Abend. Die Hitze abends beginnt im Gesicht und breitet sich dort aus, manchmal nur auf einer Seite, vorwiegend der rechten, auch nur einseitiger Schweiß. Die Frostphase ist begleitet von großem Durst und Übelkeit. Der Patient fühlt ein innerliches Frieren mit Kälteschauern und verlangt nach Ofenwärme, dabei streckt und beugt er die Glieder. Es besteht eine große Empfindlichkeit gegen kalte Luft, selbst am warmen Ofen und im Bett. Klopfen in Stirn und Hinterkopf. Der Puls ist voll und beschleunigt im Fieber mit Blutwallungen und Zittern der Hände.

Modalitäten

(=alles was den Krankheitszustand verbessert oder verschlimmert)
Besserung der Beschwerden durch:
abends, im Freien, mäßige Temperatur, mäßige Anstrengung, Ausstrecken, Reiben, beim Essen, warme Getränke.

Verschlechterung der Beschwerden durch:
Wärme, Bettwärme (Jucken), im Zimmer, morgens beim Erwachen, im Sitzen, nach der Menstruation, Neumond, Vollmond, Alkohol, Kartoffeln, künstliche Speisen.

Speisen und Getränke

Patienten, für die Alumina als Heilmittel infrage kommt, haben typischerweise Verlangen bzw. Abneigung nach folgenden Speisen und Getränken:
Der Appetit des Alumina-Patienten ist sehr wechselhaft, bald zu stark, bald mangelnd. Häufig klagt er über Geschmacklosigkeit, vor allem abends, besonders Fleisch schmeckt nicht oder es besteht ein Widerwille gegen Fleisch. Appetit besteht auf Obst, Gemüse und weiche Speisen. Bier schmeckt ekelhaft und bitter, auch das Tabakrauchen schmeckt nicht mehr; Kartoffeln sind unverträglich und lösen Bauchbeschwerden aus. Es besteht meist ein großer Durst, auch beim Essen, und ein Verlangen nach heißen Getränken. Reizende Dinge wie Salz, Wein, Essig, Pfeffer usw. lösen sofort einen Hustenreiz aus. Es bestehen abnorme Gelüste vor allem nach trockenen Dingen wie Kalk, Erde, Holzkohle oder Kreide.

Sonstiges

Alumina sollte in der Schwangerschaft wegen Abortgefahr nicht eingenommen werden.
Das pflanzliche Analogon zu Alumina ist Lycopodium.
Alumina ist eines der Hauptantidote für Bleivergiftung.

Hauptanwendungsgebiete von Alumina:

Beschwerden des Gemütes wie
Angststörungen, Depressionen, Alkoholismus, Apathie, Bettnässen, Bulimie (Ess-Brech-Sucht), Gedächtnisschwäche, Gedankenandrang, geistige Verwirrung, Hypochondrie, innere Unruhe, Manie, Neurosen, Reizblase, Reizdarm, Schlafstörungen, Suchterkrankungen, vegetative Dystonie, Wahnideen.
Beschwerden des Nervensystems wie
Alzheimer-Krankheit, Aphonie, Ataxie, Epilepsie (Krampfanfälle), Multiple Sklerose (MS), Morbus Parkinson (Schüttellähmung) Neuralgien, Neuritis (Nervenentzündung), progressive Paralyse, Tabes dorsalis.
Beschwerden des Kopfes wie
Encephalitis, Gesichtsakne, Haarausfall, Kopfschuppen, Kopfschmerzen, Lippenherpes, Migräne, Morbus Meniere, Mundwinkeleinrisse, Nasenbluten, Schwindel, Zahnschmerzen, Zähneknirschen.
Beschwerden der Augen wie
Ambylopie (Schwachsichtigkeit), Amaurose (Lähmung des Sehnerv), Augenmuskellähmung, Augenzucken, Entzündung der Hornhaut (Keratitis), der Lider (Blepharitis), Fremdkörper, Gersten- und Hagelkorn, Grauer Star (Katarakt), Grüner Star (Glaukom), Konjunktivitis (Bindehautentzündung), Lidrandentzündung, Netzhautentzündung (Retinitis), Photophobie (Lichtempfindlichkeit), Strabismus (Schielen), Trockenheit, Tränenfluß, Trübung der Hornhaut, Verletzungen der Augen.
Beschwerden der Ohren wie
Hörsturz, Ohrekzem, Otitis media (Mittelhrentzündung), Schwerhörigkeit, Taubheit, Tubenkatarrh, Tinnitus (Ohrgeräusche).
Beschwerden der Brust und Atemwege wie
Angina pectoris (Herzkranzgefäßverengung), Asthma bronchiale, Bronchitis, Bronchiektasen, Brustwarzenentzündung, COPD, Emphysem, Herzbeschwerden, Herzinfarkt, Laryngitis (Kehlkopfentzündung), Lungenemphysem, Mukosviszidose, Mundgeruch, Pharyngitis (Rachenentzündung), Pleuritis (Rippenfellentzündung), Pneumonie (Lungenentzündung), Rhinitis (Schnupfen), Sarkoidose, Sinusitis (Nebenhöhlenentzündung), Tonsillitis (Mandelentzündung), Tuberkulose.
Beschwerden von Stoffwechsel/Verdauung wie
Adipositas, Aphten, Cholezystitis (Gallenblasenentzündung), Colitis ulcerosa (Darmentzündung), Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), Diarrhoe (Durchfall), Divertikulosel, Enteritis (Dünndarmentzündung), Fettleber, Flatulenz (Blähsucht), Gallensteine, Gastritis (Magenschleimhautentzündung), Gicht, Hepatitis (Leberentzündung), Meteorismus (Auftreibung), Morbus Crohn, Nahrungsmittelunverträglichkeit, Obstipation (Verstopfung), Reizmagen, Reizdarm, Sodbrennen, Schluckauf, Speiseröhrenkrampf, Stomatitis (Mundschleimhautentzündung), Übelkeit und Erbrechen, Ulcus ventriculi (Magengeschwür), Ulcus duodeni (Zwölffingerdarmgeschwür)
Uro-Genital-Beschwerden wie
Afterfissuren, Amenorrhoe (fehlende Menstruation), Blasen- und Gebärmuttersenkung, Endometriose, Eierstockzyste, Nephritis (Nierenentzündung), Ovarialtumor, Pyelonephritis (Nierenbeckenentzündung), Hämorrhoiden, Hodenentzündung, Myome, Nierensteine, Prostatitis, Prostatahypertrophie (Vergrößerung der Prostata), Urethritis (Harnröhrenentzündung), Zystitis (Blasenentzündung)
Allergische Beschwerden wie
Heuschnupfen, Asthma, Allergien, Ekzeme, Neurodermitis, Quaddeln, Urtikaria (Nesselsucht).
Hormonelle Beschwerden wie
Fluor (Ausfluß), klimakterische Beschwerden, Menstruationsbeschwerden, Morbus Basedow, PMS (prämenstruelles Syndrom), Pubertätsprobleme, Schwangerschaftsbeschwerden, Stillprobleme, Struma (Kropf), Thyreoiditis (Entzündung der Schilddrüse), Über- und Unterfunktion der Schilddrüse.
Beschwerden des Bewegungsapparates wie
Arthritis (Gelenkentzündung), Arthrose, Fibromyalgie (Weichteilrheuma), Ischialgie, Lumbago (Hexenschuß), Morbus Bechterew, Osteoprose, Rheuma, Rückenschmerzen, Verletzungen wie Frakturen, Stauchung, Verrenkung, Wadenkrämpfe, Zerrung.
Hauterkrankungen wie
Abszesse, Akne, Dekubitus (Wundliegen), Drüsenschwellungen, Dyskeratosen, Ekzeme, Erytheme, Fisteln, Frostbeulen, Furunkel, Herpes zoster (Gürtelrose), Hautausschläge, Hühneraugen, Ichtyosis, Impetigo (Grindflechte), Keloide, Nagelgeschwür, Narben, Neurodermitis, Paronychie (Nagelbettentzündung), Pruritus (Juckreiz), Psoriasis (Schuppenflechte), Rhagaden, Urtikaria (Nesselsucht), Wundheilungsstörungen, Ulcus cruris (offenes Bein), Vitiligo (Weißfleckenkrankheit), Warzen, Zysten.
Krankheiten von Herz und Gefäßen wie
Apoplexie (Schlaganfall), Anämie, Angina pectoris (Herzkranzgefäßverengung), Arteriosklerose, Blutungen, Entzündungen (Phlebitis), Hämorrhoiden, Herzbeschwerden, Herzrhythmusstörungen, Hypertonie (Bluthochdruck), Hypotonie (niedriger Blutdruck), Koronare Herzkrankheit, Roemheld-Syndrom, Thrombose, Varizen (Krampfadern), Wassersucht (Ödem).
Ferner Infektionskrankheiten wie grippaler Infekt, Influenza, periodisch wiederkehrende Fieberzustände, Kinderkrankheiten, Lähmungen, Schwäche, Ohnmachtsneigung und viele weitere Erkrankungen!



Bitte beachten Sie:

Tritt eine Besserung der Beschwerden ein, muss die Einnahme abgesetzt bzw. reduziert werden, mehr dazu unter Handhabung homöopathischer Arzneien.




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