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Materia Medica

Klassische Homöopathie

Schüssler Salze
Bachblüten


Samuel Hahnemann: Klassische Homöopathie

Calcium fluoratum, Flussspat


Calciumfluorid (Calc.-f.)


Calcium fluoratum heißt eigentlich Calciumdifluorid und ist das Calciumsalz der Fluorwasserstoffsäure. Es bildet farb- und geruchlose Kristalle und ist in Wasser praktisch unlösbar. Die Industrie benötigt ständig große Mengen für die Herstellung von Glas und Email, außerdem ist Calciumfluorid der wichtigste Rohstoff zur Fluorherstellung. Ferner ist der Flussspat unter dem Namen Fluorid ein geschätzter Edelstein, er ist durchscheinend klar, gelb, grün, blau bis violett gefärbt und mit einer Härte von 4 auf der Mohs-Skala ein eher weicher Edelstein. In der Biochemie Schüsslers ist Calcium fluoratum die Nr. 1, das "Knochensalz". Im menschlichen Körper findet es sich in der Außenschicht der Knochen, im Zahnschmelz, in den elastischen Fasern und in den Epidermiszellen.
In der klassischen Homöopathie wird Calc.-fl. vorwiegend bei harten Tumoren und Verhärtungsprozessen angewendet ("Calcium fluoratum macht Hartes weich").

Calcium fluoratum wirkt bevorzugt auf Beschwerden von

Bindegewebe, Knochen, Gelenke, Haut, Drüsen, Venen.

Folgende Umstände können die Beschwerden ausgelöst haben:

(Causa):
Vitamin-D-Mangel, Mineralstoffmangel, Verletzungen, Röntgenstrahlen.

Hauptanwendungsgebiete von Calcium fluoratum

- Zahnkaries
- Paradentose
- grauer Star (Katarakt)
- Gerstenkorn (Hordeolum)
- Lippenherpes
- Struma (Vergrößerung der Schilddrüse)
- Drüsenverhärtungen
- Morbus Hodgkin
- Skoliose (Wirbelsäulenverkrümmung)
- Osteoporose
- Knochenkaries
- Knochenwucherungen (Exostose)
- Knochentumore
- Fersensporn
- Rachitis, Arthritis, Rheuma
- Bursitis (Schleimbeutelentzündung)
- Nagelprobleme
- Hautrisse, Fissuren
- Fisteln
- Geschwürs- und Eiterungsneigung
- fibröse Tumoren von z. B. - Zunge, Hoden, Uterus, Mamma
- Ganglion (Überbein)
- Enchondrom (Knochentumor)
- Arterioskleriose
- Aneurysma (Gefäßerweiterung)
- Krampfadern (Varikosis)
- Bindegewebsschwäche
- Hämorrhoiden
- Hydrozele (Wasserbruch)
- Syphilis
- Verbrennung durch Röntgenstrahlen

Kopf

Beschwerden des Kopfes, für die Calcium fluoratum als Heilmittel infrage kommt, haben typischerweise folgende Charakteristika:
Calcium fluoratum ist indiziert bei Bindehautentzündung (Konjunktivitis) und Hornhautgeschwüren sowie bei grauem Star. Der Patient sieht Nebelschleier vor den Augen, besonders nach Überanstrengung der Augen. Die Hornhaut ist getrübt, auch bei Maculadegeneration. Es bilden sich Zysten auf den Augenlidern oder Gerstenkörner. Die Betroffenen neigen zu Polypenbildung (Adenoide) mit Absonderung von dickem gelb-grünen Schleim aus der Nase. Auf den Lippen bilden sich kleine harte Herpesbläschen. Die Zahnung erfolgt verspätet oder die Zähne sind schon defekt beim Durchbrechen, schwarz und kariös, locker oder mit Zahnschmelzdefekten. Zahnzysten und Zahnfleischabszess mit harter Geschwulst des Kiefers, auch Periostitis des Unterkiefers. Zahnschmerzen. Das Mittelohr ist chronisch vereitert, am Trommelfell lagert sich Kalk ab. Die Mandeln sind groß und zerklüftet, es bilden sich immer wieder Schleimpfropfen in den Krypten. Calc.-fl. kann eingesetzt werden, wenn Barium carbonicum große verhärtete Mandeln nicht heilt. Die Schmerzen, Ulcerationen und Granulationen im Hals verschlimmern sich bei Kälte und in der Nacht und werden besser durch warme Getränke. Die Schilddrüse weist Knoten und Wucherungen auf. Neugeborene Kinder entwickeln durch die Geburt einen Bluterguss am Kopf (Cephalhämatom).

Extremitäten

Beschwerden der Extremitäten, für die Calcium fluoratum als Heilmittel infrage kommt, haben typischerweise folgende Charakteristika:
Betroffen ist vor allem das Bindegewebe der Knochen und Knochenhaut, der Sehnen und Gelenke. Verkrümmungen der Wirbelsäule (Skoliose) können sehr stark ausgeprägt sein. Überall im Körper können Knochenvorsprünge (Exostosen) auftreten, z. B. Fersensporne oder Überbeine. Nach Verletzungen bilden sich Bindegewebsgeschwulste oder hartes Narbengewebe. Bei verzögerter Heilung von Knochenbrüchen ist Calc.-fl. wertvoll um die Kallusbildung zu beschleunigen. Weitere Indikationen sind eingekapselte Tumoren auf dem Handgelenk und Schleimbeutelentzündungen sowie chronische Entzündungen des Kniegelenks oder Fibrome der Kniekehle. Verdickungen treten auf im Bereiche der Sehnen und Gelenke. Ferner ist Calc.-fl. ein gutes Mittel bei Gicht mit reichlich blassem Urin und Diarrhoe. Gelenkschmerzen, die sich durch Hitze und Bewegung bessern, hier ist Calc.-fl. dem Arzneimittel Rhus toxicodendron sehr ähnlich. Lumbago verschlimmert sich in der Ruhe und wird besser bei Hitze und warmen Anwendungen. Rückenschmerzen durch Veränderungen an der Wirbelsäule, die Schmerzen können sich ausdehnen bis zur Sakralgegend. Bei Arthritis ist die Knötchenbildung sehr ausgeprägt. Krampfadern mit stechenden Schmerzen.

Allgemeine Charakteristik und Leitsymptome von Calcium fluoratum:

Die Hauptwirkung bezieht sich auf Bindegewebe, Gefäße, Drüsen und Lymphknoten, daher besonders angezeigt bei Verhärtungen und Auswüchsen verschiedener Lokalisation und Knochenerkrankungen: steinharte Drüsen, Schwellungen der Kieferknochen, Knoten. Harte Knoten in der Schilddrüse, in den Brüsten, Brustkrebs. Verhärtung der Hoden, Hydrozele. Harte Lymphknotenschwellungen, Morbus Hodgkin. Lippenherpes mit kleinen harten Bläschen. Kalkablagerungen, auf dem Trommelfell. Tumoren der Lider und des Lidknorpels, Grauer Star, Gerstenkörner. Knochentumoren, Ferwsensporn, Exostosen, besonders des Gesichtes oder des Kiefers, auch zystische Tumore. Drohende Vereiterung. Karies der Zähne oder der Knochen, späte oder fehlerhafte Zahnung, Zahnschmelzdefekte, Paradentose. Uterusfibrome und Myome. Uterusprolaps. Wirbelsäulenverkrümmung (Skoliose). Gichtknoten. Allgemeine Bindegewebsschwäche und Bänderschwäche. Verzögerte Heilung von Frakturen. Krampfadern und variköser Symptomenkomplex. juckende blutende Hämorrhoiden. Gefäßtumore und Arteriosklerose. Kopfhämatome der neugeborenen Kinder. Langsamer Verlauf der Erkrankung mit Schwäche am Morgen und Steifheit. Bohrende Schmerzen in den Knochen mit Hitzegefühl. Rheumatische Beschwerden mit ähnlichen Modalitäten wie Rhus toxicodendron. Große Angst um die Gesundheit, keine Hoffnung wieder zu genesen. Angst vor dem Tod und vor Ruin. Starke Anhänglichkeit an andere Menschen. Haut- und Nagelbeschwerden mit Verhärtungen, Rissen, Fissuren, Fisteln. Verbrennungen oderTumorbildung nach Röntgenbestrahlung. Grasgrüne Absonderungen. Verlangen nach Ei, Süßem und Saurem, Abneigung gegen Milch und Kaffee. Empfindlichkeit gegen Kälte und Zugluft und Wetterwechsel, Besserung durch Hitze und warme Anwendungen, Verschlimmerung der Beschwerden in Ruhe. Die Beschwerden bevorzugen die linke Seite.

Modalitäten

(=alles was den Krankheitszustand verbessert oder verschlimmert)
Folgende Umstände sind typisch für Beschwerden, für die Calcium fluoratum als Heilmittel infrage kommt:
Besserung der Beschwerden durch:
Wärme, kontinuierliche Bewegung, warme Getränke, Reiben.

Verschlechterung< der Beschwerden durch:
Kälte, Nässe, Ruhe, zu Beginn der Bewegung, Zugluft, Wetterwechsel.

Sonstiges Calcium fluoratum ist bei Haut- und Knochenerkrankungen ähnlich in der Wirkung wie Hecla lava und Graphites.
Die Wirkung von Calcium fluoratum tritt eher langsam ein.
Silicea verstärkt und unterstützt die Wirkung von Calcium fluoratum.

Bitte beachten Sie:

Tritt eine Besserung der Beschwerden ein, muss die Einnahme abgesetzt bzw. reduziert werden, mehr dazu unter Handhabung homöopathischer Arzneien.

Calcium fluoratum-Fall von Dr. Burnett

Der berühmte Homöopath Dr. Burnett berichtet über folgenden Fall eines Enchondromes am Zeigefinger, geheilt durch Calcium fluoratum: Ein junges Mädchen von 16 Jahren kam im Oktober in seine Praxis mit einer Anschwellung am Zeigefinger, die sie bereits seit 1 ½ Jahren hatte. Der Knoten war hart und schmerzhaft und hatte in etwa die Größe einer kleinen halben Walnuss, nur etwas flacher. Nach der Untersuchung und ausführlichen Befragung verordnete Dr. Burnett die homöopathische Arznei Calcium fluoratum in der D3, welche sie viermal täglich einnehmen sollte. Nach 10 Tagen war der Knoten bereits geschrumpft, nach einer weiteren Woche fühlte sich der Knoten etwas weicher an. Weitere 2 Wochen später war die Geschwulst wesentlich weicher und kleiner geworden. Dann entwickelte sich eine Entzündung an der Mittelfingerseite mit Hitze, Röte und Schwellung, die den Anschein hatte, als ob sie aufbrechen wolle. Dr. Burnett ließ die Patientin weiter bei der Dosierung bleiben und im November konnte sie den Finger wieder beugen, was vorher nicht möglich gewesen war. Im Dezember sah er die Patientin dann das letzte Mal, die Haut des Fingers hatte sich inzwischen fast normal gefärbt. Dr. Burnett wies darauf hin, dass es nur ein einziges Mittel war, das in der Lage gewesen war, diese harte knorpelige Geschwulst, die bereits lange Zeit bestand, zu heilen.





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