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Materia Medica

Klassische Homöopathie

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Samuel Hahnemann: Klassische Homöopathie

Caulophyllum thalictroides, Frauenwurzel


Frauenwurzel oder Blauer Hahnenfuß, Familie der Berberidaceae (Caul.)


Caulophyllum thalictroides (Symbolfoto) Caulophyhllum ist heimisch in Nordamerika und wurde schon seit jeher von den Indianern als Heilmittel bei Frauenleiden eingesetzt, vor allem bei schmerzhaften Wehen und zur Geburtsbeschleunigung, wodurch sich auch der Name squaw root = Frauenwurzel erklärt. Im amerikanischen Apothekerhandbuch wird ihr eine krampflösende und beruhigende Wirkung zugeschrieben; die Wirkung soll dem weiblichen Hormon Oxytocin ähneln.
In der klassischen Homöopathie ist Caulophyllum ebenfalls ein häufiges Arzneimittel bei Frauenleiden, ferner findet es Anwendung bei rheumatischen und arthritischen Beschwerden.

Caulophyllum wirkt bevorzugt auf Beschwerden von

weibliche Organe, glatte Muskulatur, Stütz- und Bindegewebe.

Folgende Umstände können die Beschwerden ausgelöst haben:

(Causa):hormonelle Veränderungen wie z. B. Pubertät, Geburt, Stillzeit, Klimakterium.

Hauptanwendungsgebiete von Caulophyllum

- Wehenschwäche
- schmerzhafte Wehen
- zur Geburtserleichterung
- Nachwehen
- Abortneigung (drohende Fehlgeburt)
- Uterusatonie (Gebärmutterschwäche)
- Gebärmutterblutungen
- Leukorrhoe (Weißfluss)
- Menstruationsbeschwerden
- Unfruchtbarkeit
- Magenkrämpfe
- rheumatische Beschwerden, besonders der kleinen Gelenke
- neuralgischer Kopfschmerz
- Chloasma (Pigmentflecken)
- Mundfäule und Aphten

Stimmung/Gemüt laut klassischer Homöopathie

Die Beschwerden begleitend können folgende typische Gemütszustände auftreten:
Furcht während der Schwangerschaft, ängstlich und besorgt. Gereizter mürrischer Gemütszustand. Ruhelosigkeit in der Nacht. Die Patientin hat die Wahnidee, schwanger zu sein.

Weibliche Organe

Beschwerden der weiblichen Organe, für die Caulophyllum als Heilmittel infrage kommt, haben typischerweise folgende Charakteristika:
Viele Beschwerden die Geburt betreffend: Die Wehen gehen mit einem Gefühl der Schwäche einher, die Patientin ist völlig erschöpft, so daß sie kaum sprechen oder sich bewegen kann. Begleitend besteht häufig Übelkeit mit Brechwürgen oder auch Zittern und Frösteln oder andere Zeichen nervöser Erregung (auch Gelsemium). Der Muttermund ist außerordentlich starr. Die Geburt geht nicht voran, falsche Wehen. Patienten, die zu Fehlgeburten wegen Schwäche der Gebärmutter (Uterusatonie) neigen. Quälende Nachwehen, anhaltender Wochenfluß. Menstruationsbeschwerden mit Schmerzen und reichlichen Blutungen. Nadelstichartige Schmerzen im Gebärmutterhals. Starker wundmachender Ausfluß bei jungen Mädchen. Zyklusstörungen und schmerzhafte wehenartige Menstruation.

Extremitäten

Beschwerden der Extremitäten, für die Caulophyllum als Heilmittel infrage kommt, haben typischerweise folgende Charakteristika:
Gelenkrheuma, besonders in den kleinen Gelenken. Die Schmerzen sind ziehend und wandernd, die Schmerzen wechseln von einem Ort zum anderen. Steifheitsgefühl in Fingern und Zehen. Beim Schließen der Hände schmerzen diese schneidend, die Gelenke sind geschwollen. Unterleibsbeschwerden wechseln sich ab mit Gelenkbeschwerden.

Allgemeine Charakteristik und Leitsymptome von Caulophyllum:

Frauenmittel. Beschwerden in der Schwangerschaft, Geburts- und Stillphase. Große Erschöpfung, innerliches Zittern. Starke Uterusblutungen. Stechende Schmerzen im Gebärmutterhals. Beschwerden unter und nach der Geburt: Gebärmutterschwäche, zu kurze, zu schwache oder unregelmäßige Wehen, falsche Wehen, stagnierende Geburt, starrer Muttermund. Zu lang anhaltender Wochenfluß. Fehlgeburtsneigung wegen Uterusschwäche. Zyklusstörungen. Rheumatische Beschwerden besonders der kleinen Gelenke mit Schmerzen, die von einer Stelle zur anderen springen. Ziehende, krampfartige oder schießende Schmerzen, Steifheit der Gelenke. Abwechselnd Unterleibsbeschwerden und Rheuma. Kopfschmerz im Zusammenhang mit Unterleibsbeschwerden. Mundfäule und Aphten.

Modalitäten

(=alles was den Krankheitszustand verbessert oder verschlimmert)
Folgende Umstände sind typisch für Beschwerden, für die Caulophyllum als Heilmittel infrage kommt:
Besserung der Beschwerden durch:
Wärme.

Verschlechterung der Beschwerden durch:
während der Schwangerschaft, Ausbleiben der Regel, im Freien, Kaffee, nach 12.oo Uhr.

Sonstiges

Caulophyllum sollte in der Schwangerschaft wegen Abortgefahr nicht in tiefer Potenz eingenommen werden.

Bitte beachten Sie:

Tritt eine Besserung der Beschwerden ein, muss die Einnahme abgesetzt bzw. reduziert werden, mehr dazu unter Handhabung homöopathischer Arzneien.

Gelenkschmerzen - Caulophyllum-Fall von Dr. E. B. Nash

Der berühmte Homöopath Dr. Nash berichtet über den Fall einer 40jährigen Frau, die zu ihm in die Praxis kam. Sie hatte einen schon länger bestehenden Schiefhals und war im 7. Monat schwanger. Nun kam sie wegen starker Schmerzen und Schwellungen in sämtlichen Fingergelenken. Schlafen konnte sie wegen der Schmerzen nur mit einer Senfpackung um ihre Finger. Daraufhin verordnete Dr. Nash Caulophyllum D3, was die Fingerschmerzen zwar besserte aber zu heftigen Wehen führte, so dass er das Mittel wegen der Gefahr einer Frühgeburt wieder absetzte. Daraufhin stoppten die Wehen und die Fingerschmerzen setzten wieder ein, was sich auch bis zur Geburt nicht änderte. Nach der Geburt waren die Fingerschmerzen besser aber der Wochenfluß wurde, statt abzunehmen, immer stärker und sie entwickelte starke dunkle dünnflüssige Blutungen. Außerdem klagte sie über große Schwäche und ein innerliches Zittern und auch die Schmerzen in den Fingern stellten sich wieder ein. Dr. Nash scheute sich, ihr wieder Caulophyllum zu geben, weil es ja die Wehentätigkeit ausgelöst hatte. Aber nachdem er die homöopathischen Arzneien Arnica, Sabina, Secale und Sulfur verabreicht hatte und sich nicht die geringste Besserung einstellte, gab er der Patientin Caulophyllum C200, was die Beschwerden prompt und dauerhaft heilte.

Begründung der Mittelwahl

Langanhaltende Uterusblutungen mit Schwäche und innerlichem Zittern sind ein charakteristisches Zeichen für Caulophyllum; in diesem Fall hatte Dr. Nash schon das richtige Arzneimittel gegeben, allerdings in einer zu tiefen Potenz (D3).
Im Nachhinein meinte Dr. Nash: "Hätte ich es gleich von Anfang an in der richtigen Potenz gegeben, so wären dieser Frau zweifellos all die unnötigen Leiden erspart geblieben."




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