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Materia Medica

Klassische Homöopathie

Schüssler Salze
Bachblüten


Samuel Hahnemann: Klassische Homöopathie

Staphisagria, Rittersporn


Staphisagria (Stephanskraut, Rittersporn)

Delphinium staphisagria, Läusekraut, Familie der Ranunculaceae (Staph.)


Bei Staphisagria handelt es sich um die Samen des giftigen Rittersporns; dieser gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse und ist vorwiegend heimisch in Südeuropa und Kleinasien, wird aber vermehrt auch in Nordeuropa als Zierpflanze angebaut. Der Name leitet sich her von griech. staphis=getrocknete Weinbeere und agrios=wild. Man vermutet dass dem Gattungsnamen Delphinium wohl die Ähnlichkeit der gespornten Blüte mit einem Delphin zugrunde liegt. Die sog. Stephanskörner sind giftig und riechen unangenehm und haben einen brennenden scharfen bitteren Geschmack.
Schon in der Antike empfahl Hippokrates die Samen als Brechmittel; bei den Römern hieß die Pflanze Pedicularia (von pediculus=Laus) und wurde zur Behandlung von Kopfläusen und anderen Parasiten verwendet. Im Mittelalter wurden die Stephanskörner auch vermengt mit anderen Sustanzen als Köder zum Fischfang verwendet, um die Fische zu betäuben. Die Giftigkeit erklärt sich aus ihren toxischen Inhaltsstoffen, den Alkaloiden Delphinoidin, Staphisagrin und Delphisin, die Rachenentzündung, Speichelfluß, Hautjucken sowie Harn- und Stuhldrang verursachen. Nicht selten fressen Tiere die Pflanze, was dann Krämpfe, Atemlähmung und Herzstillstand zur Folge hat.

Das homöopathische Mittel wird aus den getrockneten reifen Samen hergestellt und war eines der ersten Arzneimittel, das von Hahnemann 1819 selbst geprüft und in seiner "Reinen Arzneimittellehre" beschrieben wurde:
"Auf eine sehr rohe Weise mögen sich die Alten dieses Samens um Erbrechen oder Speichelabgang zu erregen bedient haben, wie man schon aus Dioscorides ersieht, welcher jedoch auch seiner Anwendung gegen Zahnweh im Allgemeinen erwähnt, welche offenbar ihren Ursprung aus der Hausmittel-Praxis genommen hatte. Joh. Heinrich Schulze, eben selbst am Zahnweh leidend, nahm etwas davon in den Mund, erfuhr aber eine so heftige Verschlimmerung davon, dass er glaubte, unsinnig zu werden. Welche ungeheure Kraft muss nicht in dieser Substanz liegen! Das Kopf-Ungeziefer vertilgend ward dieser Samen bei den Griechen phtheirokokkon genannt und zu dieser Absicht kömmt sie noch in eine officinelle Salbe (unguentum pediculorum)."

Polychreste - Konstitutionsmittel Staphisagria

Während einige "kleine" Mittel vorwiegend auf bestimmte Organe einwirken und dadurch relativ leicht den akuten Beschwerden zuzuordnen sind, haben die "großen" Mittel, die sog. Polychreste (Polychrest=für vieles zu verwenden) ein sehr großes Wirkspektrum auf Körper, Psyche und Geist (Konstitutionsmittel).

Staphisagria wirkt bevorzugt auf Beschwerden von

Gemüt, Nerven, Uro-Genital-Organe, Zähne, Haut.

Folgende Umstände können die Beschwerden ausgelöst haben:

(Causa):
Verletzungen (besonders Schnittwunden), Operationen, Zorn, unterdrückte Emotionen, sexuelle Exzesse, Zahnung, Tabak, Quecksilber, Flüssigkeitsverlust.

Typus/Konstitution laut klassischer Homöopathie

Der Menschentyp, für den Staphisagria als Heilmittel besonders wirksam ist, hat typischerweise folgende Charakteristika:
Hier handelt es sich um sehr sensible Menschen, nachgiebig und mild und eher unterwürfig, die eine große Empfindlichkeit auf äußere Eindrücke zeigen. Ihr Stolz ist ausgeprägt und sie haben eine übermäßige Empfindlichkeit was Verletzung ihrer Ehre und Würde betrifft. Sie leiden sehr stark unter Kränkungen und grobem Verhalten und sind unfähig, ihre Aggressionen dann zu kanalisieren; die Unterdrückung ihres Zornes läßt sie vor Wut zittern. Weiterhin hat der Staphisagria-Typ hohe moralische Ansprüche sowohl an sich selbst wie auch an andere und neigt zu übermäßiger Religiosität und Schuldgefühlen, nicht zuletzt durch zwanghaft auftretende sexuelle Gedanken, die ihn quälen. Er ist wie gelähmt gegenüber den unangenehmen Ereignissen in seinem Leben und sucht Zuflucht in seiner Sehnsucht nach besseren Zeiten. Vithoulkas sieht die Entwicklung der Staphisagria-Krankheit in drei Phasen: Erst ist der sensible Patient noch freundlich und ausweichend, dann wird er im weiteren Verlauf verhärtet und verbittert, bis er zuletzt Wutausbrüche entwickelt und sich in Exzessen verliert.

Kinder

Kinder, für die Staphisagria als Heilmittel infrage kommt, haben typischerweise folgende Charakteristika:
Zorn und Kränkung können der Auslöser für verschiedenste Beschwerden sein, weiterhin sexueller Mißbrauch. Kinder sind schlechtgelaunt, werden schnell ärgerlich, verlangen nach Spielzeug und stoßen es dann zurück, werfen mit Gegenständen (auch Chamomilla). Nachts haben sie Schlafstörungen und rufen alle Augenblicke nach der Mutter. Bei Neumond und vor Vollmond verschlimmern sich ihre Symptome. Die Milchzähne werden kariös kaum dass sie durchgebrochen sind; Staphisagria ist auch eine Arznei bei Mundfäule. Schwächliche kränkelnde Kinder, die zu Verdauungsstörungen neigen, der Bauch ist aufgetrieben mit vielen Blähungen und Blähkoliken, die Tonsillen sind sehr groß. Ein Mittel für Hodenentzündung nach Mumps.

Stimmung/Gemüt laut klassischer Homöopathie

Wie Staphisagria Verletzungen des Körpers heilt, so ist es auch bei emotionalen Verletzungen indiziert, besonders wenn die Würde des Menschen verletzt wurde und er sich nicht gegen den Verursacher gewehrt hat. Typischerweise entlädt sich dann aufgestauter Frust und Zorn an Gegenständen. Daher ist Staphisagria ist eines der Hauptmittel für Beschwerden, die durch Gemütserregung ausgelöst wurden wie durch Entrüstung, Zorn, Kränkung, Demütigung und grobe Behandlung durch andere. Die Betroffenen unterdrücken Zorn und heftige Emotionen, welche im Inneren dann weiter wüten und Beschwerden aller Art verursachen. Der Staphisagria Patient sehnt sich danach, allein zu sein und denkt mit Empörung immer wieder an seine erlittenen Beleidigungen. Angstzustände entstehen durch unterdrücktes sexuelles Verlangen. Gewissensbisse, Schuldgefühle und Angst um ihr Seelenheil quälen die Betroffenen. Hypochondrische Ängste können bis zum Selbstmord treiben, mit einer Neigung zum Suizid durch Erschießen. Weiterhin kann der Patient reizbar sein, er weint wenn er angesprochen wird oder er ist apathisch und stumpf. Staphisagria ist eines der wichtigsten Mittel bei Erschöpfung des Nervensystems.

Augen

Staphisagria ist ein Spezifikum bei Verletzungen der Augen, besonders für Schnittverletzungen und nach Augenoperation sowie für verschiedene Tumoren der Augenlider und Lidränder wie Knötchen (Chalazion), Gerstenkorn (Hordeolum) und Hagelkorn sowie Entzündung der Meibomschen Drüsen und Blepharitis (Entzündung der Lidränder); besonders die inneren Augenwinkel sind betroffen. Die Augen jucken, sind rot oder stumpf und trübe. Die Iris ist entzündet mit einem berstenden Schmerz im Augapfel, in der Schläfe und der einen Seite des Gesichtes. Die Patienten klagen über brennende Schmerzen der Augäpfel oder so starke Hitze in den Augen dass die Brille beschlägt.

Kopf

Die Betroffenen haben eine Neigung zu Läusebefall, die Stapisagria, wenn es indiziert ist, beseitigen kann. Die Kopfschmerzen sind ziehend bei Berührung, drückend in der Stirn wie durch eine Kugel oder stechend an den Seiten der Stirn, besonders links. Kopfschmerzen werden ausgelöst durch Beleidigung, Zorn oder Empörung. Nach Ärger schnürt sich auch der Hals zu, durch Schlucken wird der Zustand verschlimmert. Beim Schlucken zieht ein stechender Schmerz in die Ohren, besonders auf der linken Seite. Die Stimme ist schwach, der Kehlkopf wird rau vom Sprechen, wiederum ist Ärger ein Auslöser. Weiterhin besonders betroffen sind die Zähne, sie werden früh kariös oder machen Beschwerden nach Zahnbehandlungen. Typisch sind scharfe schneidende Schmerzen. Frauen leiden unter Zahnschmerz während der Regel. Drüsen im Unterkiefer und Zahnfleisch ist geschwollen und neigt zum Bluten.

Brust/Atemwege

Der Brustkorb fühlt sich an wie zusammengeschnürt mit Atembeklemmung. Zähneputzen oder Tabakrauch verursacht Husten, schlimmer nach dem Essen von Fleisch. Husten wechselt ab mit Ischiasbeschwerden, z. B. Husten im Winter, Ischialgie im Sommer. Der Husten ist krampfartig und hohl mit Auswurf von zähem eitrigen Schleim in der Nacht oder nur tagsüber. Husten nach Ärger und Zorn. Heftiges Herzklopfen nach geringster Bewegung, fühlt sich an wie bebend, schlimmer beim Anhören von Musik und nach der Mittagsruhe. Der Puls ist beschleunigt und zitternd.

Verdauung

Die Betroffenen sind hungrig, selbst wenn der Magen voll ist. Sie haben die Empfindung, der Magen hänge schlaff herunter oder ein Schwächegefühl im Bauch als solle er abfallen, so dass sie ihn abstützen möchten. Staphisagria ist auch bei Übelkeit und/oder Bauchschmerz indiziert, vorwiegend wenn die Beschwerden postoperativ nach chirurgischen Eingriffen auftreten. Bauch- und Gallenkoliken treten auf nach Entrüstung, Zorn oder unterdrücktem Zorn. Die Blähungen sind heiß und riechen nach faulen Eiern. Durchfall tritt ein nach Trinken von kaltem Wasser oder nachdem die geringste Menge Speise oder Getränk eingenommen wurde. Die Hämorrhoiden sind extrem berührungsempfindlich.

Uro-Genital-Organe

Blasenentzündungen sind charakterisiert durch häufigen Harndrang mit nur tropfenweisem Abgang von Urin, es besteht das Gefühl ständig laufe ein Tropfen die Harnröhre hinunter. Die Harnröhre ist gereizt, schmerzt brennend beim oder nach dem Urinieren; sehr mitteltypisch ist ein brennender Schmerz, der ständig besteht, außer beim Urinieren. Nach dem Wasserlassen Empfindung, als wäre die Blase nicht leer. Staphisagria ist das erste Mittel der Wahl nach Untersuchungen und Operationen im Uro-Genital-Bereich, nach Blasenstein-OP und Kathetereinsatz. Weiterhin ist es eine bewährte Indikation bei der sog. "Flitterwochenzystitis", eine Reizblase der Frauen ausgelöst durch Geschlechtsverkehr. Männer leiden unter Hodenatrophie und verminderter Libido nach sexuellen Ausschweifungen sowie Hodenentzündung nach Mumps. Um das Rektum bilden sich extrem empfindliche Feigwarzen (Kondylome).

Extremitäten

Die Fingerspitzen sind überempfindlich oder taub oder die Patienten klagen über ein feines Reißen in den Fingerspitzen. Die Knochen, besonders der Finger, sind unvollständig ausgebildet. Gichtknoten der Gelenke. Ostitis. Nervenleiden, die mit Zittern verbunden sind. Beim Bewegen stellt sich ein Gefühl von Steifheit und Ermüdung in allen Gelenken ein. Das Kreuz schmerzt als ob man sich verhoben hätte, die Kreuzschmerzen sind schlimmer morgens, beim Umdrehen im Bett und beim Aufstehen vom Sitzen, auch nach Geschlechtsverkehr. Die Kniegelenke fühlen sich matt an, der Gang ist schlurfend. Zerschlagenheitsgefühl und Schmerzen in allen Gliedern, besonders in den Unterschenkeln und Waden. Das Gesäß tut weh beim Sitzen. Es bilden sich Geschwülste und Eiter an Knochen und Knochenhaut mit schießenden, reißenden oder bohrenden Schmerzen. Alle Beschwerden verschlimmern sich durch Berührung.

Haut

Staphisagria ist vorwiegend ein Arzneimittel für Schnittverletzungen sowie Folgen von mechanischer Verletzung durch scharfe schneidende Instrumente wie z. B. Skalpelle nach Operationen aber auch Beschwerden durch Katheter oder Untersuchungen von Blase und Harnröhre. Die Haut juckt und beißt wie von Ungeziefer; durch Kratzen an einer Stelle vergeht es und taucht an anderer Stelle wieder auf. Heftig juckende Ekzeme mit dicken Schorfen. Trockene und gestielte Feigwarzen. Einer Gürtelrose gehen Schmerzen voraus, die Ausschläge sind trocken mit Schorf an den Gelenken, werden chronisch und brennen nach dem Kratzen. Warzen oder Geschwüre bilden sich auf der Haut, sog. "wildes Fleisch", sind sehr berührungsempfindlich. Über und hinter den Ohren bilden sich juckende Hautausschläge.

Schlaf

Nach einem Nachmittagsschläfchen geht es den Patienten schlechter und sie haben starken Durst. Die Betroffenen leiden unter Schlaflosigkeit durch Schmerzen wie wund im ganzen Körper, sie sind den ganzen Tag über schläfrig und liegen die Nacht über wach. Sei schlafen erst spät ein, weil Gedankenandrang sie am Schlaf hindert oder durch das Jucken der Hautsymptome. Bei Licht können sie ebenfalls nicht einschlafen. Sie gähnen und strecken sich so heftig, dass ihnen die Tränen in die Augen treten. Kinder erwachen nachts und stoßen alles von sich, rufen ständig nach der Mutter.

Schmerzen

Allgemein besteht eine Überempfindlichkeit für Schmerz; die Schmerzen finden sich vorwiegend in Muskeln, Knochen und Gelenken, sind lähmungsartig, reißend, stechend oder ziehend in den Gelenken, stechend brennend und reißend in den Muskeln. Staphisagria ist ein Spezifikum für Schnittwunden, kann aber auch bei Stich-, Splitter- und Rißwunden indiziert sein sowie für Beschwerden nach Amputation. In den Wunden sticht es schmerzhaft, sie bluten reichlich und zeigen eine langsame Heilungstendenz. Ein Leitsymptom ist die Berührungsempfindlichkeit.

Fieber

Das Fieber kann durch Zorn oder Gemütserregung ausgelöst worden sein. Im Fieber möchte der Patient sich aufdecken. Das Fieber ist mit viel Schweiß verbunden, häufig kalter Schweiß, mit üblem Geruch nach faulen Eiern oder die Hitze ist trocken und er kann überhaupt keinen Schweiß entwickeln. Die Beschwerden verschlimmern sich nach dem Schwitzen.

Allgemeine Charakteristik und Leitsymptome von Staphisagria.:

Die Idee des Mittels ist: "Verletzung, die auf keinen Widerstand trifft"; sowohl körperlich wie auch emotional. Im Physischen sind es z. B. Schnittwunden, Verletzungen, Operationen, chirurgische Eingriffe, besonders wenn sie den Urogenitalbereich betreffen. Folgen emotionaler Verletzungen durch Kränkung, Beleidigung, sexuellen Mißbrauch, Gewaltopfer. Extreme Empfindlichkeit und Reizbarkeit, Neigung zu Hypochondrie, Schuldgefühlen und übermäßige Religiosität. Wutausbrüche und Entrüstung. Gedankliche Beschäftigung mit sexuellen Themen, Folgen sexueller Ausschweifung. Geistige und körperliche Schwäche, Erschöpfung des Nervensystems. Schlaflosigkeit nachts mit Müdigkeit tagsüber. Überempfindlichkeit der Sinne: Geräusche, Gerüche, Geschmack. Kopfschmerz wie von einer Kugel. Tumoren der Augenlider und Lidränder, Lidrandentzündung. Zähne werden früh kariös, Beschwerden nach Zahnbehandlungen, Zahnschmerzen bis in die Augen. Mundfäule. Halsschmerzen, die beim Schlucken ins Ohr ziehen, bevorzugt links. Ekzeme am behaarten Kopf und Läusebefall. Erkrankungen des Urogenital-Traktes, Zystitis, Reizblase, "Flitterwochenzystitis" junger Frauen. Folgen von Katheterisierung. Sexuelle Störungen. Hodenatrophie nach Mumps. Schwächegefühl im Magen, Verlangen nach Fleisch und großen Mengen Zucker, Saures ist unverträglich. Abdominelle Koliken, oft ausgelöst durch Zorn und Ärger. Postoperative Übelkeit. Durchfall nach kaltem Wasser oder geringer Nahrungsaufnahme. Verstopfung. Gichtknoten der Gelenke. Rückenschmerzen schlimmer morgens im Bett. Anschwellen und Eiterung der Knochen. Exostosen, Warzen und Kondylome. Juckende und brennende Ausschläge. Folgen von Quecksilber- und Tabakmißbrauch. Alle Beschwerden verschlimmern sich durch Berührung, Besserung durch Wärme und Ruhe.

Modalitäten

(=alles was den Krankheitszustand verbessert oder verschlimmert)
Folgende Umstände sind typisch für Beschwerden, für die Staphisagria als Heilmittel infrage kommt:
Besserung der Beschwerden durch:
Ruhe, Wärme, nach dem Frühstück.

Verschlechterung der Beschwerden durch:
Gemütserregung, Streit, Berührung, körperliche Anstrengung, sexuelle Ausschweifung, kalte Getränke, nachts.

Speisen und Getränke

Patienten, für die Staphisagria als Heilmittel infrage kommt, haben typischerweise Verlangen bzw. Abneigung nach folgenden Speisen und Getränken:
Die Betroffenen verlangt es nach Suppe, Milch, Reis und Alkohol. Ein heftiges Verlangen besteht nach Fleisch und ganz besonders nach großen Mengen von Süßigkeiten und Zucker. Andererseits kann auch eine Abneigung gegen Milch und Käse bestehen oder Milch verschlimmert die Beschwerden. Auch saure Dinge sind unverträglich. Staphisagria wird häufig zur Raucherentwöhnung eingesetzt, weil es den Widerwillen gegen Tabak erhöht.

Sonstiges

Staphisagria sollte nicht zusammen mit Ranunuculus bulbosus eingenommen werden.
Während der Einnahme sollte man saure Speisen meiden.

Hauptanwendungsgebiete von Staphisagria:

Beschwerden des Gemütes wie
Angststörungen, Depressionen, Alkoholismus, Apathie, Bettnässen, Bulimie (Ess-Brech-Sucht), Gedächtnisschwäche, Gedankenandrang, geistige Verwirrung, Hypochondrie, innere Unruhe, Manie, Neurosen, Reizblase, Reizdarm, Schlafstörungen, Suchterkrankungen, vegetative Dystonie, Wahnideen.
Beschwerden des Nervensystems wie
Alzheimer-Krankheit, Epilepsie (Krampfanfälle), Geschmacksstörungen, Multiple Sklerose (MS), Morbus Parkinson (Schüttellähmung) Neuralgien, Neuritis (Nervenentzündung).
Beschwerden des Kopfes wie
Foetor ex ore, Gesichtsakne, Haarausfall, Karies, Kopfschuppen, Kopfschmerzen, Lippenherpes, Migräne, Morbus Meniere, Mundwinkeleinrisse, Nasenbluten, Nasenkrebs, Schwindel, Zahnschmerzen, Zähneknirschen.
Beschwerden der Augen wie
Ambylopie (Schwachsichtigkeit), Amaurose (Lähmung des Sehnerv), Augenmuskellähmung, Augenzucken, Entzündung der Hornhaut (Keratitis), der Lider (Blepharitis), Fremdkörper, Gersten- und Hagelkorn, Grauer Star (Katarakt), Grüner Star (Glaukom), Hemianopsie (Halbsichtigkeit), Konjunktivitis (Bindehautentzündung), Lidrandentzündung, Netzhautentzündung (Retinitis), Photophobie (Lichtempfindlichkeit), Strabismus (Schielen), Trockenheit, Tränenfluß, Trübung der Hornhaut, Verletzungen der Augen.
Beschwerden der Ohren wie
Hörsturz, Ohrekzem, Otitis media (Mittelhrentzündung), Schwerhörigkeit, Taubheit, Tubenkatarrh, Tinnitus (Ohrgeräusche).
Beschwerden der Brust und Atemwege wie
Angina pectoris (Herzkranzgefäßverengung), Asthma bronchiale, Bronchitis, Bronchiektasen, Brustwarzenentzündung, COPD, Emphysem, Herzbeschwerden, Herzinfarkt, Laryngitis (Kehlkopfentzündung), Lungenemphysem, Mukosviszidose, Mundgeruch, Pharyngitis (Rachenentzündung), Pleuritis (Rippenfellentzündung), Pneumonie (Lungenentzündung), Rhinitis (Schnupfen), Sarkoidose, Sinusitis (Nebenhöhlenentzündung), Tonsillitis (Mandelentzündung), Tuberkulose.
Beschwerden von Stoffwechsel/Verdauung wie
Adipositas, Aphten, Cholezystitis (Gallenblasenentzündung), Colitis ulcerosa (Darmentzündung), Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), Diarrhoe (Durchfall), Divertikulosel, Enteritis (Dünndarmentzündung), Fettleber, Flatulenz (Blähsucht), Gallensteine, Gastritis (Magenschleimhautentzündung), Gicht, Hepatitis (Leberentzündung), Ikterus (Gelbsucht), Meteorismus (Auftreibung), Morbus Crohn, Nahrungsmittelunverträglichkeit, Obstipation (Verstopfung), Reizmagen, Reizdarm, Seekrankheit, Sodbrennen, Schluckauf, Stomatitis (Mundschleimhautentzündung), Übelkeit und Erbrechen, Ulcus ventriculi (Magengeschwür), Ulcus duodeni (Zwölffingerdarmgeschwür)
Uro-Genital-Beschwerden wie
Afterfissuren, Amenorrhoe (fehlende Menstruation), Blasen- und Gebärmuttersenkung, Endometriose, Eierstockzyste, "Flitterwochenzystitis", Nephritis (Nierenentzündung), Ovarialtumor, Pyelonephritis (Nierenbeckenentzündung), Hämorrhoiden, Hodenentzündung, Hydrozele (Wasserbruch), Impotenz, Myome, Nierensteine, Prostatitis, Prostatahypertrophie (Vergrößerung der Prostata), Urethritis (Harnröhrenentzündung), Uterusverhärtung, Zystitis (Blasenentzündung)
Allergische Beschwerden wie
Heuschnupfen, Asthma, Allergien, Ekzeme, Neurodermitis, Quaddeln, Urtikaria (Nesselsucht).
Hormonelle Beschwerden wie
Fluor (Ausfluß), klimakterische Beschwerden, Menstruationsbeschwerden, Morbus Basedow, PMS (prämenstruelles Syndrom), Pubertätsprobleme, Schwangerschaftsbeschwerden, Stillprobleme, Struma (Kropf), Thyreoiditis (Entzündung der Schilddrüse), Über- und Unterfunktion der Schilddrüse.
Beschwerden des Bewegungsapparates wie
Arthritis (Gelenkentzündung), Arthrose, Fibromyalgie (Weichteilrheuma), Ischialgie, Lumbago (Hexenschuß), Morbus Bechterew, Osteoprose, Rheuma, Rückenschmerzen, Verletzungen wie Frakturen, Stauchung, Verrenkung, Zerrung.
Hauterkrankungen wie
Abszesse, Akne, Dekubitus (Wundliegen), Drüsenschwellungen, Ekzeme, Erytheme, Fisteln, Frostbeulen, Furunkel, Herpes zoster (Gürtelrose), Hautausschläge, Hühneraugen, Impetigo (Grindflechte), Keloide, Läusebefall, Melanose, Nagelgeschwür, Narben, Neurodermitis, Paronychie (Nagelbettentzündung), Pruritus (Juckreiz), Psoriasis (Schuppenflechte), Rhagaden, Urtikaria (Nesselsucht), Wundheilungsstörungen, Ulcus cruris (offenes Bein), Vitiligo (Weißfleckenkrankheit), Warzen, Zysten.
Krankheiten von Herz und Gefäßen wie
Apoplexie (Schlaganfall), Anämie, Angina pectoris (Herzkranzgefäßverengung), Arteriosklerose, Blutungen, Entzündungen (Phlebitis), Hämorrhoiden, Herzbeschwerden, Herzrhythmusstörungen, Hypertonie (Bluthochdruck), Hypotonie (niedriger Blutdruck), Koronare Herzkrankheit, Roemheld-Syndrom, Thrombose, Varizen (Krampfadern), Wassersucht (Ödem).
Ferner Infektionskrankheiten wie grippaler Infekt, Influenza, periodisch wiederkehrende Fieberzustände, Kinderkrankheiten, Lähmungen, Schwäche, Ohnmachtsneigung und viele weitere Erkrankungen!


Bitte beachten Sie:

Tritt eine Besserung der Beschwerden ein, muss die Einnahme abgesetzt bzw. reduziert werden, mehr dazu unter Handhabung homöopathischer Arzneien.




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