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Materia Medica

Klassische Homöopathie

Dosierung/Anwendung
Ähnlichkeits-Regel



Die Erste Hilfe-Fibel


Die Gabe eines homöopathischen Arzneimittels ersetzt nicht den Arzt oder Notruf!

Einleitung

Zur Dosierung gilt:
Grundsätzlich verabreicht man dem Patienten 1 Gabe, d. h. 3-5 Globuli oder 1 Tablette oder 1 Teelöffel, wenn nicht anders angegeben in der Potenz C 30.

Folgendes ist zu beachten:
1. Ist das Mittel richtig gewählt, muß eine deutliche Besserung des Zustandes eintreten, sowohl auf geistiger wie auf körperlicher Ebene.
2. Wenn die Besserung auffallend schnell eintritt, darf das Mittel n i c h t wiederholt werden; erst bei Nachlassen der Besserung sollte das Mittel dann wiederholt werden.
3. Die Abstände der Wiederholung sind abhängig vom Zustand des Patienten. In einigen Fällen reicht eine einzige Gabe, andere Patienten benötigen alle 5 Minuten eine Wiederholung.
4. Je heftiger und akuter der Zustand, desto schneller muß eine Besserung eintreten.
5. Jede Wiederholung des Mittel muß eine Besserung bringen; tut sie das nicht so sollte das Mittel nicht weiter gegeben werden.
6. Tritt keine Besserung ein, ist das Mittel nicht richtig gewählt; der Zustand muß neu geprüft werden und ein ähnlicheres Mittel gesucht werden.


Ängste und Panik

Bei Angst-, Schock- und Panikzuständen sind als Erste Hilfe die Bachblüten Rescue Tropfen zu empfehlen!

Wilder Jasmin, Gelsemium sempervirens
Wieder zur klassischen Homöopathie:
Panikattacke: Aconitum
Angst, Panik vor einer Operation: Aconitum
Angst vor dem Zahnarzt: Aconitum, Phosphorus (1 Gabe, nicht wiederholen)
Ängstliche Erwartungsspannung mit Zittern oder wie gelähmt, Harn- und Stuhldrang, kein Durst: Gelsemium
Nervöse Aufregung, Eile und hastige Bewegungen, Heißhunger auf Süsses, Durchfall, Wärme verschlimmert: Argentum nitricum.


Augenverletzung

Prellung, blaues Auge, Bluterguß: Ledum, Arnika
Schlag oder Schneeball aufs Auge, wenn der Knochen mitbetroffen ist: Symphytum
um den Bluterguß zu reduzieren: Arnika
Stichwunden am Auge: Hypericum
Schnittwunden am Auge, Augen-OP: Staphisagria
bei Fremdkörper im Auge: Aconitum
Insekt im Auge: Coccus cacti
nach Entfernung des Fremdkörpers, Tränenfluß: Euphrasia.


Hexenschuss / Ischias

nach Einwirkung von Nässe und Kälte: Rhus toxicodendron
wenn geringste Bewegung die Beschwerden verschlimmert: Bryonia
wenn Bewegung die Beschwerden bessert: Rhus toxicodendron
wenn krümmen und anziehen der Beine die Beschwerden bessert: Colocynthis.


Insektenstiche

Calendula, Ringelblume, Marigold
Insektenstich rot, heiß, geschwollen, ödematös, Kälte bessert: Apis
Instektenstiche wenn Apis nicht bessert oder die Wunde kalt ist, oft bei Mückenstichen wirksamer: Ledum
Zur Wundversorgung: Calendula - kann innerlich und äußerlich (zur Reinigung und als Umschlag) angewendet werden, dazu Calendula Urtinktur 5 Tr. auf 1 Tasse Wasser
Jucken und Brennen wie durch Brennnesseln: Urtica urens
Brennen, dunkle Verfärbung, Spinnenbisse: Tarantula hispanica
Bei Infektionsneigung: Gunpowder
Allergischer Schock: Apis + Urtica urens
Zeckenbiss: 1 Gabe Ledum, 1 Gabe Hypericum zur Borrelioseprophylaxe.


Jetlag

Nach Langstreckenflügen über mehrere Zeitzonen wird der Schlaf-Wach-Rhythmus gestört. Deren Beschwerden können gut mit Nux vomica behandelt werden.


Muskelkater

Muskelkater: Arnika.


Muskelkrämpfe

Muskelkrämpfe nach Überanstrengung: Arnika
Muskelkrämpfe mit ausstrahlenden Schmerzen, Wärme bessert: Magnesium phosphoricum
Wadenkrämpfe grundlos oder nach Überanstrengung: Cuprum
Krämpfe der Finger nach Überanstrengung: Stannum
Krämpfe der Hand nach Überanstrengung: Magnesium phosphoricum
Muskelzucken, Restless legs: Zincum metallicum.


Nasenbluten

Häufiges Nasenbluten bedarf einer konstitutionellen homöopathischen Behandlung.
Hauptmittel bei Nasenbluten: Arnika
Blutung nach Schlag auf die Nase: Arnika
Lang anhaltende Blutung, Blut gerinnt nicht: Hamamelis, hellrot: Millefolium
Hellrote starke Blutung: Ferrum phosphoricum.


Qualle

Quallenkontakt

Führt zu nesselsuchtartigen Hautausschlägen, Schwellung, Jucken, Brennen und ödematöser Entzündung; dem folgt dann später ein Bläschenausschlag
Zur Erstversorgung: Essigumschläge.

Hauptmittel bei Quallenkontakt: Medusa
Brennen, Rötung, wie durch Brennesselkontakt: Urtica urens
wenn beide Mittel nicht ausreichend bessern: Aceticum acidum
Stiche von Seeigeln, Seespinnen und Rochen: Ledum.


Schock

Ein Schock kann lebensgefährliche Auswirkungen haben; einige Menschen reagieren heftig auf relativ geringe Verletzungen oder Ereignisse und geraten in einen Schockzustand.

Symptome:

Ängstlichkeit und Unruhe, Nervosität, Pupillen verengt oder erweitert, Frieren und Zittern, Schreien, Apathie, Sprachlosigkeit, Blässe, kalter Schweiß.

Wichtigstes Schockmittel bei Verletzung, der Patient behauptet es gehe ihm gut und er sei gesund (trotz schwerer Verletzung), er fürchtet Annäherung und Berührung. Wenn man ihn anspricht antwortet er, verfällt aber gleich danach wieder in Teilnahmslosigkeit oder Bewußtlosigkeit. Alles auf dem er liegt, ist ihm zu hart: Arnika Potenz: C 200.

Schock durch Schreckerlebnis: Die Panik steht dem Patienten im Gesicht geschrieben, die Pupillen sind erweitert, er hat große Angst, sogar Todesangst. Er ist unruhig und will aufspringen und weglaufen. Das Gesicht wird blass beim Aufrichten. Aconitum Potenz: C 200.

Kollapszustand: Das Gesicht ist blau, die Lippen sind blau, kalter Schweiß bricht aus, der ganze Körper ist eisigkalt, der Patient kann aber Zudecken nicht ertragen, er wirft Decken und Kleidung von sich: Camphora.

Kollapszustand: Verlangt nach kalten Getränken und äußere Wärmezufuhr tut ihm gut und bessert seinen Zustand; Frieren jedoch wie bei Camphora: Veratrum album.

Bei allergischem und anaphylaktischem Schock (Insektenstich, Kontakt mit Allergen): Apis und Urtica urens.


Sonnenbrand

Meist ist es ausreichend mit Essigumschlägen zu behandeln!
Hauptmittel bei Sonnenbrand: Hypericum
Beschwerden wie von Brennnesseln: Urtica urens
Röte, Hitze, stechende Schmerzen: Apis
hochrote trockene Haut mit Unruhe: Aconitum.


Sonnenstich/Hitzschlag

Wenn folgende Beschwerden nach langem Aufenthalt in der Sonne auftreten:
heiße trockene Haut, salziger Geschmack im Mund, man kann Salz nicht mehr schmecken (fortgeschrittenes Stadium), hochroter Kopf, trockener Mund, unklare Sicht, hämmernder Kopfschmerz, pulsierende Halsschlagader, Bewußtlosigkeit.
Zuerst für eine kühle Umgebung sorgen, Flüssigkeitszufuhr, am besten warme Getränke.

Rasende auch pulsierende klopfende Kopfschmerzen, als wenn der Kopf platzt, kann nicht nach hinten gelegt werden, trockene Haut: Glonoinum
Benommenheit, roter heißer Kopf, Hitzestau, pulsierende Schmerzen, Kopfschmerz besser wenn Kopf in den Nacken gelegt wird, erweiterte Pupillen: Belladonna
Sehr benommen, rotes Gesicht, zittrige Schwäche, apathisch, Nackenkopfschmerz: Gelsemium
Blässe beim Aufrichten zum Sitzen, große Unruhe und Angst, trockene Haut: Aconitum
Kollaps mit Erbrechen, Kälte des Körpers, kalter Schweiß auf der Stirn: Veratrum album.


Verbrennungen:

Kein kaltes Wasser!

Wenn nichts anderes zur Hand zumindest warmes oder sehr warmes Wasser nehmen. Besser: Essig oder Alkohol, wenn möglich angewärmt. (Keine Essigessenz!)
Bei leichten Verbrennungen den betroffenen Körperteil noch einmal in die Nähe der Hitzequelle bringen bis der neue Brennschmerz den alten überlagert (das homöopathische Prinzip!)

Als Schockmittel: Aconitum
Hauptmittel: Cantharis, die Wirkung tritt meist spätestens nach 7 Minuten ein, wenn nicht, anderes passenderes Mittel suchen. Mund verbrannt: mit verdünntem Essig spülen.

Verbrennungen 1. Grades (rote Haut, Schwellung und Schmerzen)

wenn Schock vorhanden: Aconitum
Hauptmittel bei Verbrennungen: Cantharis
Röte, Hitze, stechende Schmerzen: Apis
Optisch wie durch Brennesselkontakt, auch bei Verbrühungen: Urtica urens
Verbrennung der Zunge und Mundschleimhaut, Gefühl "als läge die Haut bloß": Caustium.

Verbrennungen 2.Grades (Röte, Blasenbildung)

wenn Schock vorhanden: Aconitum
brennende Schmerzen mit Blasenbildung: Cantharis
wenn Cantharis nicht ausreichend wirkt, Eiterungsneigung: Causticum.

Verbrennungen 3. Grades (schwarze oder weiße Nekrosen der Haut),

meist schmerzlos weil die Nervenenden zerstört sind, oft mit Schock verbunden). Für den Schock: Aconitum
brennende Schmerzen mit Blasenbildung: Cantharis
wenn Cantharis nicht ausreichend wirkt, Eiterungsneigung: Causticum
Schwerste Zustände, Frieren, Unruhe, Wärmeverlangen: Arsenicum album.


Vergiftungen

Hauptmittel bei Lebensmittelunverträglichkeit: Okoubaka D2 oder D3, alle 5 Minuten bis Besserung
Hauptmittel bei Lebensmittelvergiftung: Arsenicum album
Beschwerden durch fettes Essen, weinerlich: Pulsatilla
Blähungen, Aufstoßen, Lufthunger, kalter Schweiß: Carbo vegetabilis
Nesselsucht durch Meeresfrüchte, Fisch, Pfirsiche: Urtica urens
Nesselsucht verursacht oder verschlimmert durch alkoholische Getränke: Chloratum
Nesselsucht durch Kälteexposition (Kälteurtikaria): Rhus tox., Dulcamara
Vergiftung durch Drogen: Nux vomica
Vergiftung durch Alkohol: Nux vomica
Tabakvergiftung: Arsenicum album
Hauptmittel bei Umweltgiften: Okoubaka D2 oder D3.


Verletzungen:

Arnika

Knochenbrüche

Hauptmittel bei Knochenfraktur: Symphytum
länger einnehmen: Arnika + Symphytum + Ruta + Rhus tox. in tiefer Potenz, z. B. D6.

Gehirnerschütterung/Kopfverletzung

Hauptmittel bei Gehirnerschütterung: Arnika
Schleudertrauma: Arnika + Hypericum
Krämpfe, Verwirrung, Pupillenerweiterung: Cicuta
Hinterkopfschmerz, schwere Lider, Zittern, Apathie: Gelsemium
Gedächtnisverlust, Benommenheit, geistig stumpf: Helleborus
Behandlung von Folgeerscheinungen: Natrium sulfuricum.

Blutergüsse/Prellungen/stumpfe Verletzungen

Hauptmittel bei Blutergüssen/Prellungen: Arnika
Wenn Arnica nicht ausreichend wirkt: Ledum
Fall aus großer Höhe: Millefolium
Steißbeinprellung: 1 Gabe Arnika + 1 Gabe Hypericum.

Verstauchungen/Zerrungen/Verrenkungen

Haupt-Verletzungsmittel: Arnika
Wenn fortdauernde Bewegung die Schmerzen bessert: Rhus tox.
Wenn geringste Bewegung die Schmerzen verschlimmert: Bryonia
Hauptmittel für Sehnen und Bänder: Ruta.

Sehnenverletzungen/Bänderrisse

Haupt-Verletzungsmittel: Arnika
Hauptmittel für Sehnen und Bänder: Ruta
Verletzung durch falsche Drehbewegung, Schwäche und Zittern: Anacardium
wenn die Sehne durchschnitten ist: Staphisagria
Unruhe, Verlangen dauernd die Lage zu verändern, fortgesetzte Bewegung bessert: Rhus tox..


Wunden:

Risswunden, Schürfwunden, Platzwunden

Haupt-Verletzungsmittel: Arnika
zur Wundversorgung: Calendula - kann innerlich und äußerlich (zur Reinigung und als Umschlag) angewendet werden, dazu Calendula Urtinktur 5 Tr. auf 1 Tasse Wasser
Wenn sehr schmerzhaft weil nervenreiches Gewebe betroffen ist (z. B. Fingerspitzen, Zehen, Zähne), ziehende schießende Schmerzen den Nerv entlang: Hypericum
Bei beginnender Infektion oder Blutvergiftung: Gunpowder.

Stichwunden

Hauptmittel bei allen Stichwunden (Dorn, Spritze, Splitter, Nagel): Ledum
Wenn sehr schmerzhaft weil nervenreiches Gewebe betroffen ist (z. B. Fingerspitzen, Zehen, Zähne), ziehende schießende Schmerzen den Nerv entlang: Hypericum
Bei beginnender Infektion oder Blutvergiftung: Gunpowder
Nervenschmerz durch Injektion: Ledum, Hypericum
treibt Fremdkörper hinaus: Silicea.


Schnittwunden

Hauptmittel bei Schnittwunden (Messer, Scherben, nach OP): Staphisagria
Wenn sehr schmerzhaft weil nervenreiches Gewebe betroffen ist (z. B. Fingerspitzen, Zehen, Zähne), ziehende schießende Schmerzen den Nerv entlang: Hypericum
Zur Wundversorgung: Calendula - kann innerlich und äußerlich (zur Reinigung und als Umschlag) angewendet werden, dazu Calendula Urtinktur 5 Tr. auf 1 Tasse Wasser.


Quetschungen

Haupt-Verletzungsmittel: Arnika
Wenn sehr schmerzhaft weil nervenreiches Gewebe betroffen ist (z. B. Fingerspitzen, Zehen, Zähne), ziehende schießende Schmerzen den Nerv entlang: Hypericum
Verletzung der Weichteile: Bellis
Hodenquetschung: Argentum metallicum
nach Vergewaltigung: Staphisagria.


Blüte von Allium cepa (Zwiebelblüte)

Wunden bzw. Folgen operativer Eingriffe

Hauptmittel nach operativen Eingriffen: Arnika
Weichteile (Unterleib, Brust, Genitalien): Bellis
Uro-Genitaltrakt: Staphisagria
Augenoperationen: Staphisagria
Blutungen nach Zahnextraktion: Calendula
Schmerzen, Schwellung und Infektion des Kiefers: Hecla lava
Neuralgie durch Verletzung des Zahnnervs: Hypericum
Narkoseunverträglichkeit: Nux vomica
Schlechte Heilung der Op-Wunde: Staphisagria, Calendula
Phantomschmerz nach Amputation: Allium cepa.


Bisswunden

Für den Schock: Aconitum
Hauptmittel für Bißwunden: Ledum
Wichtigstes Mittel bei Verletzungen: Arnika
Wenn sehr schmerzhaft weil nervenreiches Gewebe betroffen ist (z. B. Fingerspitzen, Zehen, Zähne), ziehende schießende Schmerzen den Nerv entlang: Hypericum
Bei Tollwutgefahr: Lyssinum
Bei beginnender Infektion oder Blutvergiftung: Gunpowder.



Zahnschmerzen

Zahnschmerz schlimmer durch Wärme, nachts, Kaffee, gereizte Stimmung- Chamomilla
Zahnschmerz besser durch kaltes Wasser oder Eis im Mund halten - Coffea
Zahnschmerz pulsierend mit Blutandrang - Belladonna
Zahnschmerz ausgelöst durch kalten Wind - Aconitum
Zahnschmerz nach Zahnbehandlung (Bohren, Abschleifen, Zahnsteinentfernung, operativer Eingriff) - Arnica
Zahnschmerz aufgrund von Nervenverletzung durch zahnärztliche Behandlung - Hypericum.


Zusammenfassung

Hauptmittel bei

Verletzung der Muskeln: Arnika
Verletzung der Weichteile: Bellis
Verletzung der Nerven: Hypericum
Verletzung der Sehnen/Bänder: Rhus tox., Ruta
Verletzung der Knochen: Symphytum
Verletzung der Knochenhaut: Ruta.




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