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Materia Medica

Klassische Homöopathie

Schüssler Salze
Bachblüten


Samuel Hahnemann: Klassische Homöopathie

Gunpowder (Gunp.)


Schwarzpulver, Schießpulver


Ohne Gunpowder (Schwarzpulver, Schießpulver) keine Kanonen... Schießpulver ist eine Mischung und keine chemische Verbindung; in seiner Urform ist es ein altbekanntes Mittel in der Armee bei Geschlechtskrankheiten wie Tripper und Syphilis und bei Störungen des Blutes. Auch die Londoner Polizei kennt es als Mittel bei Furunkulose. Clark schreibt:
„Leidest du unter wiederkehrenden Furunkeln, so kaufe Schießpulver für Sixpence und nimm soviel davon, als auf einem Sixpencestück Platz hat, vier Tage lang nachts und morgens ein und dann lasse es für die selbe Zeit weg, dann fahre damit fort wenn nötig.
In einigen ländlichen Bezirken wird Kindern mit großem Erfolg ein Aufguß von Schießpulver gegeben, wenn sie unter Askariden (Würmern) leiden. C. R. Upcher schildert die Erfahrungen von Schäfern aus Norfolk, die Schießpulver auf ihr Brot streuen um eine Infektion zu verhindern wenn sie mit Schafen zu tun haben, die von Fäule befallen sind. Weiter schreibt Clarke:
„Da Gunpowder als Inhaltsstoffe drei kraftvolle Mittel enthält (Kaliumnitrat, Schwefel und Kohlepulver), von denen zwei zu den Polychresten zählen, ist es nicht verwunderlich, dass es medizinische Kräfte besitzt.“

Gunpowder wirkt bevorzugt auf Beschwerden von

Haut, Knochen, Zähne, Blut

Folgende Umstände können die Beschwerden ausgelöst haben:

(Causa):
Verletzungen, Tierbisse, Blutvergiftung, Efeu, Primeln, infiziertes Wasser, verdorbenes Fleisch, Faulgas, Impfungen

Hauptanwendungsgebiete von Gunpowder

- Sepsis (Blutvergiftung)
- Abszesse
- Eiterungen
- Wundinfektionen
- Bisswunden
- Akne
- Ekzeme
- Krätze
- Herpes im Gesicht
- Psoriasis (Schuppenflechte) - Furunkel
- Karbunkel
- akutes Panaritium
- septische Tonsillitis (Mandelentzündung)
- Osteomyelitis
- Würmer
- Folgen von Impfungen
- Botulismus
- Nahrungsmittelvergiftung
- Urtikaria

Haut

Beschwerden der Haut, für die Gunpowder als Heilmittel infrage kommt, haben typischerweise folgende Charakteristika:
Ein wichtiges Mittel bei jeglicher Art von Blutvergiftung, auch für die Folgen wenn sie lange zurückliegt. Wunden sind infiziert, eitern und werden septisch. Die dem verletzen Bereich zugehörigen Lymphbahnen entzünden sich und schwellen an. Die gesamte Region färbt sich blau oder schwarz an. Allgemeine Eiterungsneigung, Insektenstiche oder Tierbisse entzünden sich; kleine Wunden eitern und heilen nicht. Impfungen verursachen Hautentzündungen. Karbunkel, Furunkel und Abszesse. Nach Kontakt mit Efeu oder Primeln kommt es zu Nesselsucht der Haut.

Verdauung

Beschwerden der Verdauung, für die Gunpowder als Heilmittel infrage kommt, haben typischerweise folgende Charakteristika:
Ein wichtiges Mittel bei Nahrungsmittelvergiftung, besonders wenn verdorbenes Fleisch die Ursache ist; bei Botulismus. Vergiftung durch schlechtes oder infiziertes Wasser, durch Luftverschmutzung und Gas bzw. Faulgasschlamm. Mandelentzündungen werden septisch; eitrige Entzündung von Zähnen oder Mastoid. Eine weitere Indikation sind Wurmleiden der Kinder, besonders Askariden.

Allgemeine Charakteristik und Leitsymptome von Gunpowder

Die Wirkungsschwerpunkte sind septische Prozesse (sog. Blutvergiftung), Hauterkrankungen und Vergiftungsfolgen. Abszesse, Furunkel und Karbunkel, nicht heilende Wunden, chronisch eitrige Hauterkrankungen. Panaritium. Infizierte Wunden mit Schwellung und Lymphangitis. Infektionen von Verletzungen und Tierbißwunden. Folgen von Insektenstichen, Zeckenbissen, Schlangenbissen. Ekzeme und Akne. Psoriasis (Schuppenflechte), Krätze. Herpes im Gesicht mit Befall der Augenbraue und Nase, besonders rechts. Hauterkrankungen nach Impfungen, Folgen von Pocken- und Typhusimpfung. Urtikaria durch Efeu oder Primeln. Septische Tonsillitis (Mandelentzündung). Wurmerkrankungen bei Kindern (Askariden). Hartnäckige eitrige Osteomyelitis. Eiternde Zähne, Mastoideiterung. Nahrungsmittelvergiftung, Botulismus. Vergiftung durch Gas sowie Wasser- und Luftverschmutzung.

Modalitäten

(=alles was den Krankheitszustand verbessert oder verschlimmert)
Folgende Umstände sind typisch für Beschwerden, für die Gunpowder als Heilmittel infrage kommt:

Besserung der Beschwerden durch:
nicht bekannt

Verschlechterung der Beschwerden durch nicht bekannt

Sonstiges

Gunpowder wird meist in tiefen Potenzen verordnet, vorwiegend in der D3.
Bei Personen, die zu Eiterungen neigen, ist Gunpowder bei Schürfwunden zusammen mit Calendula extern eine bewährte Indikation.

Bitte beachten Sie:

Tritt eine Besserung der Beschwerden ein, muss die Einnahme abgesetzt bzw. reduziert werden, mehr dazu unter Handhabung homöopathischer Arzneien.

Gunpowder-Fall

Shirley Casey, eine lizenzierte Wildpflegerin in Evergreen und Mitbegründerin der WildAgain Wildlife Rehabilitation, berichtet über den Fall einer verletzten Wanderdrossel, die mit mehreren tiefen Katzenbissen in die Wildlife-Station gebracht wurde. Obwohl die Wunden täglich gereinigt und mit Betadine-Lösung gewaschen wurden, schienen sie nicht zu heilen und die Wanderdrossel verlor auch ihren Appetit. Am fünften Abend mit sah die Wildpflegerin, dass sich die Wunden verschlimmert hatten. Man sah beachtliches schwarzes und nekrotisches Gewebe an der Wunde und sie verströmte zudem einen widerlichen Geruch. Was nun? - der Tierarzt würde vor dem nächsten Tag keine Zeit haben.
Obwohl sie nicht sehr erfahren war in der Homöopathie, hatte sie homöopathisches Gunpowder und wusste, dass es bei schweren Infektionen sehr effektiv ist. Sie entschied sich, eine Einzeldosis Gunpowder C200 zu geben. Sollte der Vogel am nächsten Morgen noch leben, würde sie das weitere Vorgehen mit dem Tierarzt besprechen.
Am nächsten Morgen sahen die Wunden kleiner aus und waren nicht länger mit schwarzem Gewebe bedeckt. Der Geruch war verschwunden. Die Wildpflegerin war verblüfft über die Verbesserung des Vogels. Die Wunden heilten innerhalb weniger Tage vollständig ab und die Wanderdrossel wurde kurze Zeit später freigelassen.





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