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Materia Medica

Klassische Homöopathie

Schüssler Salze
Bachblüten


Samuel Hahnemann: Klassische Homöopathie

Opium, Schlafmohn


Opium (Schlafmohn)

Papaver somniferum, Klatsch- oder Schlafmohn, Familie der Papaveraceae (Op.)


Opium heißt eigentlich Opion (griech.) und wird aus dem eingedickten Milchsaft von Papaver somniferum, dem Schlafmohn hergestellt. Dieser Name leitet sich her aus Papa (keltisch= Brei, weil die Kelten ihren schreienden Babys Mohnsaft zur Beruhigung in den Brei mischten) und somnus=Schlaf (lat.). Schlafmohn wird bis 120 cm hoch und ist vorwiegend im Mittelmeerraum heimisch. Seine betäubende und schmerzlindernde Wirkung war schon in der Antike bekannt und wurde bereits 1500 v. Chr. in ägyptischen Schriftrollen erwähnt. Bei Ovid wird der Mohnsaft "Saft vom Kraut des Vergessens" genannt. Im alten China wurde er zusammen mit Cannabis indica zur Sedierung bei chirurgischen Eingriffen verwendet. In Europa wurde Opium schon im 16. Jhdt. als Allheilmittel geschätzt und die Tinktur mit Zusätzen von Safran, Zimt, Nelken und Wein unter dem Namen "Laudanum" vertrieben; man setzte es vorwiegend bei Schmerzen, Schlafstörungen, Hysterie, Husten und Durchfällen ein. Nachdem es um 1800 gelang, den Inhaltsstoff Morphin zu isolieren, etablierte sich die Arznei als Analgetikum und wurde ab 1826 vorwiegend zur Schmerzlinderung eingesetzt und war frei verkäuflich. So wuchs stetig das Heer der Morphinabhängigen und erst im Laufe der Zeit erkannte man das Suchtpotential der Arznei und heute unterliegt Opium dem Betäubungsmittelgesetz.
Opium enthält ca. 40 verschiedene Alkaloide wie u.a. Morphin, Codein, Papaverin, Narkotin; es wirkt zentral dämpfend, sedativ und analgetisch. Es kann in jeder Form konsumiert werden: oral, rektal, durch Rauchen, durch Injektion. Durch die Hemmung der Erregungsübertragung der Nervenbahnen werden unangenehme Reize wie Schmerz, Hunger oder Kälte herausgefiltert und ein euphorischer Zustand der Glückseligkeit tritt ein. Über lange Zeit konsumiert entwickelt sich eine Abhängigkeit mit Appetit- und Gewichtsverlust und Störungen der Persönlichkeit. Der Patient verfällt physisch und psychisch, es tritt eine Toleranzentwicklung ein, so dass er immer höhere Dosen benötigt um den gewünschten Effekt zu erzielen. Entzieht man ihm das Opium, treten innerhalb von Stunden Entzugserscheinungen auf. Bei der akuten Vergiftung tritt der Tod durch Atemlähmung ein. Opium unterliegt bis zur Potenz D5 der Verschreibungspflicht laut Betäubungsmittelgesetz.

J.W.v.Goethe lässt in Faust I den Dr. Faust den Mohnsaft als "Inbegriff der holden Schlummersäfte" preisen:
Ich grüße dich, du einzige Phiole!
Die ich mit Andacht nun herunterhole,
In dir verehr´ ich Menschenwitz und Kunst.
Du Inbegriff der holden Schlummersäfte,
Du Auszug aller tödlich feinen Kräfte,
erweise deinem Meister deine Gunst!

Polychreste - Konstitutionsmittel Opium

Während einige "kleine" Mittel vorwiegend auf bestimmte Organe einwirken und dadurch relativ leicht den akuten Beschwerden zuzuordnen sind, haben die "großen" Mittel, die sog. Polychreste (Polychrest=für vieles zu verwenden) ein sehr großes Wirkspektrum auf Körper, Psyche und Geist (Konstitutionsmittel).

Opium wirkt bevorzugt auf Beschwerden von

Zentralnervensystem, Gehirn, Gefäßnerven, Muskulatur.

Folgende Umstände können die Beschwerden ausgelöst haben:

(Causa):
Schreck, Schock, Furcht, Kränkung und Enttäuschung, Tadel, Scham, plötzliche Freude, Arzneimittel, Abführmittelmißbrauch, Tabak, Narkose, Blei, Jod, Alkohol, Sonne, Gas.

Typus/Konstitution laut klassischer Homöopathie

Der Menschentyp, für den Opium als Heilmittel besonders wirksam ist, hat typischerweise folgende Charakteristika:
Hellhaarige Personen mit eher schlaffen Muskeln und einer Reaktionsarmut auf Reize. Menschen, die selbst auf gut gewählte homöopathische Mittel nicht reagieren. Notorische Lügner. Ferner ist Opium passend für Kinder und alte Leute. Auch bei Alkoholikern ist es häufig angezeigt.

Kinder

Kinder, für die Opium als Heilmittel infrage kommt, haben typischerweise folgende Charakteristika:
Kinder schlafen sehr tief, fast wie im Koma und schnarchen. Kinder leiden unter Krampfanfällen mit lautem Schreien vor und während des Anfalles. Die Augen sind halb geöffnet und nach oben gedreht. Epileptische Anfälle treten während des Schlafes auf. Die Epilepsie wurde ausgelöst durch Schreck oder Schock. Krämpfe bei Kindern durch Annäherung von Fremden oder beim Stillen, ausgelöst durch einen Schreck der Mutter. Bei sämtlichen Beschwerden, die durch einen Schock ausgelöst wurden (z. B. nach Unfall, Operation, Tierbiß), kann Opium als Heilmittel angezeigt sein, auch wenn der Schock schon lange Zeit zurückliegt.

Stimmung/Gemüt laut klassischer Homöopathie

Opium ist eines der wichtigsten Heilmittel für Zustände, die durch Schock entstanden sind und/oder die nach einem Schock chronisch wurden, wie z. B. nach Erleben eines Unfalles, Gewalt, Operation, Lebensgefahr). Schlafsucht und extreme Schläfrigkeit, Konzentrationsverlust und Abgestumpftheit. Die Patienten ziehen sich in ihre Innenwelt zurück, sind apathisch und klagen nicht über ihre Beschwerden, sie haben keine Wünsche und möchten in Ruhe gelassen werden. Gefühle von Glückseligkeit und Euphorie. Sie sagen, sie seien nicht krank trotz heftigsten Fiebers und Delirium. Wachträume und Halluzinationen. Auch die entgegengesetzten Stimmungen können auftreten: heftige Furcht, Angstzustände und Schreckhaftigkeit, sogar Gewalttätigkeit. Die Stimmung ist niedergedrückt bis hin zu Selbstmordgedanken. Der Patient hat Sinnestäuschungen (Sehen, Schmecken, Tasten) und schreckliche Visionen, die immer wieder vor seinen Augen erscheinen, z. B. Teufel, Feuer, Geister. Der Patient denkt, er sei nicht zu Hause (auch Bryonia).

Kopf/Nervensystem

Übersteigerter Blutandrang zu Kopf und Gehirn mit rotem Gesicht. Opium ist häufig angezeigt bei Schlaganfall mit folgenden Symptomen: röchelnde Atmung, blau-rot aufgedunsenes Gesicht, stumpfsinniger Ausdruck oder wie betrunken, herabgefallener Kiefer, enge Pupillen ohne Reflex, heißer Schweiß, einseitige Lähmung, völlige Bewußtlosigkeit und Erschlaffung der Muskulatur, Atemstillstand. Weiterhin ist Opium eine Indikation bei Delirium ähnlich dem Delirium tremens: im Vorstadium Unruhe und Schlafstörungen, gereizte Stimmung mit Schwitzen und Schwindel, dann optische und akustische Halluzinationen, das Denken ist gestört sowie die Koordination, Orientierungsprobleme, Zittern, Herzklopfen; begleitend können epileptische Anfälle auftreten. Spastische Zuckungen besonders der Mundwinkel, verzerrte Gesichtszüge. Anfälle von Geschwätzigkeit. Kopfschmerzen, die im Hinterkopf beginnen und in Stirn und Gesicht ausstrahlen. Der Kopf ist glühend heiß und der Herzschlag wird gehört. Das Gehör ist überempfindlich und überscharf, Tinnitus. Die Aussprache und das Schlucken sind erschwert.

Brust/Atemwege

Lähmung der glatten Muskulatur: das Atmen ist schwierig und seufzend, der Patient gibt röchelnde Atemgeräusche von sich. Die Atmung ist sehr tief, unregelmäßig, setzt aus oder schnarchend mit Schleimrassseln. Beim Einschlafen gibt es Atemaussetzer, man muss die Betroffenen schütteln, damit sie weiteratmen. Die Betroffenen husten heftig, haben dabei Atemnot und das Gesicht wird blau; der Auswurf kann blutig sein. Kitzelhusten, auch mit blauem Gesicht und reichlich Schweißausbruch am ganzen Körper. Gähnen nach dem Husten. Der Hals ist trocken, das Schlucken ist schwierig, der Patient verschluckt sich dauernd oder das Geschluckte kommt aus der Nase wieder heraus. Heiserkeit (z. B. ausgelöst durch Schreck) und schwache Stimme, Verlust des Geruchssinnes. Der Patient spürt ein brennendes Gefühl am Herzen, eine Hitze im Brustkorb, Spannungs- und Einschnürungsgefühle. Herzklopfen tritt nach aufregenden Ereignissen auf.

Verdauung

Untätigkeit der Verdauungsorgane mit Lähmungen besonders des Darmes: Heftige Koliken, schwierige Blähungen und hartnäckige Verstopfung mit hartem Stuhl. Sog. Bleikoliken: der Bauch ist kahnförmig zusammengezogen durch die starken Muskelkontrakturen von Bauchdecke und Eingeweiden, kräftiger Druck mit der Hand bessert die Schmerzen. Unwillkürlicher Stuhlabgang durch Lähmung oder Schließmuskelschwäche. Meist besteht aber kein Stuhldrang. Der Stuhl ist hart und bildet kleine schwarze Kotballen. Opium ist eines der wichtigsten Mittel bei Obstipation nach Operationen und bei Darmlähmung. Chronische Verstopfung nach Abführmittelmißbrauch oder ständigen Einläufen. Die Patienten sind zwar hungrig, mögen aber nicht essen und haben einen starken Widerwillen gegen alle Nahrung. Durch die chronische Appetitlosigkeit magern sie stark ab, der Stoffwechsel ist verlangsamt. Der Mund ist trocken und es besteht ein brennender Durst. Schwieriges Sprechen durch Lähmung der Zunge. Auch Speichelfluß kann auftreten mit blutigem Schaum vor dem Mund. Der Magen ist aufgebläht, mit Druck und Schweregefühl, Übelkeit und Erbrechen, auch fortgesetztes Erbrechen durch Vergiftungen. Das Erbrochene kann blutig oder sogar grünlich sein. Darmverschluß mit Koterbrechen.

Uro-Genital-Organe

Opium ist auch angezeigt bei Nierenkolik mit ausstrahlenden Schmerzen in Hoden und Blase. Harnverhaltung bei Säuglingen oder nach Operationen. Harnverhaltung nach einer Entbindung. Blasenlähmung, es fehlt der Drang zum Urinieren obwohl die Blase voll ist. Unwillkürlicher Harnabgang nach Schreck oder Schock. Der Harnstrahl beginnt langsam und ist schwach. Frauen erleiden einen Uterusprolaps (Vorfall) nach Schreck oder Schock. Die Menstruation ist schmerzhaft und zwingt zum Zusammenkrümmen. Schluckauf in der Schwangerschaft. Die Schwangere leidet unter heftigen Bewegungen des Foetus. Durch Schreck oder Schock droht ein Abort. Krampfanfälle im Wochenbett mit Schläfrigkeit und komatösen Zuständen. Der Wochenfluß wurde unterdrückt durch Schreck oder Schock. Fehlende Menstruation oder unterdrückte Menstruation durch Schreck oder Schock. Männer leiden unter vermindertem Sexualtrieb oder unter Impotenz. Koma durch Nierenversagen und Urämie.

Extremitäten

Opium ist häufig angezeigt bei den Folgen eines Schlaganfalles mit schmerzloser meist halbseitiger Lähmung. Die Glieder zittern und zucken, auch Krämpfe können auftreten, die Krämpfe werden durch Licht ausgelöst oder verschlimmern durch Licht. Die Betroffenen haben einen zittrigen schleppenden Gang, klagen über Taubheitsgefühle und Schwäche, die Glieder sind kalt, ein Arm bewegt sich krampfartig hin und her. Lähmungen durch Alkohol, durch Medikamente oder durch Bleivergiftung. Beschwerden können durch Schreck oder Schock ausgelöst sein. Die Venen der Hände sind aufgetrieben. Gefühle, als ob die Beine vom übrigen Körper abgetrennt wären.

Haut

Die Haut ist stark gerötet, dunkelrot, livide bis blau, aber auch blaß. Der ganze Körper ist gerötet, vor allem Gesicht und Ohren. Rötung mit blauen Flecken. Der Körper ist in heißem Schweiß gebadet, nur nicht an den Beinen, und die Patienten möchten alle Kleidung von sich werfen. Juckreiz am ganzen Körper, ödematöse Schwellungen; auch Erythme und scharlachartige Hautausschläge. Geschwüre, die nicht schmerzen. Frostbeulen. Abmagerung mit runzliger blasser faltiger Haut, die herunterhängt (das Bild des alten Opiumrauchers), Marasmus der Kinder. Kalte Glieder. Abschilferung der Haut.

Schlaf

Bezeichnend für das Arzneimittelbild ist eine große Schläfrigkeit bis hin zu tiefem Koma. Der Schlaf ist sehr tief, die Atmung ist röchelnd, das Gesicht ist dunkelrot, die Augen sind halb geschlossen und blutunterlaufen, der Unterkiefer hängt herab. Die Patienten können aber auch schläfrig sein und dann nicht einschlafen können. Sie sind schlaflos durch Geräusche, ihr überempfindliches Gehör hält sie wach oder weckt sie bei dem geringsten Geräusch. Sie fahren hoch mit dem Ausdruck entsetzlicher Furcht. Erstickungsgefühl beim Einschlafen. Das Bett fühlt sich zu heiß an. Zupfen an der Bettwäsche während des Schlafes. Der Schlaf ist tief und schwer, nicht erfrischend und voller Träume, sie sind entweder schrecklich oder phantastisch und angenehm, oft erotisch.

Schmerzen

Mitteltypisch für Opium ist, dass Zustände, bei denen man normalerweise Schmerzen erwartet, schmerzlos sind wie z. B. Unempfindlichkeit von Geschwüren und Entzündungen. Neuralgische Kopfschmerzen, schlimmer morgens und mit dem Gefühl als ob der Kopf durch die Schmerzen an der Schädelbasis auf das Kissen niedergedrückt wird. Wehenartige Schmerzen der Gebärmutter mit Zusammenkrümmen und (oft vergeblichem) Stuhldrang. Vor allem drückende aber auch brennende und stechende Schmerzen kommen vor, weiterhin Gefühle von Zusammenschnürung.

Fieber

Das Opium Fieber ist charakterisiert durch Blutandrang zum Kopf, Schläfrigkeit, schnarchende Atmung, und heftigen Durst. Es kann ein sopor-artiger Zustand vorliegen, d. h. der Patient ist erstarrt und zeigt keine erkennbare psychische oder körperliche Aktivität. Die brennende Hitze erstreckt sich über den ganzen Körper und ist von heißem Schweiß begleitet, die Bettlaken fühlen sich zu heiß an und der Patient hat intensiven Durst. Der Schweiß lindert die Beschwerden nicht. Das Froststadium ist von Hitze im Kopf und großer Schläfrigkeit begleitet. Komaartige Zustände bei hohem Fieber. Mitteltypisch für Opium ist aber auch eine sehr niedrige Körpertemperatur.

Allgemeine Charakteristik und Leitsymptome von Opium:

Opium wirkt über das Nervensystem auf alle Organe ein: anfangs Euphorie, Schlaflosigkeit und Delirium, später dann Betäubungszustände, Somnolenz und Depression. Schläfrigkeit und Schlafsucht mit röchelnder Atmung und Schnarchen, tiefe Bewußtlosigkeit oder komatöse Zustände. Sinneseindrücke werden nicht wahrgenommen, Reizunempfindlichkeit, geringe oder keine Schmerzempfindung. Schmerzlosigkeit wo Schmerz erwartet wird, wie z. B. bei Geschwüren und Entzündungen. Dunkelrotes heißes Gesicht, rote Ohren und viel Schweiß, Zyanose, Herabhängender Unterkiefer. Anfangs Speichelfluß, dann Trockenheit der Mundschleimhaut. Enge Pupillen. Lähmungen und Spasmen der unwillkürlichen Muskulatur, Krämpfe, Zuckungen und Zittern. Apoplex (Schlaganfall). Krankheiten und Lähmungen als Folge von Schock- oder Schreckerlebnissen. Innerer Rückzug. Schreckhaftigkeit. Überempfindliches Gehör und Geräuschempfindlichkeit, Geruchsverlust. Beschwerden durch Drogenmißbrauch. Appetitverlust und starke Abmagerung. Gegensätzliche Zustände wie z. B. Ekel vor Essen oder starkes Verlangen, Heißhunger oder Appetitlosgkeit. Untätigkeit des Magen-Darm-Traktes mit Auftreibung. Chronische Obstipation mit hartem und trockenem Stuhl. Harn- und Stuhlverhalt nach Operationen. Harnverhalt trotz voller Blase. Darmlähmung, Darmverschluß. Schließmuskellähmung. Eingeklemmte Hernien. Kälte bessert, Wärme verschlimmert die Beschwerden. Mangel an Ansprechbarkeit auf gut gewählte homöopathische Mittel.

Modalitäten

(=alles was den Krankheitszustand verbessert oder verschlimmert)
Folgende Umstände sind typisch für Beschwerden, für die Opium als Heilmittel infrage kommt:
Besserung der Beschwerden durch:
kalte Speisen und Getränke, frische Luft, Abdecken, Spazierengehen.

Verschlechterung der Beschwerden durch:
Wärme, Hitze, während und nach dem Schlaf, während des Schwitzens, durch Stimulanzien.

Speisen und Getränke

Typischerweise besteht bei dem Opium-Patienten ein Verlangen nach Alkohol, insbesondere nach Weinbrand, obwohl er die Beschwerden eher verschlimmert. Meist magern die Betroffenen auf, weil sie keinen Appetit haben und eine Abneigung gegen jegliches Essen. Opium ist daher häufig bei Bulimie und Anorexie angezeigt. Wein kann die Beschwerden bessern, Tabak wird abgelehnt.

Sonstiges

Gelsemium sollte nicht zusammen mit Opium eingenommen werden.

Hauptanwendungsgebiete von Opium:

Beschwerden des Gemütes wie
Angststörungen, Alkoholismus, Apathie, Bettnässen, Bulimie (Ess-Brech-Sucht), Depression, Gedächtnisschwäche, Gedankenandrang, geistige Verwirrung, Hypochondrie, innere Unruhe, Manie, Neurosen, Reizblase, Reizdarm, Schlafstörungen, Senile Demenz, Suchterkrankungen, vegetative Dystonie, Wahnideen.
Beschwerden des Nervensystems wie
Alzheimer-Krankheit, Delirium tremens, Epilepsie (Krampfanfälle), Gasvergiftung, Hemiplegie, Katalepsie, Multiple Sklerose (MS), Morbus Parkinson (Schüttellähmung) Neuralgien, Neuritis (Nervenentzündung), Scheintod, Tetanus, Verletzungsschock.
Beschwerden des Kopfes wie
Gesichtsakne, Haarausfall, Kopfschuppen, Kopfschmerzen, Lippenherpes, Migräne, Morbus Meniere, Mundwinkeleinrisse, Nasenbluten, Schädelhirntrauma, Schnarchen, Schwindel, Sonnenstich, Zahnschmerzen, Zähneknirschen.
Beschwerden der Augen wie
Ambylopie (Schwachsichtigkeit), Amaurose (Lähmung des Sehnerv), Augenmuskellähmung, Augenzucken, Entzündung der Hornhaut (Keratitis), der Lider (Blepharitis), Fremdkörper, Gersten- und Hagelkorn, Grauer Star (Katarakt), Grüner Star (Glaukom), Konjunktivitis (Bindehautentzündung), Lidrandentzündung, Netzhautentzündung (Retinitis), Photophobie (Lichtempfindlichkeit), Strabismus (Schielen), Trockenheit, Tränenfluß, Trübung der Hornhaut, Verletzungen der Augen.
Beschwerden der Ohren wie
Hörsturz, Ohrekzem, Otitis media (Mittelhrentzündung), Schwerhörigkeit, Taubheit, Tubenkatarrh, Tinnitus (Ohrgeräusche).
Beschwerden der Brust und Atemwege wie
Angina pectoris (Herzkranzgefäßverengung), Asthma bronchiale, Bronchitis, Bronchiektasen, Brustwarzenentzündung, COPD, Emphysem, Herzbeschwerden, Herzinfarkt, Laryngitis (Kehlkopfentzündung), Lungenemphysem, Mukosviszidose, Mundgeruch, Pharyngitis (Rachenentzündung), Pleuritis (Rippenfellentzündung), Pneumonie (Lungenentzündung), Rhinitis (Schnupfen), Sarkoidose, Schlafapnoe, Sinusitis (Nebenhöhlenentzündung), Tonsillitis (Mandelentzündung), Tuberkulose.
Beschwerden von Stoffwechsel/Verdauung wie
Adipositas, Aphten, Cholera, Cholezystitis (Gallenblasenentzündung), Colitis ulcerosa (Darmentzündung), Darmlähmung, Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), Diarrhoe (Durchfall), Divertikulosel, Enteritis (Dünndarmentzündung), eingeklemmte Hernien, Fettleber, Flatulenz (Blähsucht), Gallensteine, Gastritis (Magenschleimhautentzündung), Gicht, Hepatitis (Leberentzündung), Meteorismus (Auftreibung), Morbus Crohn, Nahrungsmittelunverträglichkeit, Obstipation (Verstopfung), Reizmagen, Reizdarm, Sodbrennen, Schluckauf, Stomatitis (Mundschleimhautentzündung), Übelkeit und Erbrechen, Ulcus ventriculi (Magengeschwür), Ulcus duodeni (Zwölffingerdarmgeschwür), Vergiftungen.
Uro-Genital-Beschwerden wie
Afterfissuren, Amenorrhoe (fehlende Menstruation), Blasen- und Gebärmuttersenkung, Blasenlähmung, Endometriose, Eierstockzyste, Nephritis (Nierenentzündung), Ovarialtumor, Pyelonephritis (Nierenbeckenentzündung), Hämorrhoiden, Hodenentzündung, Myome, Nierensteine, Prostatitis, Prostatahypertrophie (Vergrößerung der Prostata), Urämie, Urethritis (Harnröhrenentzündung), Zystitis (Blasenentzündung)
Allergische Beschwerden wie
Heuschnupfen, Asthma, Allergien, Ekzeme, Neurodermitis, Quaddeln, Urtikaria (Nesselsucht).
Hormonelle Beschwerden wie
Eklampsie, Fluor (Ausfluß), klimakterische Beschwerden, Menstruationsbeschwerden, Morbus Basedow, Nachwehen, PMS (prämenstruelles Syndrom), Pubertätsprobleme, Schwangerschaftsbeschwerden, Stillprobleme, Struma (Kropf), Thyreoiditis (Entzündung der Schilddrüse), übermäßige Bewegung des Foetus, Über- und Unterfunktion der Schilddrüse.
Beschwerden des Bewegungsapparates wie
Arthritis (Gelenkentzündung), Arthrose, Fibromyalgie (Weichteilrheuma), Ischialgie, Lumbago (Hexenschuß), Morbus Bechterew, Osteoprose, Rheuma, Rückenschmerzen, Verletzungen wie Frakturen, Stauchung, Verrenkung, Zerrung.
Hauterkrankungen wie
Abszesse, Akne, Dekubitus (Wundliegen), Drüsenschwellungen, Ekzeme, Erytheme, Fisteln, Frostbeulen, Furunkel, Herpes zoster (Gürtelrose), Hautausschläge, Hühneraugen, Impetigo (Grindflechte), Keloide, Nagelgeschwür, Narben, Neurodermitis, Paronychie (Nagelbettentzündung), Pruritus (Juckreiz), Psoriasis (Schuppenflechte), Rhagaden, Urtikaria (Nesselsucht), Wundheilungsstörungen, Ulcus cruris (offenes Bein), Vitiligo (Weißfleckenkrankheit), Warzen, Zysten.
Krankheiten von Herz und Gefäßen wie
Apoplexie (Schlaganfall), Anämie, Angina pectoris (Herzkranzgefäßverengung), Arteriosklerose, Blutungen, Entzündungen (Phlebitis), Hämorrhoiden, Herzbeschwerden, Herzrhythmusstörungen, Hypertonie (Bluthochdruck), Hypotonie (niedriger Blutdruck), Koronare Herzkrankheit, Roemheld-Syndrom, Thrombose, Varizen (Krampfadern), Wassersucht (Ödem).


Ferner Infektionskrankheiten wie grippaler Infekt, Influenza, periodisch wiederkehrende Fieberzustände, Keuchhusten, Masern, Lähmungen, Schwäche, Ohnmachtsneigung und viele weitere Erkrankungen!

Bitte beachten Sie:

Tritt eine Besserung der Beschwerden ein, muss die Einnahme abgesetzt bzw. reduziert werden, mehr dazu unter Handhabung homöopathischer Arzneien.




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