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Materia Medica

Klassische Homöopathie

Schüssler Salze
Bachblüten


Samuel Hahnemann: Klassische Homöopathie

Symphytum officinale, Beinwell


Symphytum, Beinwell

Beinwell, Comfrey, Familie der Boraginaceae (Symph.)


Der Beinwell ist ein Borretschgewächs und wächst in Europa an Flußufern und auf Wiesen. Schon Paracelsus und Hildegard von Bingen erwähnen den Beinwell und selten sagt ein Name soviel aus wie dieser: übersetzt aus dem Lateinischen bedeutet Symphytum Zusammengeführtes, Zusammengewachsenes; im Altdeutschen ist "Bein" die Bezeichnung für Knochen und "well" bedeutet heil. Folgerichtig setzt die Volksmedizin den Beinwell schon seit jeher als Heilmittel bei Frakturen und Knochenverletzungen ein, besonders wenn die Knochenhaut in Mitleidenschaft gezogen wurde. Die Urtinktur wurde auch äußerlich als Umschlag bei Wunden und Geschwüren eingesetzt.
In der klassischen Homöopathie wird Symphytum häufig verordnet und ist bei der Behandlung von Knochenkrankheiten und -verletzungen aller Art nicht wegzudenken.

Symphytum wirkt bevorzugt auf Beschwerden von

Stütz- und Bindegewebe, Knochen, Knochenhaut, Augen.

Folgende Umstände können die Beschwerden ausgelöst haben:

(Causa): stumpfe Verletzungen. Knochenbrüche. Arthrose. Knochenkrebs.

Hauptanwendungsgebiete von Symphytum

- stumpfe Verletzungen
- Verstauchungen
- Frakturen (Knochenbrüche)
- Knochenheilungsstörungen
- Arthrose
- Osteoporose
- Ostitis/Periostitis ( Entzündung von Knochen und Knochenhaut)
- Magengeschwür (Ulcus ventriculi)
- Dünndarmgeschwür (Ulcus duodeni)
- Knieneuralgie
- Augenverletzungen, Schlag aufs Auge
- Knochenkrebs (Osteosarkom)
- Kieferhöhlenkrebs
- Nasenkrebs
- Entzündung des Unterkiefers
- Amputationsneuralgien (Nervenschmerz nach Amputation)
- Wunden wie Riss- und Schusswunden
- Glasknochenkrankheit

Stimmung/Gemüt laut klassischer Homöopathie

Die Beschwerden begleitend können folgende typische Gemütszustände auftreten:
Vergeßlich. Verweilt gedanklich bei vergangenen unangenehmen Ereignissen.

Schmerzen

Schmerzen für die Symphytum als Heilmittel infrage kommt, haben typischerweise folgende Charakteristika:
Symphytum ist häufig angezeigt wenn Verletzungen geheilt sind und noch weiterhin Schmerzen bestehen. Die Schmerzen werden als stechend und nagend, oder auch wühlend und grabend empfunden, oder auch wie prickelndes Stechen. Schmerzen auch durch Arthrose und Osteoporose.

Allgemeine Charakteristik und Leitsymptome von Symphytum:

Symphytum ist das Spezifikum für alle Knochenerkrankungen wie z. B. bei stumpfen Verletzungen, Knochenbrüchen, Knochenheilungsstörungen bis hin zu Knochenkrebs. Häufig angezeigt in der Sportmedizin. Frakturen besonders der langen Röhrenknochen. Degenerative Prozesse der Wirbelkörper. Fördert die Kallusbildung, regt Knorpel- und Zellbildung an. Nach OP an Knochen. Lindernd bei Arthrose- und Osteoporoseschmerzen. Amputationsschmerzen. Schlag aufs Auge, blaues Auge durch z. B. Schneeball oder Faust. Entzündungen im Unterkiefer. Paradentose. Eigentümliches prickelndes Stechen.

Modalitäten

(=alles was den Krankheitszustand verbessert oder verschlimmert)
Folgende Umstände sind typisch für Beschwerden, für die Symphytum als Heilmittel infrage kommt:
Besserung der Beschwerden durch:
nicht geprüft

Verschlechterung der Beschwerden durch:
nicht geprüft

Sonstiges

Bei stumpfer Verletzung des Augapfels ist Symphytum Arnika vorzuziehen.
Als Urtinktur ist Symphytum leicht lebertoxisch und sollte daher nur potenziert eingenommen werden.
Hüftprothesen verwachsen unter Symphytum besser mit dem Oberschenkelknochen.
Symphytum wird vorwiegend organbezogen in tiefer Potenz (D3 - D6) verordnet.
Nach Verletzungen ist Symphytum häufig das Folgemittel von Arnika.

Bitte beachten Sie:

Tritt eine Besserung der Beschwerden ein, muss die Einnahme abgesetzt bzw. reduziert werden, mehr dazu unter Handhabung homöopathischer Arzneien.

Fraktur des Sprunggelenks - Fall aus der Praxis

Herr J. hatte vor einiger Zeit eine Knochenfraktur und kommt nun zur Nachbehandlung in die Praxis. Herr J. ist 28 Jahre alt und Zimmerer von Beruf; bei der Arbeit war er aus geringer Höhe gestürzt und hatte sich das rechte Sprunggelenk gebrochen. Es handelte sich um einen komplizierten Bruch, der chirurgisch behandelt werden musste. Jetzt trägt er zur Ruhigstellung einen Gips. Er berichtet, dass er immer noch Schmerzen habe, besonders nach Anstrengungen wie Treppensteigen; der Schmerz sei wie nagend und es fühle sich an, als sei der Knochen trotz OP immer noch gebrochen und überempfindlich. Besonders abends kribbelt und sticht es im Gelenk. Er habe vor Jahren schon einmal eine Fraktur des linken Beines gehabt, damals sei er aber viel schneller beschwerdefrei gewesen und daher sei er jetzt verunsichert.
Nach einigen weiteren gezielten Fragen verschreibt der Homöopath Herrn J. das homöopathische Arzneimittel Symphytum D6, welches er 2mal täglich bis zur Besserung einnehmen soll.

Begründung der Mittelwahl

Aufgrund der Causa (Knochenfraktur) kommt hier das Arzneimittel Symphytum zur Anwendung, nicht zuletzt weil es sich vor allem bei langsamer Knochenheilung bewährt hat und die Kallusbildung fördert. Auch die geschilderten Symptome finden sich im Arzneimittelbild von Symphytum wieder und sichern die Verschreibung.




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