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Nahrungs-
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Naturwirkstoffe
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Alpha-Liponsäure



Auch in Spinat ist viel Alpha-Liponsäure enthalten
Die in den 1950er Jahren isolierte Substanz ist eine schwefelhaltige Fettsäure, die in allen Zellen des menschlichen Körpers vorkommt. Nachdem die Forscher herausfanden, dass der Stoff vom menschlichen Körper auch selbst hergestellt wird, wurde ihm die Bezeichnung "Vitamin" wieder aberkannt. Alpha-Liponsäure ist als so genannter Kofaktor an zentralen Vorgängen des Energiestoffwechsels der Körperzellen beteiligt und wirkt als Antioxidans. Die beim chemischen Abbau der Alpha-Liponsäure entstehenden Produkte wirken teils noch stärker antioxidativ als die Alpha-Liponsäure selbst, was die Säure für uns sehr nützlich und wertvoll macht. Andere Antioxidantien, die "verbraucht" werden, kann sie wieder regenerieren. Hierzu zählen wichtige Vitamine aus dem B-Komplex und der im menschlichen Körper enorm wichtige Radikalfänger Glutathion.

Besonderheiten in der Wirkung und Vorkommen

Alpha-Liponsäure ist in ihrer antioxidativen und zellschützenden Wirkweise ähnlich einzustufen wie die pflanzlichen Wirkstoffe Kurkumin in Kurkuma und Resveratrol. Sie unterscheidet sich aber in ihrer größeren Flexibilität: Alpha-Liponsäure ist sowohl in Fett als auch in Wasser löslich. Sie kann damit an allen Orten und Gewebearten des Körpers wirken. Außerdem eignet sich Alpha-Liponsäure zur Ausleitung von Schwermetallen, da das Molekül durch die so genannte Chelatierung Schwermetalle an sich zu binden vermag. Gute Quellen für die Aufnahme von Alpha-Liponsäure über die Nahrung sind Leber, Niere, Herz, Muskelfleisch und Hefe, aber auch Gemüse wie Spinat, Broccoli und Kartoffeln. Für den medizinischen Gebrauch eignen sich Tabletten, bei hohem Bedarf auch Injektionslösungen, die eine bessere Dosierbarkeit und Wirksamkeit aufweisen.

Heilanwendungen der Alpha-Liponsäure:




- Neuropathien, Angiopathien: insbesondere durch Diabetes werden kleinste Blutgefäße, die Nervenbahnen versorgen, durch den zu hohen Blutzuckerspiegel geschädigt. Alpha-Liponsäure kann helfen, diese Schäden zu beseitigen und die Nervenfasern zu erhalten. Schmerzen, Kribbeln, Taubheit und Parästhesien kann so vorgebeugt werden

- Neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer, Parkinson, Chorea Huntington: das Alpha-Liponsäuremolekül passiert die Blut-Hirn-Schranke mühelos und schützt im Hirngewebe vor Verschleiß, der hauptsächlich durch freie Radikale  verursacht wird. Sie bietet wegen ihrer gefäßprotektiven Wirkung auch einen Schutz vor Schlaganfällen

- Diabetes: Alpha-Liponsäure optimiert den Energiestoffwechsel der Zellen und fördert so die Normalisierung des Blutzuckerspiegels. Injiziertes Insulin schlägt besser an, d.h. die Menge an Insulin kann verringert werden. Einem diabetischen Leberschaden kann durch Alpha-Liponsäure hervorragend vorgebeugt werden

- Augen- und Lebergesundheit: aufgrund der antioxidativen Wirkung kann die Alpha-Liponsäure dem Grauen Star (Katarakt) vorbeugen und die Leber schützen, unter anderem durch Regeneration des Glutathions, das eine zentrale Rolle bei Entgiftungsvorgängen spielt

- Entgiftung: Alpha-Liponsäure leitet durch Chelatbildung Schwermetalle wie Blei, Amalgam oder Kupfer aus. Ein hoher Anteil von Antioxidantien im Blut hilft auch gegen die Auswirkungen von radioaktiver Verstrahlung

- Immunmodulation, Krebsvorsorge: das zentrale Molekül für antioxidative Effekte und die Stimulation der Immunantwort (Killer-Zellen, T-Zellen) ist das Glutathion. Alpha-Liponsäure regeneriert es und unterstützt damit zahlreiche Heilprozesse, u.a. die Rückbildung von Tumoren

Alpha-Liponsäure wirkt möglicherweise lindernd auf Symptome von weiteren Erkrankungen wie u.a. Asthma, Bronchitis und Schizophrenie. Hierzu muss jedoch noch weitere medizinische Forschung betrieben werden.

Diabetiker, die Alpha-Liponsäure einnehmen, sollten regelmäßig ihre  Blutzucker- und Insulinwerte abstimmen, da durch den Gebrauch der Alpha-Liponsäure die benötigte Insulinmenge reduziert werden kann. Ansonsten ist Alpha-Liponsäure sehr gut verträglich, und die Nebenwirkungen (u.a. allergische Reaktion) sehr selten.
Es empfiehlt sich, Eisen-, Calcium- und Magnesiumpräparate zeitlich versetzt einzunehmen, da durch die Chelatbildung mit den Metall-Ionen sonst die Wirkung abschwächen könnte.



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