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Milchsäure


Auch aus der Milch kann Milchsäure entstehen.

Natürliche Fermentation

Milchsäure (chemisch bezeichnet als 2-Hydroxypropansäure) entsteht durch die so genannte Milchsäuregärung, aus Milchprodukten oder pflanzlichen Rohstoffen wie Weißkraut, Gemüse oder Getreide. Verantwortlich für diese Reaktion sind verschiedene Arten von Milchsäurebakterien. Wichtige Kulturprodukte der Milchsäuregärung sind Sauerkraut, Joghurt, aber auch gegärte Maissilage als Tierfutter. Milchsäure macht Lebensmittel länger haltbar, da sie die Besiedelung mit anderen Keimsorten verzögert. Im Prinzip kann jedes zuckerhaltige Lebensmittel durch Milchsäuregärung haltbar und bekömmlicher gemacht werden.

Linksdrehend oder rechtsdrehend?

Die räumliche Ausrichtung der Atome in der Milchsäure wird aus Sicht der Chemiker unterschieden in links- und rechtsdrehende Milchsäuremoleküle. Für den Menschen ist das bedeutsam, denn die linksdrehende Milchsäure macht den Körper anfälliger für Entzündungen bzw. wird in einem kranken Körper vermehrt gebildet. Gaben von rechtsdrehender Milchsäure wirken dem entgegen und gleichen den Milchsäurehaushalt aus. Auch größere Mengen an rechtsdrehender Milchsäure sind physiologisch unbedenklich, und können in der Leber zum körpereigenen Speicherzucker Glykogen "umgebaut" werden.

Gesundheitsfördernde Wirkungen der Milchsäure



- Milchsäuretherapie: Stauungen, Verhärtungen und Schmerzen durch Überschuss an linksdrehender Milchsäure werden durch Einnahme von rechtsdrehender Milchsäure gelöst

- Verdauung/Nährstoffaufnahme: Milchsäure verbessert die Resorption von Vitalstoffen wie Kalzium im Darm. Sie wirkt anregend auf die Darmbewegung (Peristaltik) und fördert den Erhalt einer gesunden Darmflora

- Reizdarm: hoch dosierte Milchsäurebakterien (z.B. Lactobazillen) lindern die typischen Beschwerden eines Reizdarms wie Bauchschmerzen, Blähungen und Verstopfung. Nach Eingriffen, welche die natürlichen Darmabakterien zerstören (z.B. durch Antibiotika und Chemotherapie), wird die natürliche Darmflora durch Gaben von Milchsäurebakterien schneller wieder aufgebaut

- Nährstoffversorgung: Fermentierte Milchprodukte enthalten eine Vielzahl von Vitaminen, z.B. die B-Vitamine Riboflavin und Biotin, und machen die Aminosäuren in der Nahrung für den Menschen besser verfügbar. Milchsauer vergorene Gemüse wie Sauerkraut enthalten besonders viel Mineralstoffe und Vitamine A, C und K

- Darmkrebsprävention: Milchsäurebakterien wirken entgiftend, entschlackend, blutreinigend und desinfizierend. Das Immunsystem wird durch Milchsäure gefördert und eine Ansiedlung von schädlichen Bakterien verhindert

- Vaginalinfektionen, Verletzungen der Scheidenschleimhaut: der Wiederaufbau der natürlichen Vaginalflora, welche Besiedelung durch Krankheitskeime verhindern soll, wird durch Milchsäure unterstützt. Der normale pH-Wert der Scheide liegt zwischen 3,8-4.4, ist also sauer

- Akne, Psoriasis, Verhornungsstörungen: Milchsäure gehört zu den AHA, den α-Hydroxysäuren, welche reguierend auf die Hornhautbildung wirken. Milchsäure wirkt leicht antibakteriell und positiv auf den pH-Wert der Haut

- Hautpflege: Milchsäurepflegeprodukte wirken entschuppend, stimulieren die Kollagenproduktion und spenden Feuchtigkeit. Sie sind daher auch für trockene und reife Haut geeignet

Milchsäure ist in geringem Maße ein natürlicher Bestandteil im Säureschutzmantel der Haut. Man sollte sie nur stark verdünnt anwenden, z.B. als zubereitetes Hautpflegeprodukt. Bei Anwendung von milchsäurehaltigen Cremes, Lotions etc. auf der Haut sollte eine intensive Sonneneinwirkung unmittelbar danach vermieden oder Sonnenschutz aufgetragen werden.




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