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Schüssler Salze

Bachblüten


Homöopathie

Histamin-Intoleranz


Ich schütze mich vor Angriffen - Schüssler-Salze, Bachblüten und Heilpflanzen helfen dabei


Bei einer Histamin-Intoleranz handelt es sich um eine Unverträglichkeit/Pseudoallergie gegenüber der Substanz Histamin. Es sind hauptsächlich Frauen im Alter zwischen 30 - 50 Jahren davon betroffen.
Histamin ist eine körpereigene Substanz, die nahezu überall im Körper zu finden ist (z. B. Haut, Lunge, Magenschleimhaut). Histamin wird als Botenstoff im Rahmen eines Entzündungsgeschehens freigesetzt, im Magen-Darm-Bereich hat es einen regulierenden Einfluss auf die Magensäure und im Nervensystem wirkt es als Neurotransmitter und reguliert u.a. unseren Schlafrhythmus.
Bei entzündlichen, allergischen und toxischen Vorgängen kommt es im Körper zu einer unverhältnismäßigen Freisetzung von Histamin, was zu Juckreiz, Schwellungen, Schmerzen und zu Störungen im Bereich der glatten Muskulatur (beispielsweise in den Bronchien) führen kann.

Histamin wird aber nicht nur vom Körper selber produziert, sondern kann auch durch die Nahrung (z. B. durch Hartkäse, eiweißreiche Lebensmittel, Rotwein, Nüsse, Thunfisch, Fertigprodukte, Bier) und durch Medikamente (z. B. Acetyl­Salicyl­Säure, Ambroxol) aufgenommen werden, wo es in der Regel durch Enzyme (Diaminoxidase) vom Körper im Dünndarm wieder rasch abgebaut wird.
Kommt es zu einer Störung beim Histaminabbau steigt der Histamin-Spiegel im Körper an. Dadurch kann es zu zahlreichen Beschwerden im Körper kommen:

- plötzliche Hautrötungen
- Juckreiz
- anschwellende Nasenschleimhaut, laufende Nase, Niesen
- Hustenreiz
- Magen-Darm-Problem (Übelkeit, Erbrechen, Durchfall)
- Schlafstörungen
- Müdigkeit
- Wasseransammlungen, Ödeme
- Kopfschmerzen, Migräneanfälle
- Schwindel
- Herzrasen
- Blutdruckabfall
- Entzündungsanfälligkeit
- Wetterfühligkeit

Der oder die genauen Auslöser können meist nur schwer gefunden werden. Zur genauen Diagnose erfolgt zunächst der Ausschluss anderer Erkrankungen.
Wichtig! Bei einer Histamin-Intoleranz handelt es sich um eine Ausschlussdiagnose, d.h. andere Ursachen für die Beschwerden müssen ausgeschlossen werden, z. B. eine Nahrungsmittelallergie oder eine entzündliche Darmerkrankung!

Ein Hinweis für eine Histamin-Intoleranz ist das zeitnahe Auftreten der Symptome nach dem Verzehr bestimmter Lebensmittel oder Arzneimittel. Hierzu empfiehlt sich ein Ernährungstagebucht, welches über einige Woche zu führen ist.
Es kann auch ein Histamin-Provokationstest (unter ärztlicher Aufsicht) durchgeführt werden. Dabei kann festgestellt werden, in welchem Bereich die persönliche Histamin-Intoleranz liegt.

Als Therapie empfiehlt sich eine 3-teilige Ernährungsumstellung:
1. Teil: Histamin über einen Zeitraum von ca. 14 Tagen meiden (z. B. mit einer speziellen Diät)
2. Teil: über eine Dauer von ca. 6 Wochen bestimmte Lebensmittel wieder auf den Speiseplan setzen und austesten (dabei Ernährungs- inkl. Symptomtagebuch führen)
3. Teil: einen individuellen Ernährungsplan aufgrund der Erfahrungen im 2. Teil zusammenstellen

Bei einer Histamin-Intoleranz kann das fehlende Enzym (Diaminoxidase) auch in Kapseln kurz vor den Mahlzeiten eingenommen werden, die Wirkung bezieht sich aber nur auf das durch die Nahrung aufgenommene Histamin! Den optimalen Effekt erzielt man mit dieser Enzymergänzung meist nur, wenn man sich histaminarm ernährt.

Im Rahmen der Naturheilkunde bestehen sehr gute Möglichkeiten der Histamin-Intoleranz entgegenzusteuern. Schüssler Salze haben einen regulierenden Einfluss auf das Immunsystem, Bachblüten sorgen für eine seelische Balance und Heilfasten-Kuren oder eine Säuren-Basen-Diät steigern die Funktionalität im Rahmen des Verdauungssystems.

Bachblüten

Beech (Rotbuche)
Die Bachblüte Nr. 3 Beech ist die Blüte für Allergiker. "Beech" fördert die Toleranz und das Verständnis gegenüber seiner Umwelt, was sich auch auf der körperlichen Ebene bemerkbar macht.

Eine weitere wichtige Bachblüte ist Crab Apple, die Nr. 10. Sie verhilft dem Patienten zu mehr Leichtigkeit im Bezug auf Perfektionismus und Ordnungswahn. "Crab Apple" lässt das Leben mehr "fließen" und verhilft der "inneren Abwehr", welche auch oft mit Angst verbunden ist, zu mehr Gelassenheit und leichterer Akzeptanz des Lebensflusses.

Holly, die Bachblüte Nr. 15 ist angezeigt bei Menschen mit Hang zu Neid und Eifersucht. Organbezogen zeigt sie Wirkung bei plötzlichen, unkontrollierten Entzündungen des Körpers. Sie macht toleranter und verhilft zu mehr Verständnis und Liebe anderen gegenüber.


Die Schüssler Salze Therapie:

Das Schüssler-Salz Nr. 2 Calcium Phosphoricum wirkt stabilisierend und festigend auf die Zellmembranen, so dass diese widerstandsfähiger gegenüber (pseudo)-allergischen Reaktionen werden.
Ideale Einnahmezeit: in den Morgenstunden (tägl. 2 - 3 Salze langsam im Mund zergehen lassen)

Das Schüssler-Salz Nr. 3 Ferrum Phosphoricum gilt als das Entzündungsmittel der Biochemie. Treten aufgrund einer Histamin-Intoleranz Entzündungszeichen wie Juckreiz, Schwellungen und Hautrötungen auf, so weist dieser Mineralstoff eine beruhigende und lindernde Wirkung auf und schafft so Abhilfe im Rahmen der Beschwerden.
Verabreichung:
Bei "Hautrötungen/Juckreiz" als Schüssler-Salbe - mehrmals täglich dünn auf die betroffenen Stellen auftragen,
zudem stündlich 2 - 3 Salze langsam im Mund zergehen lassen.

Das Schüssler-Salz Nr. 4 Kalium Chloratum zählt als 2. Entzündungsmittel und hat obendrein einen großen Bezug zu den Schleimhäuten. Bei Bläschen-Bildung, anschwellender Nasenschleimhaut und Magen-Darm-Beschwerden kann es abwechselnd zum Schüssler-Salz Nr. 3 verabreicht werden.
Verabreichung:
Bei Hautauschlag mit Bläschenbildung oder bei anschwellender Nasenschleimhaut als Schüssler-Salbe - mehrmals täglich dünn auf bzw. um die betroffenen Stellen auftragen,
und zudem stündlich 2 - 3 Salze (im Wechsel mit dem Schüssler-Salz Nr. 3) langsam im Mund zergehen lassen

Das Schüssler-Salz Nr. 8 Natrium Chloratum reguliert den Wasser- und Feuchtigkeitshaushalt in unserem Organismus. Bei Bläschenbildung, Schwellungen, Wasseransammlungen, Ödembildung und laufender Nase sorgt die Nr. 8 für eine Linderung der Beschwerden.
Zusätzlich fördert das Salz die Schleimbildung und unterstützt so den (Wieder-)Aufbau der angegriffenen Nasen- bzw. Magenschleimhaut.
Im Akutfall ca. 10 Salze von "Natrium-Chloratum" in einem Glas mit abgekochtem Wasser auflösen und alle zwei Stunden jeweils 1 Glas davon langsam schluckweise trinken.
Bei einer Bläschenbildung kann das gleichzeitige Auftragen der Schüssler-Salbe Nr. 8 gute Dienste leisten.

Ein Ungleichgewicht im Säuren-Basen-Haushalt kann die Histamin-Intoleranz begünstigen. Das Schüssler-Salz Nr. 9 Natrium Phosphoricum hat einen regulierenden Einfluss auf den Säurehaushalt und unterstützt dadurch die physiologischen Prozesse im Organismus.
Ideale Einnahmezeit: abends (täglich 2 - 3 Salze langsam im Mund zergehen lassen)

Natrium Sulfuricum, das Schüssler-Salz Nr. 10 kurbelt die notwendige Ausscheidung von zu viel angesammelter Flüssigkeit (z.B. bei Schwellungen und Ödemen) im Organismus an und löst dadurch Blockaden und Stauungen auf, so dass der Energiefluss wieder ungehindert fließen kann.
Ideale Einnahmezeit: in den Vormittagsstunden (2 - 3 Salze täglich langsam im Mund zergehen lassen)


Ernährung

Ausschlaggebend im Rahmen der Ernährungstherapie bleibt ist die Verringerung der Histaminzufuhr.
Zu vermeiden sind deshalb eiweißlastige Kost, Meeresfrüchte, lang gereifte Käsesorten, geräucherter Fisch, Fischkonserven, Sauerkraut und fermentiertes Gemüse, Nüsse, Essig, Rotwein und Bier. Auch Zusatzstoffe in Lebensmittel Glutamat oder Hefeextrakt können die Beschwerden verursachen.
Bevorzugt sollten frische und möglichst wenig verarbeite Nahrungsmittel werden, denn bei Lebensmittel die am Verderben sind, erhöht sich die Histaminmenge noch zusätzlich!

Der oder die genauen Auslöser können im Rahmen der Histamin-Intoleranz meist nur schwer gefunden werden, deshalb muss jeder Betroffene individuell seine eigene Toleranzgrenze austesten, um herauszufinden, welche Lebensmittel er in welchen Mengen noch vertragen kann bzw. komplett meiden sollte. Hilfreich ist dabei das Führen eines speziellen Tagebuchs, in dem notiert wird, wann was gegessen wurde und welche Symptome zeitnah auftreten.

Zu Beginn der Therapie ist eine konsequente histaminarme Ernährung für einen Zeitrahmen von ca. 14 Tagen unumgänglich. Danach beginnt die Austest-Phase (ca. 6 Wochen), in der dem Körper langsam histaminhaltige Lebensmittel zugeführt werden und die Reaktionen darauf in einem Tagebuch notiert werden. So kann jeder Betroffener seinen eigenen Ernährungsplan aufstellen, um für sich einen Weg zu finden mit der Intoleranz am besten zurecht zu kommen.

Als Getränk empfiehlt sich kohlensäurefreies Wasser in ausreichender Trinkmenge (mind. 2 Liter pro Tag)!

Naturheilkundlich werden auch immer wieder gute Erfahrungen mit einer Entgiftungs- oder Heilfastenkur bzw. mit einem Basenfasten gemacht.
Die Nahrungsaufnahme während einer Entgiftungskur hängt von der Art und Weise (Heilfasten, Leber-Galle-Reinigung, Reis-Fasten etc.) der Kur ab.
Im Nachhinein kann dann mit der Austest-Phase weitergemacht werden. Unter Umständen hat sich die Histamin-Intoleranz verbessert und dem gelegentlichen Genuss von histaminhaltigen Produkten steht nichts mehr im Wege.
Wer keine Fastenkuren verträgt, die Naturheilkunde hat auch hier neben den Schüssler Salzen, Bachblüten oder Heilpflanzen viel zu bieten, so beispielsweise die Entgiftung auch mit Chlorella Algen oder Sauna.


Heilpflanzen

Minze
Basilikum (Ocimum basilicum) wirkt entzündungshemmend und abschwellend. Ferner hat es eine lindernden Einfluss bei Migräne-Anfällen.
Verabreichung: 1 Tasse Basilikum-Tee nach den Mahlzeiten
Bei Hautrötungen, Entzündungen und Schwellungen empfehlen sich Waschungen und Umschläge mit Basilikum-Tee

Der Oregano (Origanum vulgare) besitzt anti-entzündliche Eigenschaften und hat einen hemmt die Freisetzung von Histamin.
Verabreichung: frisch als Würzmittel von Salaten und Soßen
als Tee: einen halben TL trockenen oder 1 Teelöffel frischen Oregano pro Tasse - nur kurz ziehen lassen und über den Tag verteilt 1 - 2 Tassen trinken

Auch die Petersilie (Petroselinum crispum) hat einen hemmenden Einfluss auf die Freisetzung von Histamin. Zudem wirkt sie entzündungshemmend und hat eine beruhigende Wirkung auf die Magenschleimhaut.
Verabreichung: frisch als Würzmittel
für 1 Tasse Tee: 2 TL Petersiliensamen oder Petersilienwurzel mit kochendem Wasser übergießen und ca. 10 Minuten ziehen lassen.
Ca. 3 Tassen über den Tag verteilt trinken.

Ebenso als Antihistaminikum wirkend ist die Pfefferminze (Mentha piperita). Bei Juckreiz und Kopfschmerzen kann das Pfefferminzöl gute Dienste erweisen.
Verabreichung: als Tee
bei Juckreiz und Schmerzen: Umschläge mit Pfefferminzöl

Das Schwarzkümmelöl wirkt entzündungshemmend, zählt als Antihistaminikum, beruhigt den Magen und hat obendrein noch eine schmerzlindernde Wirkung.
Verabreichung: 3 x tägliche 1 TL Schwarzkümmelöl

Zusammenfassung

Die naturheilkundliche Therapie kann unterstützend zur Besserung des Wohlbefindens beitragen. Durch Stärkung der Selbstheilungskräfte (z.B. Schüssler-Salze) und durch einen ehrlichen Blick in das "Gefühlsleben" (Was frisst mich innerlich auf?) kann den Beschwerden entgegengesteuert werden. Möglicherweise sollten Dinge im Leben geändert werden, die einem zu sehr an die "Substanz" gehen? Dann sollte nicht nur die Ernährung umgestellt werden, sondern auch kraftzerrende Lebensumstände!




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