Diese Webseite benutzt Cookies. Wenn Sie cysticus.de weiter nutzen, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.Mehr Infos Akzeptieren


Zurück zur Hauptseite


Beschwerden-
Verzeichnis


Schüssler Salze

Bachblüten


Homöopathie

Leaky-Gut-Syndrom



Ganzheitlich "Gras" über "Vergangenes" wachsen lassen - Schüssler-Salze, Bachblüten und Heilpflanzen helfen dabei


Von einem "Leaky-Gut-Syndrom" spricht man, wenn eine Schädigung der Darmschleimhaut vorliegt und diese dadurch "leck" (undicht) wird. Folglich treten Fremdstoffe (z. B. noch nicht vollständig verdaute Nahrungsbestandteile, Stoffwechselendprodukte und Bakterien) aus dem Inneren des Darms in den Körper bzw. in den Blutkreislauf ein und verursachen - aufgrund einer chronischen Vergiftung des metabolischen Systems - u.a. folgende Beschwerden:

Beschwerden des Leaky-Gut-Syndroms

- häufige Durchfälle im Wechsel mit Verstopfung (Obstipation)
- Blähungen
- Völlegefühl
- Gewichtsverlust
- Allergien
- Infektanfälligkeit (z. B. häufige Harnwegsinfekte)
- Müdigkeit und Leistungsverlust
- Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten
- Haut- und Gelenkentzündungen
- hormonelle Störungen (z. B. Ausbleiben der Monatsblutung)
- psychische Störungen (z. B. Angststörungen, depressive Verstimmungen)
- Migräne

Durch was kann die Barriere der Darmschleimhaut (Darmflora) derart geschädigt werden?

- Krankheitserreger lagern sich auf der Darmschleimhaut ab und zerstören diese dabei (z. B. Salmonellen, Viren oder Pilze)

- häufige Gaben von Antibiotika (Antibiotika vernichtet die Darmbakterien und bei häufigen Gaben kann sich die Darmflora nicht mehr angemessen regenerieren und die Barriere der Darmwände ist gefährdet)

- falsche Ernährung (z. B. durch Schadstoffe in der Nahrung, z. B. Farb- und Konservierungsstoffe und/oder der Verzehr von Lebensmitteln, die eine allergische Reaktion auslösen können bzw. die nicht vertragen werden)

- Strahlen- und Chemotherapie
- alkoholische Getränke und Nikotinabusus
- Vergiftungen
- Schwermetallbelastung
- psychische Gründe (z. B. Stress)
- entzündliche Darmerkrankungen (z. B. Colitis Ulcerosa oder Morbus Crohn)

Zur genauen Diagnostik eines "Leaky-Gut-Syndrom" wird eine Stuhluntersuchung durchgeführt. Verschiedene Parameter ( z. B. sekretorisches IgA, Alpha-1-Antitrypsin, Bestimmung des ph-Wertes) geben Aufschluss zur Feststellung des Krankheitsbildes. Zudem erfolgt eine Untersuchung der Darmflora, eine Überprüfung auf Pilze (z. B. Candida albicans) und andere Erreger (z. B. Salmonellen).

Die Therapie des "Leaky-Gut-Syndrom" erfolgt je nach Ursache der Erkrankung und ist sehr langwierig (kann bis zu ca. 2 Jahren dauern). Sind Pilze für die Beschwerden verantwortlich, wird ein Antimykotikum verbreicht. Steckt eine entzündliche Darmerkrankung dahinter erfolgt eine Behandlung mit entzündungshemmenden Arzneistoffen und/oder Kortison. Sind häufige Antibiotika-Gaben der Auslöser ist eine Darmsanierung unumgänglich! Entsprechende Ernährungsumstellungen runden das Heilungskonzept ab.

Naturheilkundliche Maßnahmen können den Therapieverlauf erfolgreich unterstützen. Schüssler Salze haben eine festigende und regenerative Wirkung auf die Darmschleimhaut und unterstützen die Entgiftungsvorgänge im Organismus. Bachblüten wirken auf den emotionalen Anteil und ergänzen so den ganzheitlichen Aspekt der Therapie. Heilpflanzen, wie z. B. die Eibisch-Wurzel und die Pfefferminze unterstützen die Regeneration der Darmschleimhaut.


Bachblüten

Olive
Zur Unterstützung der Reinigungsprozesse im Organismus ist die Bachblüte Nr. 10 Crab Apple zuständig. Sie hat eine blutreinigende Wirkung und befreit zugleich, ganzheitlich betrachtet, auf seelischer Ebene von zuviel angehäuftem Ballast.

Bei entzündlichen Vorgängen im Körper kann die Bachblüte Nr. 15 Holly für Linderung sorgen. "Holly" fördert zudem die Offenheit gegenüber seinen Mitmenschen, was letztendlich zu weniger Verbitterung führt.

Die Bachblüte Nr. 22 Oak ist dabei behilflich "loszulassen". Was sich sowohl auf körperlichen als auch auf seelischen "Ramsch" bezieht.

Zur Regeneration der Darmschleimhaut kann die Bachblüte Nr. 23 Olive beitragen. "Olive" sorgt dafür, dass energetisch wieder eine Balance zu finden ist, was sich auch auf die stoffliche Ebene unterstützend auswirken kann.


Die Schüssler Salze Therapie:

Da eine Laktose-Intoleranz beim "Leaky-Gut-Syndrom" nicht ungewöhnlich ist, ist bei der Einnahme der Schüssler-Salze zu beachten, dass bei einigen Herstellern Laktose in den Salzen verarbeitet wird. Es gibt aber auch Anbieter die laktosefreie Schüssler-Salze vertreiben (nach diesen Herstellerfirmen in der Apotheke fragen).

Das Schüssler-Salz Nr. 2 Calcium Phosphoricum gilt generell als Aufbausalz für den gesamten Organismus. Zudem senkt es die Entzündungsbereitschaft des Körpers und unterstützt den Zellerneuerungsprozess im Körper, was auch den Wiederaufbau der Darmflora zu Nutzen kommt.
Da es sich um ein sehr langsam wirkendes Schüssler-Salz handelt, ist eine längere Einnahmedauer erforderlich!
Ideale Einnahmezeit: in den Morgenstunden

Das Schüssler-Salz Nr. 3 Ferrum Phosphoricum ist das Entzündungsmittel Nr. 1 und sollte bei den Symptomen einer Entzündung mit in die Therapie eingebaut werden. Da im Rahmen des "Leaky-Gut-Syndroms", bedingt durch die verminderte Nährstoffaufnahme, ein Eisenmangel vorhanden ist, kann es im feinstofflichen Bereich (intrazellulär) diesem entgegenwirken.
Dieses Schüssler-Salz kann bei akuten entzündlichen Beschwerden als "Heiße 7" verabreicht werden (die Mischung wird wie folgt zubereitet: ca. 10 Stück der Nr. 3 in 1/8 Liter kurz aufgekochtes Wasser auflösen und langsam schluckweise trinken).

Die Nr. 4 Kalium Chloratum ist das Salz der Schleimhäute und hat obendrein die Fähigkeit Giftstoffe an sich zu binden. Darüber hinaus ist es "das Schüssler-Salz" für Entzündungen in der "blühenden Phase" (2. Entzündungsmittel).
Ideale Einnahmezeit: in den Nachmittagstunden (2 - 3 Salze langsam im Mund zergehen lassen)

Das Schüssler-Salz Nr. 5 Kalium Phosphoricum stärkt die Abwehrkräfte und unterstützt zusätzlich die Selbstheilungsprozesse im Organismus. Es fördert den Aufbau der Darmschleimhaut und festigt die Gewebestruktur.
Bei zusätzlichen "psychischen Beschwerden", welche als Begleitsymtomatik beim "Leaky-Gut-Syndrom" meist mit im Spiel sind, sollte dieses Schüssler-Salz zudem nicht fehlen.
Einnahmeempfehlung: in den Vormittagsstunden stündlich 2 - 3 Salze langsam im Mund zergehen lassen

Das Schüssler-Salz Nr. 8 Natrium Chloratum reguliert den Wasserhaushalt im Körper und versorgt die Schleimhäute (Darmschleimhaut) mit den nötigen Nährstoffen und Flüssigkeitsmengen. Somit empfiehlt sich der Einsatz der Nr. 8 beim "Leaky-Gut-Syndrom", da dieses der Regenerationsfähigkeit der Darmschleimhaut zu Gute kommt.
Einnahmeempfehlung: täglich in den Morgenstunden 2 - 3 Salze langsam im Mund zergehen lassen

Geht das "Leaky-Gut-Syndrom" auf häufige Gaben von Antibiotika zurück, ist es ratsam das Schüssler-Salz- Nr 9 Natrium Phosphoricum mit in den Therapieplan einzubauen. Einnahmen von Antibiotika können eine Störung des Säuren-Basen-Haushalts nach sich ziehen, was zudem die Stoffwechseltätigkeit herunterfahren lässt. Das Salz Nr. 9 hat eine neutralisierende Wirkung auf Säuren und sorgt so für einen Abbau der im Körper angesammelten Säure, so dass der Säuren-Basen-Haushalt wieder sein Gleichgewicht finden kann. Dies kommt auch dem Heilverlauf beim "Leaky-Gut-Syndrom" zu Gute.
Um den Säurehaushalt dauerhaft positiv zu beeinflussen, ist eine tägliche Einnahme über einen längeren Zeitraum anzuraten.
Beste Einnahmezeit: in den Abendstunden 2 - 3 Salze langsam im Mund zergehen lassen

Zum Abtransport der im Körper befindlichen Stoffwechselendprodukte empfiehlt sich das Schüssler-Salz Nr. 10 Natrium Sulfuricum. Es befreit den Körper von Giftstoffen und sorgt so für eine schnellere Ausheilung.
Beste Einnahmezeit: vormittags 3 x täglich 2 - 3 Salze langsam im Mund zergehen lassen

Ein wichtiges Schüssler-Salz beim "Leaky-Gut-Syndrom" ist das Salz Nr. 24 Arsenum Jodatum. Es reduziert die Allergiebereitschaft des Körpers, ist ein Stärkungsmittel (insbesondere bei großer Abmagerung und Auszehrung) und verschafft bei entzündlichen Prozessen Linderung.
Das Schüssler-Salz Nr. 26 Selenium unterstützt die Entgiftungsprozesse der Leber, was dem Heilverlauf zusätzlich zu Gute kommt.
Einnahmeempfehlung: täglich nach dem Mittagessen 2 - 3 Salze langsam im Mund zergehen lassen.


Ernährung

Knoblauch
Um die notwendige Barriere der Darmwand wieder herzustellen bedarf es viel Zeit und Geduld.
Eine Änderung des Essverhaltens ist unumgänglich. Begünstigend für den Heilverlauf ist es zu Therapiebeginn eine Heilfastenkur zu starten, so dass die Darmschleimhaut erstmals etwas Zeit zur Regeneration und Erholung bekommt.

Zum Wiederaufbau der Darmschleimhaut ist im Anschluss eine Ernährungsumstellung in eine basisch orientierte Schonkost mit vielen Ballaststoffen empfehlenswert.
Sofern keine Laktose-Intoleranz vorhanden ist, sind Naturjoghurts ohne Zucker mit Präbiotika ideal, da sie das Wachstum der Darmbakterien optimieren und so das Milieu im Darm verbessern. Im Handel gibt es spezielle Joghurts (Achtung! ohne Zucker), die mit den entsprechenden Bakterien angereichert sind.

Ein Glas Sauerkrautsaft oder 3 EL Sauerkraut täglich forcieren durch ihre probiotische Wirkung die Sanierung des Darm. Nebenbei enthält Sauerkraut viele existenzielle Mikroorganismen, die dem Körper vor Viren, Bakterien und weiteren Parasiten Schutz bieten.
Auf schleimbildende Nahrungsmittel wie Milch, Zucker, "weißes Mehl" bzw. Produkte die mit diesem zubereitet sind, Fleisch, Fisch und Fertiggerichte sollte in dieser Zeit verzichtet werden. Dies gilt ebenso für Kaffee, Alkohol, Grün- und Schwarz- und Früchtetees.

Ist der Auslöser für das "Leaky-Gut-Syndrom" ein Candida-Befall, sollte über einen längeren Zeitraum auf Zucker und zuckerhaltige Lebensmittel verzichtet werden, da Hefepilze Zucker lieben. Dies gilt ebenso für Weißmehlprodukte und süßes Obst. Für eine pilztötende (antimykotische) Wirkung ist auch der Knoblauch bekannt. Der enthaltene sekundäre Pflanzenstoff Allicin sorgt für die Verbannung der Hefepilze im Körper.

Um Giftstoffe zu binden, empfiehlt sich die Einnahme von Heilerde (innerlich angewandte Heilerde). Sie reguliert den Säurehaushalt und versorgt den Körper zudem mit lebenswichtigen Mineralstoffen. 1 EL Heilerde in Flüssigkeit geben und langsam trinken, alternativ kann die "Heilerde" auch über das Essen gestreut werden.
Viel trinken (z. B. kohlesäurefreies Wasser, Kräutertees und zuckerfreie Saftschorlen) fördern die Entgiftung und unterstützen so den Aufbau der Darmschleimhaut.

Das Kochen und das Anreichern der Mahlzeiten mit Wildkräutern (z. B. Giersch, Löwenzahn) wirkt sich zusätzlich positiv auf den Heilverlauf aus. Es gibt dazu im Buchhandel sehr gute Kochbücher!


Fertigpräparate

In den Apotheken werden zahlreiche gute probiotische Fertigpräparate zum Wiederaufbau der Darmschleimhaut angeboten, die u. a. mit den Bakterien Lactobacillus gasseri und Bifidobakterium longum angereichert sind - z. B. Omniflora®, Mutaflor®, Lacto-Flora®, Symbio-Flor®, Lactobakt® und Derviato®-Tabletten (homöopathisch aufbereitet).


Heilpflanzen

Lavendel
Mehrmals täglich eine Tasse Pfefferminztee (Mentha piperita) wirkt sich beruhigend auf die Darmschleimhaut aus und obendrein hat die Pfefferminze noch eine eliminierende Wirkung auf vorhandene Giftstoffe im Darmbereich. Achtung! Dem Pfefferminztee sollten keine Aromastoffe oder ähnl. künstliche Stoffe zugesetzt sein!

Zur Entspannung und in Stress-Situationen empfiehlt es sich 1 Tasse Kamillentee (Matricaria chamomilla) in einer Ruhepause zu trinken. Negativer Stress und starke Anspannung fördern die Symptome und Beschwerden des "Leaky-Gut-Syndroms"!
Die Heilkräfte der Kamille mildern dieses Geschehen und helfen dabei zu entspannen und loszulassen.

Der Eibisch (Althea officinalis) zählt aufgrund seiner Schleimstoffe im Rahmen des "Leaky-Gut-Syndroms" zu einer bedeutenden Heilpflanze. Die enthaltenen Schleimstoffe fördern die Bildung einer Schutzschicht auf der Darmschleimhaut und wirken zudem noch entzündungshemmend und reizlindernd.
Die beste Wirkung wird erzielt, wenn die Eibisch-Wurzel als Kaltauszug verabreicht wird, da so der enthaltene Schleim am besten erhalten bleibt:
Ca. 2 EL aufgeschnittene Eibisch-Wurzel mit 200 ml kalten Wasser übergießen und über Nacht ziehen lassen. Am nächsten Tag den Wurzelsud abseihen, leicht erwärmen und langsam schluckweise trinken.

Das Einreiben des Bauches mit Lavendelöl (Lavandula officinalis) kann bei erhöhter Symptombereitschaft in Stress-Situationen Linderung schaffen.


Zusammenfassung

Was schlägt mir auf den Darm bzw. was schafft es mir sogar "Löcher" in den Darm zu bohren bzw. diesen derartig zu schädigen, dass dieser seinen physiologischen Aufgaben nicht mehr nachkommen kann?
Zu einer ganzheitlichen Therapie zählt auch, dass man sich mit dem emotionalen Anteil im Rahmen der Erkrankung auseinandersetzt. Das Loslassen von "Altlasten" schafft Platz für einen Neubeginn - sinnbildlich betrachtet für den Neuaufbau der Darmschleimhaut. Bei massiven seelischen Belastungen kann eine entsprechende Psychotherapie gute Dienste leisten!
Auch die Bachblüten-Therapie kann dabei helfen Verbitterung aufzulösen und "seelischen Ballast" loszuwerden.
Obendrein können Entspannungstechniken wie z. B. Yoga, Autogenes Training und Meditation den Heilverlauf unterstützen.
So dass eine neue Darmschleimhaut ("Gras") über "alte Wunden" wachsen lassen kann und wieder neue Lebenskraft entstehen kann..




Naturheilkunde Forum
Schüssler Salze Test  Bachblüten Test  Klassische Homöopathie  Aromatherapie  Heilpilze  Top