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Bockshornklee - das noch etwas unbekannte Kraut unter den Heilkräutern


Bockshornkleesamen
Der Bockshornklee (Trigonella Foenum Graecum), der seinen Namen aufgrund der Form seines Samens (gehörnt) hat, ist ein Schmetterlingsblütengewächs, das in der Mittelmeerregion und in Afrika, im Nahen Osten und in Asien beheimatet ist. Die Hauptanbaugebiete heute sind Marokko, Griechenland und Indien.
Der Bockshornklee ist eine einjährige Pflanze, die bis zu 60 cm hoch wird. Die Pflanze trägt bis zu ca. 20 cm lange Hülsenfrüchte, diese enthalten eine große Anzahl von gelblichen oder rotbraunen Samen.
Der Bockshornkleesamen hat einen kräftigen, aromatischen Geruch. Der Samen schmeckt aufgrund der enthaltenen Bitterstoffe leicht bitter und hat beim Kauen eine schleimige Konsistenz.
Geschätzt wird der Bockshornklee schon seit der Antike als Gewürz und als universelles Heilmittel.
Mönche des Benediktinerordens brachten ihn im Mittelalter über die Alpen und kultivierten ihn in ihren Klostergärten.
Hildegard von Bingen, der Prophet Mohammed als auch Pfarrer Kneipp rühmten seine außergewöhnliche Heilkraft als Therapeutikum bei unterschiedlichen Erkrankungen und Gebrechen.
Die enorme Heilkraft des Bockshornklee ist - trotzt seiner beeindruckenden Wirkung - bei uns bisher noch nicht so publik.
Seine Heilkraft hat der Bockshornkleesamen seinen enthaltenen Schleimstoffen (ce. 30 %), den Steroidsaponinen, Bitterstoffen und seinem, wenn auch nur in geringen Mengen enthaltenen, ätherischen Öl zu verdanken.
Die Schleimstoffe wirken sich reizlindernd auf die Haut- und Schleimhäute aus und die Steroidsaponine haben eine Blutzucker-, Fett- und Cholesterin-senkendende Wirkung. Ferner wirkt er appetitanregend, verdauungsfördernd, schleimlösend und desinfizierend. Im Bereich der Haarkosmetik wird er als wachstumsfördernd und zur Hemmung des Haarausfalls eingesetzt.

In der chinesischen Medizin wird er den Organen Magen und Niere zugeordnet. Die Pflanze vertreibt die Kälte aus dem Körper und stärkt das Nieren-Yang.

Einsatzgebiete:

Schleimhautentzündungen: die enthaltenen Schleimstoffe lagern sich schützend um die entzündete Schleimhaut des Magens, des Halses, des Darms und der Mundschleimhaut. Ferner verstärken sie in der Darmpassage die Fortbewegung des Darminhalts, so dass die Verdauung zusätzlich angekurbelt wird.

Atemwege: durch seine schleimlösende und entzündungshemmende Wirkung hat er einen lindernden Effekt bei allen Beschwerden im Bereich der Atemwege, wie Bronchitis, Asthma...

Geschwüre und Ekzeme: bereits Hildegard von Bingen hat zur Beschleunigung des Heilprozesses bei Furunkeln und Geschwüren den Bockshornklee eingesetzt. Bockshornkleesamen-Brei wird auf die erkrankte Stelle aufgetragen und durch die entzündungshemmenden Eigenschaften und der leicht antiseptischen Wirkung kommt es zu einer raschen Besserung der Beschwerden.

Diabetes Mellitus II und Hyperlipidämie: der Bockshornklee steigert die Insulinproduktion und reduziert zugleich die Insulinresistenz, so dass bei Typ II Diabetikern durch den Bockshornklee in Studien sehr positive Erfolge nachgewiesen werden konnten. Obendrein hat der Bockhornklee einen günstigen Einfluss auf die Fettwerte, den Blutzuckerspiegel und die Cholesterinwerte.

Zur Rekonvaleszenz und bei Appetitlosigkeit: die enthaltenen Bitterstoffe haben eine appetitanregende Wirkung, so dass bei Abmagerung und Gewichtsverlust dem entgegen gewirkt werden kann.

bei Stillproblemen: dem Pulver aus dem Bockshornkleesamen wird eine milchtreibende Wirkung nachgesagt, so dass bei geringem Milchfluss in der Stillphase dieser durch den Bockshornkleesamen verstärkt werden kann.

bei Schmerzen: durch äußerliche Auflagen eines Breis aus dem Bockshornkleesamen kann eine schmerzstillende Wirkung erzielt werden.
Hierfür bestreicht man ein Leintuch mit Bockshornkleesamen-Brei und lässt dieses für ca. 1 Stunde auf die schmerzende Stelle (z. B. HWS-Bereich, bei Kopfschmerzen) einwirken.

bei Schuppen und Haarausfall: die enthaltenen Vitamine und Mineralstoffe im Bockshornklee stärken die Haarwurzeln und fördern dadurch den Haarwuchs.

Dareichungsformen

Bockshornklee-Keimlinge zu Pflänzchen gezogen: Einweichzeit der Samen: 12 h Der Bockshornkleesamen kann sowohl äußerlich als auch innerlich angewandt werden:

innerliche Anwendung:

- als Tee (z. B. in vielen Stilltees und Blutreinigungstees enthalten)
- 3 x tägl. 2 g Samen (gemahlen oder geschrotet) vor einer Mahlzeit in einem Glas heißem Wasser einrühren und trinken
- in Fertigpräparaten
- als Sprossen: keimende Sprossen können z. B. in den Salat gemischt werden

Tageshöchstdosis: 6 g
Bockshornkleesamen ist auch in Gewürzen enthalten (z. B. im indischen Curry-Gewürz)

äußerliche Anwendung:

Bockshornkleesamen-Brei:
50 g geschroteter Samen wird mit 1/4 l Wasser gemischt und ca. 5-10 Minuten aufgekocht.
Der Brei kann im Anschluss auf ein Leintuch aufgetragen werden und als lauwarmer Umschlag auf die schmerzende bzw. entzündende Stelle gelegt werden (ca. 1 Stunde)
oder
einem Fußbad oder einem Wannenbad zugesetzt werden.




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