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Chia-Samen - der Kraftspender der Maya


Chia-Samen
Der Chia-Samen bzw. die Chia-Samen-Pflanze (Salvia Hispanica) zählt zu den Lippenblütlern und war schon zu Zeiten der Maya bekannt. Dort stelle der Chia-Samen ein Grundnahrungsmittel dar und war ein bedeutender Kraft- und Energielieferant, so dass der Name, wenn er ins Deutsche übersetzt wird "Stärke/Kraft" bedeutet.
Wenn man sich die Inhaltsstoffe des Chia-Samens vor Augen hält, kann der damaligen Namensgebung definitiv beigepflichtet werden:
Omega-3-Fettsäuren, Vitamin B1, B3 und E, Mineralstoffe wie Calcium, Eisen, Kalium, Magnesium, Kupfer und Zink, Antioxidantien, Proteine und Ballaststoffe. Obendrein ist der Chia-Samen noch dazu glutenfrei.
Der Samen wird aus der Chia-Pflanze gewonnen. Diese Pflanze stammt ursprünglich aus Mittelamerika (Mexiko und Guatemala), heutzutage erstreckt sich sein Anbau bis ins nördliche Amerika. In Europa ist sie seit dem 15. Jahrhundert bekannt, spanische Seefahrer brachten sie mit nach Europa.
Neben dem hohen Nährstoffgehalt der Samen wurde auch bald die enorme Heilkraft des Chia-Samens entdeckt:

Einsatzgebiete:

Erhöhter Cholesterinspiegel und erhöhte Blutfettwerte: die im Chia-Samen befindliche Alpha-Linolensäure (ALA) hat einen regulierenden Einfluss auf den Cholesterinspiegel. Die enthaltenen Ballaststoffe fördern zudem den Anstieg des High Density Lipoproteins (HDL), des "Guten Cholesterins", welches das "Böse Cholesterin" (LDL) aus den Wänden der Blutgefäße löst und letztendlich abtransportiert.
Ferner besteht noch ein günstiger Einfluss auf erhöhte Blutfettwerte.

Zur Stärkung de Herzfunktion: die reichlich enthaltenen Omega-3-Fettsäuren haben eine positiven Einfluss auf die Herzfunktion und senken dadurch das Risiko eines Herz-Infarkts.

Diabetes II: der Chia-Samen hat einen sehr niedrigen Glykämischen Index (Glyx), d. h. der Blutzucker steigt nach dem Verzehr von Chia-Samen nur mäßig an und bleibt nahezu konstant. Aus diesem Grund ist der Einsatz des Chia-Samens im Rahmen eines Speiseplan für einen Diabetes-II-Patienten nur zu empfehlen.

Reizdarmsyndrom: aufgrund des hohen Ballaststoffgehalts wirkt der Chia-Samen ausgleichend auf die Darmfunktionen, d. h. bei Verstopfung wird die Darmtätigkeit angeregt und die obendrein beruhigende Wirkung sorgt für eine bessere Verstoffwechselung der Nährstoffe.

Zöliakie: bei einer Gluten-Unverträglichkeit stellt der Chia-Samen eine gute Alternative zu den glutenhaltigen Getreidesorten dar. Wird der gemahlene Chia-Samen mit Wasser gemischt, lässt sich daraus Brot und Gebäck herstellen.

Schilddrüsenerkrankungen: die enthaltenen Mineralstoffe und Spurenelemente haben einen regulierenden Effekt auf die Schilddrüsentätigkeit und sind deshalb bei Erkrankungen wie z. B. bei einer Hashimoto-Thyreoiditis gute Begleiter.

Sodbrennen: hier ist der Chia-Samen ein sehr effektiver Ersthelfer. Die vielen enthaltenen Ballaststoffe binden nicht nur Wasser an sich, sondern auch die zu viel angesammelte Säure, die für die Bescherden verantwortlich ist.
Es empfiehlt sich ein 1 TL Chia-Samen in eine Tasse Wasser einzurühren und diese Mischung langsam schluckweise zu trinken.

Arthrose und Gelenkbeschwerden: die enthaltene Alpha-Linolensäure (ALA) hat eine entzündungshemmende Wirkung, intensiviert die Durchblutung der Gelenkknorpel und verbessert so die Versorgung der Gelenke mit den notwendigen Nährstoffen.

Wunden: die reichlich enthaltenen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelement haben einen guten Einfluss auf die Wundheilung und die Regeneration der Körperzellen.

Übergewicht und Adipositas: durch das Aufquellen der Ballaststoffe im Verdauungstrakt wird schnell ein Sättigungsgefühl erreicht und die langsame Freisetzung der Kohlenhydrate belassen den Blutzuckerspiegel konstant, so dass Heißhunger-Attacken ausbleiben. Somit stellt der Chia-Samen den idealen Begleiter bei einer Diät dar. Durch das reichlich enthaltene Eiweiß wird auch der Muskelaufbau dabei nicht beeinträchtigt.

Dareichungsformen

Einsatzmöglichkeiten für den Chia-Samen: (die empfohlene Menge liegt bei ca. 15 g pro Tag)

- konventionell:
1 EL Chia-Samen in ein Glas Flüssigkeit (Wasser, Fruchtsaft) einrühren und entweder im Kühlschrank einwirken lassen (Dauer je nach Geschmack) oder sofort langsam trinken. Durch das Einwirken entsteht eine gelartige Konsistenz

- als Zugabe: ins Müsli, in den Salat, in die Suppe, in den Smoothie, auf das Brot oder in den Joghurt

- als Sprossen: aus dem Chia-Samen lassen sich sehr leicht Sprossen züchten, die dann in den Salat gemischt oder aufs Brot gestreut werden können

- zur veganen Ernährung als Ei-Ersatz: 1 EL Chia-Samen und 3 EL Wasser verrührt können in einem Rezept als Ersatz für 1 Ei verwendet werden

Ein weiterer Vorteil des Chia-Samens ist, dass er kaum Kalorien enthält.

Nebenwirkungen können Blähungen und Verdauungsbeschwerden sein, die aber meistens dann auftreten, wenn zu wenig getrunken wird.
Deshalb sollte beim Verzehr von Chia-Samen mindestens 1,5 bis 2 l Flüssigkeit getrunken werden (vorzugsweise kohlensäurefreies Wasser).
Desweiteren kann es, in seltenen Fällen, zu allergischen Reaktionen kommen (vorzugsweise bei Allergikern die auf Senf oder Senfkörner allergisch reagieren)!
Da der Chia-Samen eine blutverdünnende Wirkung hat, ist bei einer Erkrankung an Hämophilie, von der Einnahme abzuraten!



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