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Hagebutte - "Die poetische Heilpflanze"


Die Hagebuttenfrucht ist eine begehrte wohlschmeckende Heilpflanze im heimischen Garten

Die Hagebutte hat nicht nur Hoffmann von Fallersleben mit seinem Lied "Ein Männlein steht im Walde" 1843 besungen, sondern sie galt auch schon in früheren Zeiten als "die Mystische", der Venus geweiht und lt. der römischen/griechischen Mythologie soll sie aus dem Blut des Adonis entstanden sein. Die Griechen ordneten sie der Göttin der Liebe und Schönheit (Aphrodite) zu und nannten sie die "Königin der Blumen", und so war die Hagebutte ein Zeichen für Wohlstand und Reichtum.
Um ca. 800 nach Christus wurden erste Aufzeichnungen im Rahmen medizinischer Dienste gefunden. Apotheker stellten Rosenwasser, Pasten und Säfte aus der Hagebutte her und vermochten so manches Leiden damit kurieren oder lindern.
Bei der Hagebutte handelt es sich um eine essbare Sammelfrucht von Wild-, Zaun- oder Heckenrosen.
Nach dem Entfernen der Nüsse kann die Frucht roh verzehrt werden, sie lässt sich wunderbar zu Marmelade und Mus verarbeiten. Ferner werden aus den Hagebutten Fruchtweine, Tee und Liköre zubereitet.
Ihrer Eigenschaft als Heilpflanze hat sie ihrem hohen Vitamin C-Gehalt, dem Farbstoff Lycopin und und einer Reihe von B-Vitaminen (B1 und B2) zu verdanken. Obendrein wirkt sie aufgrund ihrer Galaktolipide schmerzlindernd bei Gelenkbeschwerden.
Durch ihren angenehmen Geschmack zählt sie zu einem beliebten Heilmittel bei Jung und Alt!
Achtung! Beim Weiterverarbeiten der Früchte darauf achten, dass die feinen Bärtchen der Hagebutte (die Samen, oder auch Nüsschen genannt) einen Juckreiz auslösen können.

Schutzwirkungen der Hagebutte:

Erkältungen, Bronchitis und grippale Infekte: aufgrund des hohen Vitamin-C-Gehalts (enthält neben dem Sanddorn unter den heimischen Früchten am meisten Vitamin C) ist die Hagebutte ein guter Begleiter (z. B. als Tee) bei einem grippalen Infekt.

Arthrose: Untersuchungen haben gezeigt, dass die in den Schalen und Samen der Hagebutte enthaltenen Galaktolipide die Entzündungsbereitschaft im Zusammenhang einer Arthrose reduzieren können. Der zusätzliche antioxidative Effekt mindert die Bildung von schädlichen freien Radikalen und beugt so einem weiteren Knorpelverfall vor.

Rheuma: in Studien wurde nachgewiesen, dass die anti-entzündlichen Wirkstoffe der Hagebutte sich positiv auf das Krankheitsgeschehen auswirkt. Als Einnahme empfiehlt sich hier Hagebuttenpulver, welches als Fertigprodukt im Handel erhältlich ist.

zur Stärkung des Immunsystems: der hohe Vitamin-C-Gehalt und das enthaltende Beta-Carotin unterstützen die Bildung der Abwehrkräfte und stärken so das Abwehrsystem, so dass die Hagebutte eine gute Prophylaxe, vor allem in den saisonal bedingten Wintermonaten, gegen Schnupfen, Halsschmerzen und Husten darstellt. Ebenso empfiehlt sich die Hagebutte bei einer bestehenden Infektanfälligkeit und in Zeiten der Rekonvaleszenz.

PMS: durch ihren hohen Gehalt an dem Mineralstoff Magnesium empfiehlt sich ihr Verzehr regelmäßig vor dem Eintreten der Monatsblutung. Magnesium fördert die innere Balance und beugt so Unterbauchkrämpfen, Reizbarkeit und Kopfschmerzen vor.

Muskelkrämpfe/Taubheitsgefühle: da Weizenkeime sehr magnesiumreich sind, beugen sie bei regelmäßiger Einnahme auch Wadenkrämpfen und Taubheitsgefühlen vor.
Arteriosklerose: dem enthaltenen Wirkstoff Galaktolipid wird nachgesagt, dass dieser das schädliche LDL-Cholesterin senken kann.

Osteoporose: Untersuchungen haben ergeben, dass die Wirkstoffe der Hagebutte dem Abbau der Knochensubstanz entgegen wirken. Auch hier ist die Einnahme von Hagebuttenpulver zu empfehlen, das übrigens gut in Jogurts oder Müslis eingerührt werden kann.

fördert die Wundheilung: das Auftragen von Hagebutten-Öl kann die Wundheilung beschleunigen und der Bildung von unschönen Narben entgegenwirken. Ebenso lindert es die Symptome bei Sonnenbrand.

Krebs: der rote Farbstoff Lycopin, der in der Hagebutte reichlich enthalten ist, gilt als Antioxidans, welcher im Rahmen einer Krebstherapie unterstützend helfen kann.

bei unreiner Haut: Hagebuttenöl normalisiert die Talgdrüsenfunktion der Haut

Vorbeugend bei Cellulitis und Schwangerschaftsstreifen: das Öl der Hagebutte hat einen stärkenden und festigenden Effekt auf das Bindegewebe.


Anwendungen:

als Tee:

2 TL getrocknete Hagebuttenschalen in eine Tasse geben und mit heißen, abkochten Wasser aufgießen und ca. 5 Minuten ziehen lassen.
Bei fiebrigen Erkältungskrankheiten empfiehlt sich eine Mischung aus Hagebuttenschalen und Lindenblüten.

als Mus oder Marmelade:

Hagebuttenschalen können zu Marmelade verarbeitet werden und stellen so einen gesunden und vitaminreichen Brotaufstrich dar (trotz der Erhitzung reduzieren sich die Wirkstoffe der Vitamine nur minimal).

Hagebuttenpulver:

wird aus den getrockneten Früchten hergestellt und kann als Fertigprodukt im Fachhandel gekauft werden.

Hagebuttenöl bzw. Wildrosenöl:

wird aus den Kernen der Hagebutten gewonnen und ist nicht nur zart duftend, sondern auch ein Elixier für die Haut, da es eine stark hautregenerierende Wirkung hat und die Zellerneuerung anregt.
Rezept zu Selbstherstellung:
Ca. 200 g Hagebutten im Ganzen kleinschneiden und sanft im Ofen trocknen lassen (max. 40 ° C). Die getrockneten Hagebutten in einen Behälter geben und komplett mit Mandelöl begießen. Abdeckt, ca. eine Woche lichtgeschützt und kühl ruhen lassen und im Anschluss die Flüssigkeit durch ein Sieb pressen. Fertig ist ein wunderbar duftendes Wildrosenöl (Hagebuttenöl).
Achtung! Nur das fein gepresste Öl auf die Haut auftragen, da ggf. die Reste von Bärchen der Hagebutte einen Juckreiz auslösen können.

Hagebuttensaft:

kann mit einem Entsafter selbst hergestellt werden oder im Fachhandel erworben werden.
Insbesondere in den Herbst- und Wintermonaten, warm- oder kalt getrunken, eine optimale Unterstützung für unsere Abwehrkräfte.



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