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Holunder - der mystische Zauberbaum


Holunder
Der schwarze Holunder (Sambucus nigra) zählt zur Familie der Moschuskrautgewächse und gilt seit jeher als treuer Begleiter der Menschen. Sein Samen wurde bereits bei prähistorischen Funden entdeckt, was darauf zurückführt, dass zu mindestens seine Beeren zu dieser Zeit schon mit zu den Nahrungsmitteln zählten.
Angesichts seiner immensen Heilkräfte begegnete man ihm schon immer mit Demut und Respekt, daher haften Aberglaube und Mythologie an ihm. Als "heilige Pflanze" schützte er Haus und Hof, lies die Kinder gedeihen und sorgte dafür, dass die Kühe genug Milch gaben und sogar den rechten Bräutigam brachte er zu Wege, wenn man zur Sommer-Sonnenwende nur an seinen Ästen schüttelte.
Dieser Mythos wird dem schwarzen Holunder nicht zu Unrecht gewehrt, denn seine Heilwirkung ist mittlerweile auch medizinisch erwiesen (z. B. bei grippalen Infekten.
Die gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe sind sowohl in den Blüten als auch in den Beeren des Holunders zu finden. In den Blüten sind ätherische Öle und wertvolle Flavonoide enthalten und die Beeren enthalten zusätzlich noch Folsäure, Antioxidantien und viel Vitamin C und B.
Aber Achtung!! Der Verzehr von unreifen und rohen Holunderbeeren oder -blüten kann zu Durchfall und Erbrechen führen, da das giftige Glykosid Sambunigrin darin enthalten ist. Aus diesem Grund müssen alle Bestandteile des Holunders vor der Konsumierung abgekocht werden!

Einsatzgebiete:

bei grippalen Infekten und Grippe (Influenza)): durch seine schweißtreibende und fiebersenkende Wirkung hat der Holunder einen unterstützenden Effekt auf den Heilverlauf. 2 - 3 Tassen heißen Holunderbeer-Saft (nicht kochen lassen!) über den Tag verteilt trinken oder als Schwitzkur in Verbindung mit einem Lindenblütentee (1 - 2 Tassen innerhalb 2 Stunden trinken - ideal am späten Nachmittag).

bei Husten, Schnupfen und Nasennebenhöhlenentzündungen: durch die schleimlösende Wirkung des Holunders wird der festsitzende Schleim in den Bronchien und in den Nebenhöhlen gelockert und kann besser abfließen. Anwendung als Tee oder Holundersud zum Inhalieren.

Halsschmerzen: Holunderblütesirup gemischt mit Honig sorgt für eine rasche Besserung der Beschwerden.

zur Stärkung des Immunsystems: übers ganze Jahr getrunken stärkt der Holunderbeer-Saft durch seine Vielzahl an Vitaminen und Antioxidantien das Immunsystem und beugt so Infekten und Gesundheitsproblemen vor. Dem Holunder wird auch eine krebspräventive Eigenschaft zugesprochen, ebenso wird ihm aufgrund der enthaltenen Antioxidantien eine Anti-Aging-Eigenschaft nachgesagt.

zur Entgiftung: durch seine blutreinigende Wirkung ist der Holunder ein hervorragender Begleiter im Rahmen einer Entgiftungskur.

Diabetes II: neuere Untersuchungen haben festgestellt, dass die Inhaltsstoffe der Holunderbeeren als auch der -blüten die Insulinresistenz drosseln und eindämmen können.

Blasen- und Harnwegsentzündungen: die sekundären Pflanzenstoffe im Holunder sorgen für eine harntreibende und entzündungshemmende Wirkung. Es empfiehlt sich mehrmals über den Tag verteilt Holunderblütentee oder Holunderbeerensaft zu trinken.

Allergien und Heuschnupfen: die vielen enthaltenen Antioxidantien, die Vielzahl an Flavonoiden und weitere unterschiedliche Substanzen der Holunderbeere wirken sich positiv auf das Immunsystem aus, so dass allergischen Reaktionen durch die Holunderbeere vorgebeugt werden können.
Empfehlung: 1 Glas frischen Holunderbeeren-Saft täglich trinken!

Arteriosklerose und Herzerkrankungen: den enthaltenen Phenolsäuren wird ein vorbeugende Wirkung gegen Arteriosklerose und ein schützender Effekt der Herzkranzgefäße nachgesagt. Ferner brachten Tierversuche die Erkenntnis, dass die Phenolsäuren das Infarkt-Risiko reduzieren können.

Hefepilzerkrankungen: Forschungen haben mittlerweile ergeben, dass dem Holunder auch eine pilztötende Wirksamkeit zugesprochen werden kann.

Blähungen und Verstopfung: Holunderblüten-Tee sorgt aufgrund seiner krampfstillenden und abführenden Eigenschaften für Erleichterung bei Flatulenzen und Obstipation.

Rheuma und Gicht: der harntreibende und stoffwechselanregende Charakters des Holunders sorgt für eine Linderung bei Rheuma- und Gichtbeschwerden.

Quetschungen, Verstauchungen und Wunden: äußerlich angewendet (z. B. Umschläge) wirkt der Holunder schmerzlindernd und fördert zudem die Wundheilung.

Dareichungsformen


Äußerliche Anwendung:

- als Aufguss: zur Inhalation bei Erkältungskrankheiten.
- Umschläge: ein Leinentuch in Holunderblüten-Tee tränken und auf die betroffenen Stellen auflegen.
- Breiumschlag: aus den Blättern des Holunderbaumes einen Brei herstellen und äußerlich auf die schmerzenden Stellen auftragen.
Achtung! nur äußerlich anwenden - rohe Bestandteile des Holunders sind giftig!

Innere Anwendung:

- Holunderblüten-Tee:
1 EL getrocknete Holunderblüten mit 250 ml Liter kochendem Wasser übergießen, zugedeckt ca. 5 Minuten ziehen lassen und dann abseihen. Mehrmals täglich 1 Tasse frisch zubereiteten Tee trinken (bei Erkältungskrankheiten: so heiß wie möglich!)
- Holunderbeeren-Saft:
2,5 kg reife Holunderbeeren waschen und entstielen. In einen Topf geben und mit Wasser begießen (gut bedeckt) und das Ganze zum Kochen bringen und ca. 10 Minuten auf mittlerer Temperatur köcheln lassen. Im Anschluss wird die Mischung durch ein feines Sieb oder ein Leintuch gepresst. Daraufhin wird dem Saft 1,5 kg Zucker und Zitronensaft (frisch gepresst) zugefügt. Der Saft wird noch heiß in Flaschen abgefüllt und sofort verschlossen.
Alternative: Entsafter



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