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Hülsenfrüchte


Die Süßlupine gehört zu den Hülsenfrüchten

Hört man das Wort Hülsenfrüchte (lat. Leguminosae), denkt man in diesem Zusammenhang oft an ein Arme-Leute-Essen, wie Linsen- oder Erbseneintopf, was unsere Geschmacksnerven nicht gerade von einem kulinarischen Hochgenuss träumen lässt. Mittlerweile haben sich Linsen, Bohnen, Erbsen und Lupinen vor allem in der veganen und vegetarischen Küche, aber nicht nur dort wieder einen Namen gemacht und auch viele Gourmet-Köche haben sie neu für sich entdeckt.
Hülsenfrüchte zählen zu den ältesten Kulturpflanzen (der Anbau von Erbsen erfolgte bereits 8000 v. Chr.) und zählen zur Familie der Schmetterlingsblütler.
Die UN hat das Jahr 2016 zum "Jahr der Hülsenfrüchte" erklärt, denn sie sind eine wichtige Quelle für planzliches Eiweiß und ihr Beitrag zur gesundheitsbewussten Ernährung wird oft unterschätzt. In orientalischen, aber auch asiatischen Ländern sind sie Stammgäste in der Küche, denke man nur an den beliebten Hummus, ein Gericht, das aus Kichererbsen und Ackerbohnen hergestellt wird.
Aber nicht nur leckere Gerichte lassen sich aus Erbsen, Bohnen und Co. zaubern - obendrein versorgen sie uns mit wichtigen Mineralstoffen, einer Fülle an pflanzlichen Eiweißen und darmfreundlichen Ballaststoffen. Die enthaltenen komplexen Kohlenhydrate - mit niedrigem glykämischen Index - sorgen zwar für einige Kalorien, Hülsenfrüchte sind aber trotzdem um einiges kalorienärmer als herkömmliche Beilagen wie Nudeln und Reis. Darüber hinaus sorgen sie für eine schnelle Sättigung, was die Portionsgröße schmälern lässt.
Studien in den letzten Jahren belegen zudem, dass eine Ernährung mit Hülsenfrüchten einen vorbeugenden als auch einen positiven Effekt bei chronischen und akuten Erkrankungen hat.

Zu den Hülsenfrüchte gehören:

Bohnen

wie z.B. Prinzessbohnen, Brech- oder Delikatessbohnen enthalten viele Falvone und Glukokinine, die eine insulinähnliche Wirkung zeigen und somit für Diabetiker besonders empfehlenswert sind.
Bohnen unterstützen auch aufgrund ihrer harntreibenden Wirkung den Heilverlauf von Harnwegs- und Nierenerkrankungen. Aber Bohnen sollten niemals roh gegessen werden! Erst durch das Kochen werden die enthaltenen Giftstoffe unschädlich gemacht!

Erbsen

Die Aminosäuren Arginin und Lysin sind in den Erbsenproteinen sehr stark vertreten. Sie stärken das Bindegewebe, regenerieren das Muskelgewebe und haben einen positiven Einfluss auf den Cholesterinhaushalt und dem Blutfettspiegel im Körper.
Ebenso senken sie den Blutzuckerspiegel (Diabetes Mellitus). Die Proteine der Erbsen sind aufgrund ihrer hypoallergenen Eigenschaften sehr gut für Allergiker geeignet!

Kichererbsen

schon Hildegard von Bingen berichtet über die positiven Auswirkungen der Kichererbsen in ihren Niederschriften. Vor allem bei fieberhaften Infekten riet sie zum Verzehr von gebratenen Kichererbsen. Insbesondere für den Verdauungstrakt sind die Kichererbsen aufgrund ihrer vielen Ballaststoffe empfehlenswert. Sie regen die Darmperistaltik an, säubern den Darmtrakt und sorgen für einen vorbeugenden Effekt im Rahmen von Darmkrebserkrankungen. Auch für Diabetiker empfiehlt sich der Konsum der Kichererbsen, da bei regelmäßigen Verzehr blutzuckerregulierende Effekte erzielt werden.
Obendrein wirken die in den Kichererbsen enthaltenen Flavonide antioxidativ und sorgen somit für einen wichtigen Schutz bei Angriffen von freien Radikalen.
Zuletzt schützen sie noch vor arteriosklerotischen Veränderungen und senken das Risiko vor koronaren Herzerkrankungen.

Linsen

das in den Linsen enthaltene Vitamin E unterstützt die physiologischen Prozesse unserer Körperzellen, was sowohl dem Alterungsprozess (Anti-Aging) als auch dem Zellschutz in Bezug auf Erkrankungen zu gute kommt.
Linsen enthalten sehr viele komplexe Kohlenhydrate und Ballaststoffe, was zu einem niedrigen glykämischen Index führt. In den Linsen sind sehr viele Mineralstoffe wie Magnesium, Eisen, Zink und Kalium enthalten.
Die in den Linsen enthaltenen B-Vitamine stärken das Nervensystem. Auch in der Schwangerschaft sind Linsen zu empfehlen, da sie reich an Folsäure sind.
Wichtig zu erwähnen ist, das Linsen einen hohen Puringehalt haben, d.h. Patienten mit einer Gichterkrankung sollten den Linsenkonsum reduzieren! Ungeschälte Linsen sind nährstoffreicher und schmackhafter, da sich in ihrer Schale die meisten Aromen, aber auch die meisten Nährstoffe befinden.

Lupinen

das in den Lupinen (auch Wolfbohnen genannt) enthaltene Eiweiß ist basisch (enthält im Gegensatz zu den Linsen keine harnsäurebildenden Purine). Ideal sind Lupine deshalb auch im Rahmen einer purinarmen Ernährung z. B. bei Rheuma und rheumatischen Erkrankungen. Weitere Vorteile der Lupinen sind der hohe Eisenanteil (zweiwertiges Eisen) und ebenso bei einem hohen Cholsterinspiegel empfiehlt sich der Verzehr von Lupinenkaffee oder Lupinenmehl.
Obendrein sind sie im Vergleich zu anderen Hülsenfrüchten besser verträglich, da sie weniger blähende Substanzen enthalten. Vergleicht man Lupinen mit Sojaprodukten, schneiden aus ernährungsphysiologischer Sicht Lupinen deutlich besser ab!

Fazit

Nicht nur die gesundheitlichen Vorteile sprechen für die Hülsenfrüchte, auch der Anbau für die Landwirte bringt Vorteile mit sich. Da Hülsenfrüchte den Boden auf natürliche Weise fruchtbar halten, kann auf den Einsatz von synthetischen Düngemitteln verzichtet werden.



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