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Johanniskraut - "Die Heilpflanze des Jahres 2015"


Johanniskraut

Das Johanniskraut, lat. Hypericum perforatum, ist eines der bekanntesten und am besten erforschten Heilpflanzen unserer Zeit.
Pünktlich zur Mittsommerwende, wenn uns die Sonne am längsten zur Seite steht, kommt das Johanniskraut in seiner gelben Blüte zur Pracht, so dass diese Heilpflanze seit jeher mit Sonne und Wärme in Verbindung gebracht wird.
Die ihr geschenkte Sonnen-Energie gibt sie im Rahmen ihrer Heilwirkung weiter und deshalb wurde sie schon von alten Heilern wie Paracelsus und Galen sehr geschätzt. Paracelsus hatte bereits erkannt, dass das Johanniskraut, aufgrund des in der Heilpflanze gespeicherten Sonnenlichts, ein wunderbares Mittel bei Melancholie und Depression ist. Diese Erkenntnis wurde in den 70er-Jahren des letzten Jahrhunderts durch Studien wissenschaftlich gesichert.
Festgestellt wurde, dass der in der Pflanze enthaltenen Wirkstoff Hypericin eine anti-depressive Wirkung aufweist.
Desweiteren wird dem Johanniskraut eine nervenstärkende Wirkung und ein schmerzlindernder Effekt bei Neuralgien nachgesagt.
Die ca. 100 cm hohe Pflanze, welche den Hartheugewächsen zugeordnet wird, findet man an sonnigen Waldrändern und Lichtungen. Sie ist nicht sehr anspruchsvoll und wächst auf kargen, ertragsarmen Böden.

Zu früheren Zeiten wurde dem Johanniskraut, zu damaligen Zeit auch "Hexenkraut" genannt, übernatürliche Kräfte nachgesagt, so dass es zur Abwehr von Gefahren und dem Vertreiben von Spuk und Bösen verwendet wurde. Zudem glaubte man, dass es "schlechte Gedanken und Dämonen" aus dem Kopf vertreiben kann.
Das Johanniskraut-Öl, auch "Rot-Öl" genannt, verdankt seine typisch rote Färbung dem im Johanniskraut enthaltenen Hypericin.

Heilwirkungen des Johanniskrauts:

Depressionen, Burnout: die enthaltenen Substanzen Hypericin und Hyperforin haben u.a. eine regulierende Wirkung auf das Serontonin (Glückshormon) und den Neurotransmitter Dopamin, so dass die Einnahme von Johanniskrautprodukten der Wirkung von synthetischen Psychopharmaka nahe kommt. Wissenschaftliche Studien haben mittlerweile bestätigt, dass die Einnahme von ausreichend hochdosiertem Johanniskraut über einen längeren Zeitraum - Abhilfe bei leichten bis mittelschweren Depressionen schaffen kann.

Neurodermitis: das Hyperforin im Johanniskraut hat eine entzündungshemmende und beruhigende Wirkung auf die gereizte Haut. Deshalb hat sich die Behandlung mit Johanniskraut-Öl oder einer Johanniskrautcreme bei Neurodermitis schon seit längerem bewährt.

Hexenschuss/Ischialgie: durch seine schmerzstillende Wirkung sorgt das Einreiben der betroffenen Bereiche mit Johanniskraut-Öl für Schmerzlinderung.

Nervosität, Angstzustände und Schlaflosigkeit: die beruhigende und stimmungsaufhellende Wirkung des Johanniskraut lindert nervöse Zustände und sorgt für einen erholsamen Schlaf. Es empfiehlt sich die Einnahme eines Fertigpräparats oder das Trinken von 3mal täglich 1 Tasse Johanniskraut-Tee.

Trigeminusneuralgie: schmerzlindernd und entspannend wirkt hier der Einsatz von Johanniskraut-Öl (leichte Einreibung oder Auflagen/Umschläge).

Kopfschmerzen/Migräne: nervös bedingte Kopfschmerzen oder Migräne-Attacken können durch die präventive Einnahme von Johanniskraut-Extrakten gemindert werden.

Wundheilung: die im Johanniskraut enthaltenen Terpene als auch die antibakterielle Wirkung des Hyperforin fördern eine rasche Wundheilung und lindern Folgen von leichteren Verbrennungen.

Verdauungsbeschwerden: sowohl das Trinken von Johanniskraut-Tee als auch die Einnahme von 1TL Johanniskraut-Öls lindern nervlich bedingte Verdauungsbeschwerden.

PMS und Menstruationsbeschwerden: durch die krampflösenden Eigenschaften des Johanniskrauts ist es ein bewährtes Mittel bei Unterleibskrämpfen im Rahmen der Monatsblutung.


Darreichungsformen:

- als Trockenextrakt in Fertigprodukten (Tabletten oder Dragees)
- als Frischpflanzenpresssaft
- als getrocknetes "Kraut" zur Zubereitung von Tees
- als Urtinktur
- als Johanniskraut-Öl
- als Tropfen mit Alkohol zubereitet

Nebenwirkungen und Besonderheiten:

Die Einnahme von Johanniskraut verursacht eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber dem Sonnenlicht (Photosensibilisierung). Besonders hellhäutige Personen sollten während der Einnahme oder bei der Anwendung von Johanniskraut-Öl längere Sonneneinwirkungen meiden!

Personen die eine leichte bis mittelschwere Depression mit Johanniskraut behandeln wollen, sollten vor Beginn der Einnahme dies mit ihrem Arzt besprechen!

Wechselwirkungen:

Sehr hochdosierte Präparate können die Wirkung von synthetischen Medikamenten schwächen bzw. beeinflussen:
- Anti-Baby-Pille und andere hormonelle Verhütungsmittel
- Cumarinpräparate (Blutverdünnungsmittel)
- Substanzen die das Immunsystem unterdrücken (z. B. Cyclosporin)
- Herzmittel (Digoxin)
- Epilepsie-Präparate
- Psychopharmaka (Antidepressiva)



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