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Methionin - eine Aminosäure, die es in sich hat!


Hartkäse enthält viel Methionin
Unsere Nahrungsproteine, welche auch Eiweiße genannt werden, bestehen aus verschiedenen Bausteinen, den Aminosäuren. Manche von diesen Bausteinen kann der Körper selber bilden. Diese die er nicht selber herstellen kann, müssen dem Körper über die Nahrung zugeführt werden. Der Baustein Methionin zählt zu diesen essentiellen Aminosäuren, die vom Körper nicht selbst synthetisiert werden können. Aus diesem Grund ist eine ausreichende Zufuhr über die Nahrungsaufnahme bzw. über ein Nahrungsergänzungsmittel notwendig.
Eine weitere Besonderheit dieser Aminosäure ist, dass sie neben der Aminosäure Cystein als einzige schwefelhaltig ist, was vor allem für den Aufbau von Knorpelgewebe, Nägel und der Haare von besonderer Bedeutung ist.
Entdeckt wurde das Methionin bereits in den 20er Jahren im letzten Jahrhundert in den USA und nach ca. 10 jähriger Forschung wurde dann 1931 die chemische Struktur dieser Aminosäure festgelegt.
In der Nachkriegszeit wurde die synthetische Aminosäure entwickelt, um den bei den Kriegsheimkehrern weit verbreiteten chronischem Eiweißmangel entgegenzuwirken.
Weitere Forschungen sorgten dafür, dass Methionin insbesondere in der Tiernahrung (z. B. bei Legehennen) zum Einsatz kam (Methionin verbesserte die Legeleistung). Aber nicht nur in der Tiernahrung wurde der positiver Effekt dieser essentiellen Aminosäure genutzt, auch im medizinischen Bereich wurden die Vorteile erkannt (z. B. Hemmung des Bakterienwachstums).
Der Mindesttagesbedarf an Methionin liegt bei ca. 2 - 3 g - (empfehlenswerte Tagesdosis: 21 mg pro Kilogramm Körpergewicht).
Da der Körper auf die Zufuhr über die Nahrung angewiesen ist, sollten folgende Nahrungsmittel mit auf den Speiseplan gesetzt werden:
Paranüsse, Sesamkörner, Fisch(Lachs), Garnelen, Fleisch (Hähnchen- und Rindfleisch), Gemüse wie z. B. Brokkoli, grüne Erbsen, Rosenkohl, Spinat, Eier, Vollkornbrot und ungeschälter Reis.
Da Methionin wasserlöslich ist, sollten Nahrungsmittel die methioninhaltig sind nicht zu lange gekocht oder eingeweicht werden. Auch eine zu starke Erhitzung der Lebensmittel zerstört die Aminosäure Methionin.

Einsatzgebiete:

Harnweginfektionen: durch die Zufuhr der Aminosäure Methionin wird der pH-Wert des Urins in den sauren Bereich verschoben, was für einen vorbeugenden Schutz bei andauernd wiederkehrenden Harnweginfekten sorgt, da der veränderte ph-Wert vor einer weiteren bakteriellen Besiedlung schützt. Auch verbessert ein "saurer Harn" die Wirkungskraft von Antibiotika. Desweiteren wird durch die Ansäuerung des Harns die Bildung von Harnsteinen in der Niere unterbunden.

Arthrose/Arthritis: Methionin wirkt sowohl entzündungshemmend, schmerzlindernd und regt obendrein die Knorpelzellen zur Bildung vor Knorpelgewebe an. Empfohlen wird hier die zusätzliche Einnahme von B-Vitaminen.

Haarausfall: Methionin hat einen stärkenden Einfluss auf den Haarwuchs. Auch empfiehlt sich die zusätzliche Einnahme von B-Vitaminen. Studien haben ergeben, dass sich nach einer mehrmonatigen Einnahme des Stoffes der Haarwuchs wieder normalisiert hat.

unterstützt die Fettverbrennung: Methionin regt gemeinsam mit den Vitaminen B6, B12 und dem Mineralstoff Zink den Hormonhaushalt des Körpers an das "fettabbauende" Wachstumshormon STH zu produzieren. Desweiteren reduziert Methionin Fetteinlagerungen in der Leber.

Allergien: eine ausreichende Versorgung des Körpers mit Methionin kann dafür sorgen, dass bei allergischen Reaktionen die Histaminausschüttung reduziert wird (Senkung des Histaminspiegels).

Säure-Basen-Haushalt: die Aminosäure hat einen regulierenden Einfluss auf den Säuren-Basen-Haushalt unseres Körpers.

Stimmungsschwankungen, Depressionen: Forschungen ergaben, dass Methionin einen positiven Einfluss auf die Bildung des stimmungsaufhellenden Serotonins (Neurotransmitter) hat und somit Depressionen entgegenwirken kann.


Auf was ist bei einer Einnahme von Methionin (als Nahrungsergänzung) zu achten?

- bei Schilddrüsenerkrankungen, Nierenfunktionsstörungen, bei Stoffwechselerkrankungen und Leberfunktionsstörungen unbedingt vor Einnahme von Methionin (als Nahrungsergänzung) Rücksprache mit dem Arzt halten, da hier die Einnahme kontraproduktiv sein kann!
- mögliche Nebenwirkungen: Übelkeit und Erbrechen, Müdigkeit und Reizbarkeit
- die Einnahme kann die Wirkung von Antibiotika-Gaben verstärken!
- bei der Einnahme von Parkinson-Medikamenten kann es zu Wechselwirkungen kommen!
- bei einer Schwangerschaft empfiehlt es sich die Einnahme mit dem behandelnden Arzt zu besprechen



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