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Oregano - nicht nur ein Pizzagewürz!


Oregano

Denkt man an Oregano (Oreganum vulgare), denkt man sofort an den Geschmack von frisch gebackener Pizza, was aber wenig wissen, auch der Medizin erweist der Oregano gute Dienste. Er gilt als eines der wirksamsten Antibiotika der Phytotherapie und hat eine starke pilzabtötende Wirkung. Zudem wirkt der Oregano blutverdünnend und schützt vor Infektionen.
Geschichtlich betrachtet war der Oregano, bevor er als Küchenkraut Bedeutung fand, lange Zeit "nur" als Heilkraut bekannt. Bereits Hippokrates nutzte die heilende Wirkung dieser Pflanze, andere bedeutende Heiler und Heilerinnen, wie z. B. Hildegard von Bingen setzte ihn bei Hautleiden erfolgreich ein.
In der Mythologie zählte er zu einem wichtigen "Reinigungskraut" und war bedeutender Bestandteil des Kräuterbusches, welcher gegen böse Geister und bösen Verwünschungen schützte.
Der Oregano zählt zu den Lippenblütlern und ist auch unter den Namen "Wilder Majoran", Dost, Wohlgemut und Berghopfen bekannt. Zum Gedeihen benötigt er die warme Sonne und trockene, kargen Böden. Deshalb liegt seine ursprüngliche Heimat in der Mittelmeerregion.
Zu den Inhaltsstoffen des Oregano zählen Bitterstoffe, Gerbstoffe, Thymol, Carvacrol, Vitamin C und Tannine.

Heilwirkungen des Oregano:

Pilzerkrankungen: aufgrund seiner fungiziden Wirkung ist der Oregano ein gutes Heilmittel bei Pilzbefall. Er kann hierzu äußerlich (Oregano-Öl) oder auch innerlich (Kapseln) verabreicht werden.

bei bakteriellen Erkrankungen: das ätherische Öl des Oregano zählt als sehr wirkungsstarkes Antibiotika im Rahmen der Pflanzenheilkunde, so dass bei bakteriellen Infektionen, vor allem bei Erkrankungen der Ohren oder Atemwege sehr gut mit Oregano (begleitend) therapiert werden kann. Es empfiehlt sich die Behandlung von außen mit Auflagen, per Inhalation oder die orale Verabreichung (z. B. als Kapsel)

Erkältungskrankheiten, Husten und Bronchitis: angesichts der anti-bakteriellen, anti-viralen und schleimlösenden Wirkstoffe des Oregano können bei der mit heißem Wasser verdünnten Inhalation ein Tropfen Oregano-Öl den Heilverlauf begünstigen.

Verdauungsstörungen: die enthaltenen Bitterstoffe haben eine stabilisierende Wirkung auf den Verdauungsapparat und lindern so Verdauungsbeschwerden (Durchfall, Verstopfung, Appetitlosigkeit).

Menstruationsbeschwerden: bereits im Mittelalter verabreichten Heiler und Heilerinnen bei Unterleibsbeschwerden einen Aufguss aus getrockneten oder frischen Oregano-Kraut. Hierzu wird 1 TL getrockneter oder frischer Oregano mit ca. 250 ml kochendem Wasser übergossen und dann schluckweise verabreicht. Obendrein empfiehlt sich eine Massage des Unterleibs mit Oregano-Öl (verdünnt mit Jojoba- oder Mandelöl).

fettiger Haut: mehrmals täglich mit einem Wattebausch, welcher in Oregano-Tee getränkt ist, die betroffenen Hautpartien abreiben. Durch seine antibakterizide und entzündungshemmende Wirkung kommt es zu einer zügigen Verbesserung des Hautbilds.

Psoriasis, Neurodermitis und Ekzemen: mehrmals täglich die betroffenen Stellen mit Oregano-Öl einreiben. Hierzu wenige Tropfen Oregano-Öl mit 100 ml Jojoba-Öl oder 100 ml Mandelöl vermischen. Bei Juckreiz empfiehlt sich zudem ein Vollbad mit einigen Tropfen Oregano-Öl.

Zahnfleischentzündungen, Entzündungen der Mundschleimhaut: hier lindern Mundspülungen mit Oregano-Tee oder ein Tropfen Oregano-Öl im Mundwasser die Beschwerden.

Verabreichung:

- als Kapseln (Fertigprodukt in Reformhäusern oder in Apotheken)

- als Tee

- als Haut-Öl (selbsthergestellt oder als Fertigprodukt)

- als ätherisches Öl

- als Kräuter zum Verzehr (Gewürz der mediterranen Küche)

Achtung!

In der Schwangerschaft ist von der Verwendung von Oregano abzuraten, da eine erhöhte Dosis eine Wehen auslösende Wirkung haben kann!



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