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Pseudogetreide: Quinoa, Amaranth und Buchweizen


Mit dem Begriff "Pseudogetreide" ist jenes Getreide gemeint, bei denen die Körner entsprechend bzw. ähnlich dem echten Getreide verwendet werden, die aber nicht zur Familie der Südgräser (= echtes Getreide) zählen, sondern botanisch gesehen anderen Pflanzenarten zugeordnet werden. Hintergrund ist, dass die Pseudogetreide-Sorten ähnlich wie Getreide stärkehaltige Körner ausbilden.
Zu den bedeutendsten "Pseudogetreide-Arten" zählen der Buchweizen (Knöterichgewächs), die Quinoa (Gänsefußgewächs) und der Amaranth (Fuchsschwanzgewächs). Im Moment liegen diese exotischen Getreideformen absolut im Trend und sind in fast allen großen Supermarkt-Ketten zu finden und nicht mehr nur in Reformhäusern und Bioläden, und das zu guter Recht!
Quinoasamen Quinoa und Amaranth, die beide in Südamerika beheimatet sind und deshalb auch als Inka-Kost bekannt sind, übertrumpfen unsere gängigen Getreidesorten wie Weizen und Roggen im Rahmen ihrer Inhaltstoffe bei weitem:
Bereits die Inkas betrachteten den Amaranth und die Quinoa-Pflanze als heilige Pflanzen, in denen man göttliche Eigenschaften und Kräfte erkannte. Deshalb dienten diese "Speisen der Götter" lange als Hauptnahrungsquelle den Einwohnern Südamerikas. Mittlerweile werden diese Superkörner dort verstärkt im biologischen Sinne angebaut.
Das "Korn der Inkas" - Quinoa - zählt zu den ältesten Kulturpflanzen der Welt und bereits vor 6000 Jahren war es das Nahrungsmittel der Ureinwohner in Südamerika. Die sehr widerstandsfähige Pflanze gedeiht sogar unter sehr extremen Witterungsbedingungen, intensive Hitze mit starker Sonneneinstrahlung als auch Frost machen der Quinoa-Pflanze nichts aus, sie wächst in rauen Höhen bis über 4000 Meter.
Der Amaranth, ebenfalls ein Grundnahrungsmittel der Inka, zählt ebenso zu den ältesten von Menschen angebauten Pflanzen. Dies beweisen Höhlenfunde in Mexiko, die lt. Archäologen bis zum Jahre 6700 vor Christus zurückgehen. Hier handelt es sich auch um eine sehr widerstandsfähige Pflanze, die vor allem mit wenig Wasser auskommt.
Der Buchweizen stammt ursprünglich aus Zentralasien. Heutzutage findet man die größten Buchweizen-Produzenten in Russland und China, aber auch in Osteuropa, Japan, USA, Frankreich und mittlerweile auch in Deutschland wird der Buchweizen angebaut. Im Gegensatz zum Quinoa und zum Amaranth ist er kälteempfindlich und mag warmes und trockenes Klima.

Allen drei Pseudogetreidearten bereichern unsere Küche nicht nur aufgrund ihres herzhaft-nussigen Geschmacks, sondern auch aufgrund ihrer wertvollen Inhaltsstoffe.
Vorne weg erwähnt, enthalten alle drei Pseudogetreide-Arten kein Gluten (im Gegensatz zu Weizen und Roggen), so dass sie eine gute und gesunde Alternative für Menschen sind die eine Glutenunverträglichkeit haben.
Wertvolle Kohlenhydrate mit einem niedrigen glykämischen Index zeichnen sie aus (vor allem bei der Quinoa-Pflanze und dem Amaranth - beim Buchweizen ist der glykämische Index etwas höher, aber immer noch niedriger als der im Weizen).
Obendrein enthalten die Pseudogetreide-Pflanzen ein hochwertiges Eiweiß. Was den Proteingehalt der Pflanzen betrifft, können sie ohne Probleme mit dem tierischen Eiweiß aus der Milch und dem Fleisch mithalten. In der Quinoa-Frucht, im Amaranth aber auch im Buchweizen ist die essentielle Aminosäure Lysin zu finden, die für das Wachstum (Haut und Knochen) und zur Anti-Körper-Produktion wichtig ist. Ferner wird dieser Aminosäure noch eine anti-depressive Wirkung zugesprochen.
Der Fettgehalt der Pseudogetreide-Sorten ist zwar höher, aber doppelt so gesund als der vom Weizen, da sehr viele einfache und ungesättigte Fettsäuren in diesen Pflanzen enthalten sind.
Desweiteren sind viele hochwertige Mineralstoffe in diesen Pflanzen enthalten. Insbesondere Kalium, Kalzium, Magnesium und Eisen. Der Folsäuregehalt in der Quinoa-Pflanze ist dreimal höher als im Weizen.
Im Buchweizen ist das Flavonoid Rutin enthalten, was blutdrucksenkend wirkt und obendrein noch die Wände der Blutgefäße stärkt.
Auch was die Vitamine betrifft, können die Pseudogetreide-Sorten auftrumpfen, denn sie enthalten viele wichtige B-Vitamine und Vitamin E.

Obendrein sind die Pseudogetreide-Sorten besonders tryptophanreiche Lebensmittel. Die Aminosäure Tryptophan ist für die Herstellung des Glückhormons Serotonin erforderlich, so dass diese Nahrungsmittel mithelfen Stimmungsschwankungen und depressive Verstimmungen zu vertreiben.

Zu guter Letzt sollte auch noch erwähnt werden, dass alle drei Pflanzen zu den basenbildenden Lebensmitteln zählen.


Positive Wirkungen von Quinoa, Amaranth und Buchweizen

hoher Blutdruck: vor allem das im Buchweizen enthaltene Flavonoid Rutin hat eine blutdrucksenkende Wirkung und stärkt zudem noch die Wände der Blutgefäße.

Hämorrhoiden und Krampfadern: auch hier kommt das Flavonoid Rutin ins Spiel und wirkt der Bildung von Hämorrhoiden und Krampfadern entgegen. Hier empfiehlt sich die Verwendung von Buchweizenkeimlingen.

stärkt die Knochen und die Hautbeschaffenheit: das in allen drei Früchten enthaltene Lysin baut Kollagen auf und unterstützt die Knochenbildung.

Eisenmangel: vor allem der Buchweizen, aber auch die Quinoa-Frucht und der Amaranth wirken aufgrund ihres hohen Eisengehalts blutbildend.

Stimmungsschwankungen und depressive Verstimmungen: aufgrund des hohen Tryptphangehalts wirken sie bei der Herstellung des Hormons Serotonin mit und verbessern so Gemütsverstimmungen und Müdigkeit.

cholesterinsenkend: der hohe Magnesiumgehalt und die vielen basischen Ballaststoffe senken die Blutfettwerte.

präventiv bei Krebserkrankungen: der hohe Gehalt der Aminosäure Lysin in den Pseudogetreide-Sorten schützt vor Krebserkrankungen.

Magen/Darm: die vielen enthaltenen Faserstoffe in der Quinoa-Pflanze, im Buchweizen und im Amaranth wirken sich positiv auf die Magen- als auch auf die Darmschleimhaut aus. Ebenso haben sie einen großen Anteil an verdauungsfördernden Ballaststoffen, die die Darmtätigkeit anregen.

Migräne: der hohe Magnesiumanteil und die basische Wirkung sorgen dafür dass dem Schmerz grundlegendes entzogen wird. So wird bei einer längeren Ernährung mit den Pseudogetreide-Sorten beobachtet, dass sich die Migräne-Anfälligkeit reduziert.

Achtung!

Die Quinoa-Pflanze schützt sich selbst vor Schädlingen, in dem in ihrer Schale bitter schmeckende Saponine stecken. Da bei Kleinkindern das Verdauungssystem noch nicht komplett ausgereift ist, können die Saponine die Darmschleimhaut noch schädigen.
Bei Kindern unter zwei Jahren wird deshalb von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) grundsätzlich von Quinoa-Speisen abgeraten, da es trotz der Reinigung der Pflanzen nicht auszuschließen ist, dass Saponine "noch in Spuren vorhanden sind".

Für ältere Kinder und für Erwachsene gelten die Einschränkungen jedoch nicht.
Quinoa sollte man aber immer unter fließendem Wasser waschen!



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