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Süßstoffe - ein Segen oder ein Fluch?


Süßstoff - die Alternative zum Zucker, vor allem für Übergewichtige und Diabetiker. Die kleinen Kügelchen oder Tröpfchen enthalten so gut wie keine Kalorien und die Süßkraft ist um vielfaches stärker als beim herkömmlichen Haushaltszucker.
Der erste künstlich hergestellte "Zucker" ist das Saccharin, der Süßstoff wurde 1885 von Constantin Fahlberg im Rahmen von Zuckeranalysen entdeckt, patentiert und produziert. Fahlberg gilt deshalb als Begründer der Süßstoffindustrie und machte aus Saccharin den "Zucker der armen Leute".
1937 wurde von zwei US-Amerikanern, bei einer Forschung nach einem fiebersenkenden Mittel, ein weiterer Süßstoff, das Cyclamat entdeckt. 1950 wurde es dann auf dem amerikanischen Markt zugelassen. Kontroverse Diskussionen folgten, da der Verdacht aufkam, dass Cyclamat eine krebserregende Wirkung hat, was bis heute nicht wissenschaftlich bewiesen ist. Eine interessante Alternative ist die südamerikanische Pflanze Stevia.

Weitere Alternativen zum Haushaltzucker wurden im Laufe der Jahre entdeckt bzw. entwickelt. Hierzu zählen u.a. Acesulfam-K, Aspartam und Thaumatin.

Süßstoffe, die in der EU zugelassen sind:

Acesulfam-K(E 950)
Dieser Süßstoff wurde in den 60er Jahren vom deutschen Wissenschaftler Karl Clauß entdeckt. Der synthetische Stoff wird vom Körper nicht verstoffwechselt und komplett über die Nieren ausgeschieden. Bis zu 200-mal süßer als unser Haushaltszucker.
Vorteil: kalorienfrei, hitzebeständig, zahnschonend
Nachteil: bitterer Nachgeschmack, schlecht für unsere Natur, da Aceslufam-K ins Abwasser gelangt und nicht mehr zu entfernen ist, was zur Folge hat, dass es in jedem Gewässer und auch in Spuren in unserem Trinkwasser zu finden ist.

Aspartam (E 951)
1965 von amerikanischen Wissenschaftlern aus zwei Aminosäuren und Methanol hergestellt. Wird im Körper aufgespaltet in Phenylalanin (Deklarierungspflichtig), Asparaginsäure und Methanol (zerfällt in Formaldehyd und Ameisensäure)
Vorteil: kalorienfrei, zahnschonend
Nachteil: Der Bestandteil Phenylalanin kann bei Personen die an einer Phenylketonurie erkrankt sind schwere Schäden verursachen.
Außerdem können Beschwerden wie Kopf- und Gliederschmerzen, Übelkeit und Taubheitsgefühle ausgelöst werden. Der Süßstoff ist nicht hitzebeständig, d. h. kann nicht zum Kochen und Backen verwendet werden (Ausnahme: heiße Getränke).

Aspartam-Acesulfam-Salz (E 962)
Kombination aus den Süßstoffen Aspartam und Acesulfam, die Süßungskraft liegt bis zu 350-mal höher als beim Zucker.

Cyclamat (E 952)
Zählt zu den ältesten künstlichen Süßstoffen. Die Süßungskraft liegt bei bis zu 70-mal höher als beim Zucker. Der Süßstoff wird vom Körper nicht verstoffwechselt und komplett über die Nieren ausgeschieden.
Vorteil: kalorienfrei, hitzebeständig
Nachteil: kann den Appetit anregen, schmeckt leicht bitter und metallisch; schlecht für unsere Natur, da Cyclamat ins Abwasser gelangt und nicht mehr zu entfernen ist, was zur Folge hat, dass es in jedem Gewässer und auch in geringen Spuren in unserem Trinkwasser zu finden ist.

Neohesperidin (E 959)
Ist seit Mitte der 90er Jahre in Deutschland auf dem Markt zugelassen. Der Süßstoff wird aus Bromelienfrüchten, wie z. B. der Ananas gewonnen.
Wird insbesondere Getränken, Eis, Kaugummi und Halbfettmagarinen zugesetzt und hat obendrein noch eine geschmacksverstärkende Wirkung.
Vorteile: kalorienfrei, zahnfreundlich, hitzebeständig und gut lagerfähig
Nachteile: noch keine schädlichen Wirkungen bekannt

Neotam (E 961)
Ein synthetischer Süßstoff der erst 2010 in der EU als Süßungsmittel zugelassen wurde und als Nachfolger des synthetisch hergestellten Aspertam gehandelt wird. Er setzt sich aus Aspartam und 3,3-Dimethylbutyraldehyd zusammen. Neotam hat eine noch stärkere Süßungskraft und kann günstiger produziert werden als Aspartam. Zudem hat er eine geschmacksverstärkende Wirkung.
Vorteil: kalorienfrei, zahnfreundlich
Nachteil: Das enthaltene Phenylalanin kann bei Personen die an einer Phenylketonurie erkrankt sind schwere Schäden verursachen. Bisher keine weiteren schädlichen Wirkungen bekannt.

Saccharin (E 954)
Erster synthetisch hergestellter Süßstoff aus dem Jahre 1885. 200- bis 400-mal stärkere Wirkung als der herkömmlichen Haushaltszucker.
Vorteil: kalorienfrei, hitzebeständig
Nachteil: metallischer Beigeschmack, geht über unser Nierensystem ins Abwasser, was zur Folge hat, dass es in jedem Gewässer und auch in geringen Spuren in unserem Trinkwasser zu finden ist.
Der Verdacht, dass Saccharin Blasenkrebs auslösen kann, wurde nicht bestätigt.

Sucralose (E 955)
Der Süßstoff wurde 2005 in Europa zugelassen und wird aus Zucker hergestellt, der bei der Herstellung mit Chloratomen versehen wird. Der süße Geschmack kommt verzögert zur Wirkung und hält dadurch länger an.
Vorteile: kalorienfrei, hitzebeständig, zahnfreundlich
Nachteile: bei bestehender Fructoseintoleranz kann Sucralose die Symptome noch verstärken; geht über unser Nierensystem direkt ins Abwasser, was zur Folge hat, dass es in jedem Gewässer und auch in geringen Spuren in unserem Trinkwasser zu finden ist.

Steviosid / Stevia (E 960) Stevia
Stevia wird aus den Blättern der in Südamerika vorkommenden Stevia-Pflanze gewonnen und zählt daher als natürlicher Süßstoff. Schon 2 oder 3 Blätter frisch von Ihrem Garten können Ihren Kaffee oder Tee wunderbar süßen, ohne Reue. Steviaglykoside sind erst seit Ende 2011 in der EU zugelassen.
Vorteil: kalorienfrei, zahnfreundlich, hitzebeständig, regulierende Wirkung auf den Blutzuckerspiegel, kann auch in Ihrem Garten angebaut werden.
Bisher keine schädlichen Wirkungen bekannt.

Thaumatin (E 957)
Hergestellt wird der Süßstoff aus den Früchten der afrikanischen Katemfrucht und hat eine enorme Süßkraft (mehr als 2000-mal stärker als unser Haushaltszucker).
Vorteil: aufgrund der gering benötigten Menge so gut wie kalorienfrei, geschmacksverstärkende Wirkung
Nachteil: teuer, nicht hitzebeständig

Süßstoffe und die Gesundheit

Der Vorteil der Süßstoffe liegt auf der Hand, da dem Körper nahezu kalorienfrei der süße Geschmack vorgespielt wird, aber im Vergleich zum "echten Zucker" wird die Bildung des Glückhormons "Serotonin" nicht angeregt und die weiteren nachteiligen Wirkungen auf unseren Organismus werden häufig unterschätzt:

Nebenwirkungen:

Kopfschmerzen (Migräne, Schwindel): Eine hohe Zufuhr von Süßstoff (vor allem durch das Trinken von Diät-Limonade) kann, insbesondere durch Phenylalanin (enthalten in Aspartam), Kopfschmerzen und Migräne-Anfälle auslösen. Das weiter vorkommende Methanol in Aspartam wird u.a. in Formaldehyd aufgespaltet und kann die Symptome dabei noch verstärken.

Depression und Stimmungsschwankungen: Eine übermäßige Menge der Aminosäure Asparagin (Asparatam) hat eine negative Auswirkung auf die Neuronen in unserem Gehirn. Bei einem erhöhten Konsum an Diät-Produkten können Gemütsschwankungen bis hin zur Schizophrenie auftreten.

Bluthochdruck: in höheren Dosierungen wird dem Süßstoff Cyclamat eine blutdrucksteigende Wirkung nachgesagt.

chronische Erkrankungen (wie z. B. Epilepsie, chronische Müdigkeit, Parkinson): Süßstoffe wie z. B. Aspartam können die Anfälligkeit für eine chronischen Erkrankung begünstigen bzw. eine Verschlimmerung hervorrufen.

Krebs: wissenschaftlich ist es nicht bewiesen, aber Süßstoffe wie z. B. Aspartam und Cyclamat können das Risiko an malignen Tumoren erhöhen.

Schädigung der Darmflora: Forschungen haben ergeben, dass Süßstoffe für eine Veränderung der Darmflora verantwortlich sein können, was zu Infektanfälligkeit und Stoffwechselstörungen führen kann.

Diabetes Mellitus: durch die veränderte Darmflora kann es zu einer Glukoseintoleranz kommen, welche die Entstehung des Diabetes Mellitus begünstigt.

Übergewicht: durch den Genuss von Süßstoffen schüttet der Körper Insulin aus, durch die Insulinausschüttung kommt es zu einem Heißhunger, der so dem Abnehmeffekt entgegensetzt.

Alternativen zum Süßstoff

Weitere Möglichkeiten für den Zuckerersatz sind die Zuckeraustauschstoffe wie z. B. Sorbit, Isomalt, Xylit. Sie enthalten weniger Kalorien als herkömmlicher Zucker und die Süßungskraft entspricht ziemlich dem des Zuckers. Aber Achtung, sie können in größeren Mengen Durchfall und Blähungen auslösen.
Neben dem gängigen Haushaltszucker werden die Zuckeraustauschstoffe vom Körper bedeutend langsamer ins Blut aufgenommen, so dass der Blutzuckerspiegel dadurch nur minimal ansteigt. Zudem haben sie keinen Einfluss auf den Insulinspiegel, da sie insulinunabhängig verwertet werden können. Auch eine Anrechnung auf die Broteinheit (BE) ist aus diesen Gründen nicht notwendig.

Desweiteren kann auf folgende Süßungsmittel aus dem Reformhaus zurückgegriffen werden: Agavendicksaft, Ahornsirup, Honig, Zuckerrübensirup und Melasse. Diese Alternativen sind nicht kalorienärmer, aber meist mineralstoffreicher und so "in Maßen" gesünder.
Letztendlich ist der gesündeste Weg der, die Geschmacksnerven so zu trainieren, dass zuviel "Süßes" nicht mehr schmeckt und so der Zuckerkonsum auf einfachen Wege reduziert werden kann. Denn jede Zuckerart fördert den Gewöhnungseffekt auf Süßes!




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