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Alpha-Amylase-Trypsin-Inhibitoren


Im Weizen sind die problematischen Alpha-Amylase-Trypsin-Inhibitoren enthalten
Was sind Alpha-Amylase-Trypsin-Inhibitoren? Hier handelt es ich um natürliche Proteine, die Bestandteil glutenhaltiger Getreidesorten (insbesondere im Weizen) sind und als natürliche Insektenabwehrstoffe des Getreides dienen.
Durch die Agrarwirtschaft wurden in den letzten Jahrzehnten immer mehr dieser Proteine in den Weizen oder anderen glutenhaltigen Getreidesorten gezüchtet, damit dieser möglichst von "Schädlingen" verschont wird und widerstandsfähiger wird.
Nach aktuellen Forschungen sind dabei die neueren Weizensorten am meisten davon betroffen. Dinkel oder Emmer enthalten oft nur ca. 50% oder noch weniger an Alpha-Amylase-Trypsin-Inhibitoren .
Doch, dass diese Vermehrung an Alpha-Amylase-Trypsin-Inhibitoren in den glutenhaltigen Getreidesorten für den menschlichen Körper nicht ganz ohne Nebenwirkungen ist, mit dem hat keiner gerechnet. Neuere Forschungen haben ergeben, dass vor allem Patienten die unter den Beschwerdebildern einer Zöliakie oder einer Nahrungsmittel-Allergie (u.a. Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall) leiden und bei denen dieses aber nach genaueren Untersuchungen nicht bestätigt werden konnte, mit diesen (ATIs) Probleme haben.
Mittlerweile ist sogar bekannt, dass die Alpha-Amylase-Trypsin-Inhibitoren auch für weitere Autoimmunerkrankungen, wie z. B. Colitis ulcerosa, Morbus Crohn und Multiple Sklerose mit verantwortlich sein können.
Durch die Alpha-Amylase-Trypsin-Inhibitoren, die vor allem vermehrt in hochgezüchtetem Weizen vorkommen, ensteht eine sogenannte Weizensensivität, was zur Folge hat, dass das körpereigene Immunsystem vermehrt aktiviert wird, was so mutmaßlich die Entzündungsbereitschaft des Körper begünstigt bzw. passive Entzündungsherde im Körper "erwecken" kann.
Die Beschwerden zeigen sich in der Regel nach dem Verzehr glutenhaltiger Nahrungsmittel (insbesondere des Weizens).
Folgende weitere Erkrankungen und Symptome können durch eine Unverträglichkeit dieses Proteins hervorgerufen werden:


Gesundheitliche Risiken:

Bauchschmerzen, Durchfall und Blähungen:
hauptsächlich stellen sich die Beschwerden, die durch die Alpha-Amylase-Trypsin- Inhibitoren ausgelöst werden, nach dem Verzehr von glutenhaltigen Nahrunsmittel im Magen-Darm-Trakt ein. Es kommt zu den typischen Beschwerdebildern wie sie bei einer Zöliakie oder bei einer Weizenallergie auftreten, aber ohne die für die Zöliakie typische Degeneration der Schleimhaut.

Bei einer Zöliakie bildet der Patient Antikörper gegen ein körpereigenes Enzym, was für die Entzündungen der Darmschleimhaut verantwortlich ist.

Bei einer Weizenallergie (z. B. das Bäckerasthma) wiederum liegt eine Überreaktion auf Eiweiße (z. B. Weizen-Albumine) vor.

Diese beiden Ursachen können aber bei einer Weizensensivität, die durch die Alpha-Amylase-Trypsin-Inhibitoren ausgelöst werden, nicht festgestellt werden, da weder eigene Körperzellen zerstört werden noch eine allergische Reaktion beobachtet werden kann.
Fatigue-Syndrom: da der Körper seine Energie dafür bereitstellt, die Entzündungsbereitschaft, welche durch die ATI´S (Alpha-Amylase-Trypsin-Inhibitoren) hervorgerufenen wird zu dämmen, sinkt dadurch das restliche Energiepotential, was zur Folge ein Fatigue-Syndrom auslösen kann.

Depressionen: die immer wiederkehrenden lästigen Symptome, welche letztendlich die Lebensqualität einschränken, das Suchen nach einer Ursache und das oft von den Mitmenschen, aber auch von Medizinern nicht Ernst genommen werden, (da meist keine Ursache gefunden wird), kann zu einer Depression führen. Desweiteren zählen die ATI`s als Energieräuber was zudem eine Depression hervorrufen kann.

Diabetes Mellitus II: die Alpha-Amylase-Trypsin-Inhibitioren führen in unserem Körper zu einer vermehrten Ausschüttung von Cytokinen, was wiederrum die Entstehung von Stoffwechselerkrankungen, wie z. B. eines Diabetes Mellitus II fördern kann.

Hautausschläge: durch die erhöhte Entzündungsbereitschaft des Körpers kann es bei entsprechender Disposition zu Exanthemen und Entzündungen im Hautbereich kommen.

Kopfschmerzen: neuere Studien im Bereich der Weizensensivität - die durch die alpha-Amylase-Trypsin-Inhibitoren ausgelöst wird - zeigen, das nach dem Verzehr von glutenhaltigen Nahrungsmittel vermehrt Kopfschmerzen beobachtet werden.

Diagnose:

Um eine Weizensensivität festzustellen, gibt es keine Blutmarker oder andere entsprechende Laborwerte.
Die Diagnose einer Weizensensivität kann gestellt werden, wenn Symptome vorhanden sind, die denen der Zöliakie oder der Weizen-Allergie ähneln, diese aber aufgrund der Laborwerte ausgeschlossen werden können.

Therapie:

Momentan geht man davon aus, dass eine Reduktion um ca. 90 % von glutenhaltigen Lebensmittel ausreicht, damit die Symptome verschwinden.
Bei der Diagnose Zöliakie ist im Gegensatz dazu eine nahezu lebenslange glutenfreie Diät erforderlich.
Zu den glutenhaltigen Getreidesorten zählen u.a. Weizen, Gerste, Dinkel, Grünkern, Roggen, Khorasan-Weizen, Emmer und Einkorn (wobei diese von den ATIs so gut wie gar nicht betroffen sind).



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