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Vitamin D, das Multi-Talent unter den Vitaminen


Vitamin D
Vitamin D3 (Cholecalciferol) - was genau genommen kein Vitamin ist - sondern ein Hormon, wurde im letzten Jahrhundert durch Wissenschaftler entdeckt, die auf der Suche nach einem Heilmittel gegen die Knochenkrankheit "Rachitis" ("Englische Krankheit") waren.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts stelle man eine Verbindung zwischen dem Mangel an Sonnenlicht, was durch die in England immer mehr zunehmende Umweltverschmutzung aufgrund der Urbanisierung zum Tragen kam, und den daraus folgenden Symptomen her. Es stellte sich heraus, dass durch die UVB-Strahlen der Sonne, das für den Knochenstoffwechsel notwendige Vitamin D im Körper gebildet werden kann. Seit ca. 1950 besteht die Möglichkeit das Vitamin D synthetisch herzustellen.

Unterschieden werden zwei Versionen von Vitamin D:
Vitamin D2 (Ergocalciferol), welches von Pflanzen bzw. Pilzen abstammt und nur halb so effektiv in seiner Wirkungsweise für den menschlichen Organismus ist wie Vitamin D3.

Vitamin D3 (Cholecalciferol), das von Menschen und Tieren in den Unterhautfettzellen produziert wird. Dies ist auch der Grund, warum es eigentlich kein Vitamin ist, sondern ein Hormon, da es unter Zuhilfenahme des Sonnenlichts vom Körper selber hergestellt werden kann.

Das Vitamin D zählt zu den fettlöslichen Vitaminen und wird im Körperfett und z. T. im Muskelgewebe abgespeichert. Aber Achtung! Besteht Übergewicht, kann das Vitamin nicht mehr vom Körperfett in den Blutkreislauf abgegeben werden, deshalb leiden Übergewichtige vermehrt an einem Vitamin-D-Mangel.

In den sonnenarmen Wintermonaten zehrt der Körper aus seinen gespeicherten Vitamin-D-Vorräten, da in unseren Breitengraden die Sonne im Winter zu tief steht, um genügend Sonnenstrahlen durchzulassen, so dass die Eigenproduktion des Vitamin D eingeschränkt ist. Dies kann zu Mangelsymptomen wie z. B. Müdigkeit, Depressionen, Schlafstörungen, Infektanfälligkeit und Muskelschwäche bzw. Muskelkrämpfen führen.

Vitamin D, bedeutend für unsere Gesundheit

Vor allem in den Wintermonaten, wenn unser Vitamin-D-Speicher leer wird, sollte vermehrt auf eine Vitamin D-Zufuhr über die Ernährung geachtet werden. Nennenswerte Mengen an Vitamin D bieten nur wenige Nahrungsmittel, hierzu zählen z. B. Lebertran, fettreiche Fische (Lachs, Makrele und Hering), Eigelb, Margarine (mit Vitamin D angereichert), Speisepilze (Champignons, Pfifferlinge) und Milchprodukte (z. B. Butter, Käse).

Die Schutzwirkungen von Vitamin D:

- Osteoporose, Osteomalazie (Knochenerweichung): Vitamin D ist wichtig für den Knochenaufbau, da es die Einlagerung von Kalzium in die Knochensubstanz unterstützt.

- Krebs: wissenschaftlichen Studien zufolge wird dem Vitamin D sowohl eine Krebsprophylaxe als auch eine heilungsfördernde Wirkung im Rahmen einer Krebserkrankung nachgesagt.

- Herz-Kreislauf-System: ein Mangel an Vitamin D wirkt sich nachweislich negativ auf das Herz-Kreislaufsystem aus.

- Immunsystem/Autoimmunerkrankungen: Vitamin D hat einen regulierenden Einfluss auf unser Immunsystem. Besteht ein Mangel wird ein Teil der Immunabwehr heruntergefahren, was zur Folge hat, dass die Infektanfälligkeit und das Auftreten von Autoimmunerkrankungen (z. B. Morbus Crohn) steigt.

- Depressionen: Vitamin D ist bedeutsam für die Produktion von Serotonin (auch "Glückshormon" genannt) in unserem Gehirn. Aus diesem Grund wirkt Vitamin D Antriebslosigkeit, Müdigkeit und Niedergeschlagenheit entgegen.

- Asthma: Vitamin D verbessert die Lungenfunktion, da es einen regulierenden Einfluss auf die glatte Muskulatur des Lungengewebes hat.

- Psoriasis (Schuppenflechte): Vitamin D stärkt die Abwehrmechanismen die weiteren Schüben entgegenwirken können.

Vitamin D als Nahrungsergänzung

Eine Supplementation von Vitamin D empfiehlt sich vor allem in den Wintermonaten, da der Stand der Sonne in unseren Breitengraden die Eigenbildung von Vitamin D behindert und allein durch die Ernährung der Mangel nicht ausgeglichen werden kann. Die empfohlene Tagesdosis bei Erwachsenen liegt bei 25 µg (1000 IE), bei Kindern und Säuglingen 10 µg.

Ferner ist die zusätzliche Einnahme von Vitamin D bei folgenden Risikopersonen sinnvoll:
- Menschen die sich gar nicht oder nur sehr wenig in der Sonne aufhalten (z. B. pflegebedürftige/kranke Menschen)

- bei Säuglingen (eine gute Versorgung mit Vitamin D im 1. Lebensjahr schützt vor Asthma und Diabetes Mellitus Typ 1)

- Dunkelhäutige Menschen, da diese viel mehr Sonne zur Produktion des Vitamin D benötigen als hellhäutige Menschen

Achtung!!

Bei einer anhaltenden Überdosierung mit Vitamin-D-Präparaten können unerwünschten Nebenwirkungen wie z. B. Nierensteine, Nierenverkalkungen und/oder eine Arteriosklerose auftreten!!




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