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Waldmeister



Wenn man an den Waldmeister (Galium odoratum L.) denkt, kommen einem sofort die Maibowle, giftgrüner Wackelpudding mit Waldmeistergeschmack oder der Waldmeisterlikör in den Sinn. Man denkt an Frühling, Waldspaziergänge und an die ersten wärmeren Sonnentage.
Der Waldmeister zählt zu einer der ältesten Heilpflanzen, der eine beruhigende, herzstärkende und krampflösende Wirkung zugesprochen wird. Auch in der Küche ist er mit seinem besonderen Duft ein beliebtes Würzmittel, sogar die alten Germanen hatten ihn zur Abrundung des Geschmacks im Rahmen der Braukunst eingesetzt.
Zu seinen Inhaltsstoffen zählen das Cumarin (welches beim Trocknen vom enthaltenen Cumaringlykosid abgespaltet wird), Asperuloside, Gerbstoffe, Bitterstoffe, Flavonoide, ätherische Öle und Vitamin C.
Geerntet wird der Waldmeister zur Blütezeit in den Monaten April/Mai. Man findet ihn an halbschattigen Plätzen, bevorzugte Orte sind schattige Buchenwälder.


Waldmeister

Einsatzgebiete:

Schlafstörungen: die schlaffördernde Wirkung des Waldmeisters ist schon sehr lange bekannt. Vor dem Schlafengehen empfiehlt es sich ca. 10 g Waldmeisterblüten mit einem 1/2 Liter kochendem Wasser zum Kochen zu übergießen. Das Ganze ca. 10 Minuten ziehen lassen und dann abseihen. Den Tee dann kurz vor dem Einschlafen langsam trinken. Aber Achtung! Nur 1 Tasse Tee, bei zu starker Dosierung kann es zu Kopfschmerzen kommen.

Herzklopfen/Nervosität: in alten Schriften heißt es, dass der Waldmeister ein frohes Herz macht. Auch hier kann 1 Tasse Waldmeistertee (ca. 10 g Waldmeisterblüten mit 1/2 l kochendem Wasser übergießen, ca 10 Minuten ziehen lassen, abseihen und langsam trinken) Abhilfe schaffen.

Verdauungsprobleme: die im Waldmeister enthaltenen Bitterstoffe regen den Verdauungsprozess an. 1 Glas Waldmeisterwein vor dem Essen (als Aperitif) wirkt verdauungsfördernd und lindert bestehende Verdauungsprobleme.

Nieren- und Blasenleiden: durch seine entwässernde Wirkung regt der Waldmeister die Nieren- und Blasentätigkeit an. Es empfiehlt sich hier 3 mal täglich eine Tasse Waldmeistertee.

wirkt blutreinigend: der Tee aus Waldmeisterkraut dient zur Blutreinigung und stärkt gleichzeitig die Leber. Empfohlen werden dazu 2 - 3 Tassen am Tag.

Kopfschmerzen: gering dosiert wirkt der Waldmeister schmerzlindernd bei Spannungskopfschmerzen. 1 Tasse Waldmeistertee oder ein paar Tropfen Waldmeistertinktur (auch als Auflage auf die Stirn) können den Kopfschmerz beruhigen.

Menstruationsbeschwerden: durch seine krampflösende Wirkung ist er ein guter Begleiter bei krampfartigen Unterleibsbeschwerden im Rahmen der monatlichen Regelblutung.

bei Venenentzündung: zerquetschte frische Blätter als Auflagen auf die entzündeten Venen oder das Auflegen vom Kompressen, die mit Waldmeisterwein oder einer Waldmeistertinktur getränkt sind, schaffen oft schnelle Linderung der Beschwerden.


Tipps zum Ernten und Aufbewahren:

- die beste Erntezeit ist zur Zeit der Blüte des Waldmeisters im April/Mai/Juni
- nach der Blütezeit steigt der Cumarin-Gehalt in der Pflanze, so dass er dann nur noch sehr gering dosiert verwendet werden soll!!
- in der frischen Pflanze liegt das Cumarin gebunden als Cumarin-Glykosid vor, erst durch das Trocknen, wird das Cumarin, welches für den typischen Duft verantwortlich ist freigesetzt
- die Trocknung soll möglichst schnell am besten im Schatten erfolgen
- nach der Trocknung sollte man das Kraut in dunklen und gut verschlossenen Behältnissen aufbewahren

Achtung! Bei zu starker Dosierung kann es beim Waldmeister zu Kopfschmerzen, Schwindel oder zu inneren Blutungen kommen. Deshalb sollte der Waldmeister nicht in der Schwangerschaft angewendet werden!



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