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Schwedenkräuter - Naturheilmittel Nr. 1?



Schwedenkräuter, oft schon davon gehört oder vielleicht auch schon erfolgreich angewandt? Aber, was macht diese Schwedenkräuter so bekannt? Was ist das Besondere an ihnen? Die alt überlieferte Kräutermischung, von der keiner so richtig sagen kann, wer sie letztendlich erfunden hat, hat sich durch verschiedene Ärzte und Heilkundige in den letzten Jahrhunderten wirksam und durchschlagend in vielen Ländern seinen Namen gemacht.
Es wird sogar vermutet, dass eine vergleichbare Rezeptur auf den bekannten Heilkundigen und Arzt Paracelsus (1493 - 1541) zurückzuführen ist. Auszugehen ist davon, dass verschiedene ähnliche Kräutermischungen in den letzten Jahrhunderten in vielen Hausapotheken ihren Platz hatten. Zu dem Namen Schwedenkräuter gelangte die Rezeptur vermutlich in der Zeit des 30jährigen Krieges, da sie dort in ähnlicher Mischung in Schweden zur Heilung der Kriegswunden bei Verletzten von Ärzten eingesetzt wurden.
Wiederentdeckt wurde die Mischung der Schwedenkräuter im 17. Jahrhundert u.a. von dem schwedischen Arzt Dr. Claus Samst in dessen Familie sich die Rezeptur - nach Überlieferung - sich schon längere Zeit befand. Desweiteren wird in diesem
Safran ist auch in Schwedenkräuter enthalten
Zusammenhang noch ein Mediziner namens Dr. Urban Hjärne (Leibarzt des schwedischen Königshaus) erwähnt. Wer die Rezeptur verfasst bzw. wie sie letztendlich entstand, weiß man bis heute nicht so genau. Beide Ärzte haben ein hohes Alter erreicht (Dr. Samst starb mit 104 Jahren an einem Reitunfall und Dr. Hjärne wurde 83 Jahre alt). Es besteht aus dieser Zeit (18. Jahrhundert) ein Schriftstück über die Rezeptur der Schwedenkräuter und deren Anwendungsarten (die sog. "Alte Handschrift").
Bekannt wurden die Schwedenkräuter in der heutigen Zeit durch die österreichische Kräuterheilerin Maria Treben (1908 - 1991), die sich auf die Rezeptur der Schwedenkräuter aus dem 18. Jahrhundert bezog. Sie verfasste in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts mehrere Bücher über die Wirkung der Schwedenkräuter und ergänzte die bekannte Rezeptur durch ihr Kräuterwissen und entwickelte den nach ihr benannten "Original Maria Treben Schwedenbitter", der sich an dem "Kleinen Schwedenbitter" orientiert. Auch wenn ihre Schriften wissenschaftlich nicht erwiesen ist, erfreuen sich ihre Bücher starker Beliebtheit und viele ihrer Empfehlungen haben schon zahlreichen Menschen Linderung und Hilfe beschert.

Unterschieden wird zwischen dem "Kleinen Schwedenbitter" und dem "Großen Schwedenbitter". Dem "Kleinen Schwedenbitter" wird eine stärkere Wirkungskraft nachgesagt und manche Heilkräuter kommen nur im "Kleinen Schwedenbitter" vor, wie z. B. das Manna und umgekehrt wird die Mischung des "Großen Schwedenbitter" durch weitere Heilkräuter ergänzt, z. B. Kalmuswurzel, Enzian als auch Kieselerde und Tormentill. Der "Große Schwedenbitter" ist verhältnismäßig milder und ist sinnvoller, wenn man eine empfindliche Verdauung hat. Wird er Schwedenbitter äußerlich angewandt, wird dem "Kleinen Schwedenbitter" eine höhere Wirksamkeit nachgesagt.

Einsatzgebiete der Schwedenkräuter:

Akne: Die betroffenen Stellen auf der gereinigten Haut mit den Schwedenkräutern abtupfen. Die desinfizierende Wirkung fördert die Abheilung der Akne und verringert zudem die Entzündungsbereitschaft der Haut.

Appetitlosigkeit: Die enthaltenen Bitterstoffe regen den Appetit wieder an und fördern zudem die Verdauung. Hier empfiehlt sich die Einnahme des "Großen Schwedenbitters", da vor allem der Enzian und die Kalmuswurzel eine appetitanregende Wirkung haben.

Arthrose: die im Schwedenbitter enthalte Angelikawurzel und der Kampfer sorgen für eine lindernde Wirkung bei Arthrose-Beschwerden. Umschläge mit Schwedenkräuter sind hier besonders effektiv.

Blähungen: hier empfiehlt sich sowohl die innere als auch die äußere Anwendung (warme Umschläge mit Schwedenkräuter).

Cellulitis: das regelmäßige Eincremen der betroffenen Stellen kann das Hautbild verschönern. Ergänzend empfehlen sich noch Schwedenbitter-Umschläge.

Erkältungen: schon bei den ersten Anzeichen einer Erkältung ist es ratsam 1 EL Schwedenbitter in 1 Glas Wasser zu geben und die Mischung in kleinen Schlucken zu trinken. Dies kann das Fortschreiten der Erkältung zum Stoppen bringen. Bei einer bestehenden Erkältung ist die oben angegebene Mischung (1 Glas Wasser/1 EL Schwedenbitter) 3 x täglich zu trinken. Desweiteren kann bei Husten die Brust mit einer Schwedenkräuter-Creme eingerieben werden.

Fußschweiß: die Schwedenkräuter einem kalten Fußbad zufügen und/oder die Füße mit dem "Großen Schwedenbitter" einreiben. Es empfiehlt sich hier der "Große Schwedenbitter", weil vor allem der Enzian und die Tormentill die Wirkungskraft noch verstärken.

Hämorrhoiden: Innerlich angewandt wirken die Heilkräuter des Schwedenbitter gegen die meist begleitende Verstopfung. Äußerlich können die Hämorrhoiden mit einer Schwedenkräuter-Salbe oder der Schwedenbitter-Tinktur betupft werden.

Halsschmerzen: die Schmerzen können durch das Gurgeln einer verdünnten Schwedenbitter-Mischung gelindert werden. Zudem werden die Krankheitserreger durch die desinfizierende Wirkung bekämpft.

Hexenschuß: Durch einen warmen Schwedenbitter-Umschlag können hier die Beschwerden gelindert werden.

Insektenstiche: durch das Betupfen der Stiche lindert den Schmerz und den Juckreiz der Insektenstiche.

Kopfschmerzen/Migräne: ein Stirnumschlag als auch eine Einreibung der betroffenen Kopfstellen können für eine schnelle Abhilfe der Beschwerden sorgen.

niedriger Blutdruck: der enthaltende Kampfer sorgt bei der innerlichen Anwendung für eine rasche Besserung und die Begleitsymptome wie Schwindel und Schwäche verschwinden meist schnell.

Magen- und Verdauungsbeschwerden: sowohl die innere als auch die äußere Anwendung der Schwedenkräuter vertreiben die Beschwerden rasch. Dies wurde bereits schon in der sogenannten "Alten Handschrift" erwähnt.

Menstruationsbeschwerden: schon in der "Alten Handschrift" stand: Gegen Mutterschmerzen nehme man 3 Tage lang in der Früh 1 EL voll Schwedenbitter! Am besten in einem Glas Wasser verdünnt und danach erst mit dem Frühstück beginnen. Obendrein helfen warme Umschläge mit Schwedenkräutern.

Muskelzerrungen: hier schaffen Schwedenkräuter-Umschläge und Einreibungen der betroffenen Muskelbereiche schnelle Schmerzlinderung.

Nebenhöhlenentzündung/Sinusitis: das Auflegen von Umschlägen, welche in Schwedenkräuter getränkt sind fördern die Abheilung der Nebenhöhlenentzündung.

Neurodermitis: hier empfiehlt sich das Einreiben der betroffenen Hautareale mit einer Schwedenkräuter-Salbe.

Ohrenschmerzen: aus der "Alten Handschrift" geht hervor, dass man bei Ohrenschmerzen einen Wattebausch mit Schwedenkräutern tränken und diese in das Ohr stecken soll.

Rheuma: früh, mittags und abends je 1 EL Schwedenbitter in 1 Glas Wasser geben und trinken. Gleichzeitig lindern Schwedenkräuter-Umschläge akute Beschwerden.

Schlaflosigkeit: die "Alte Handschrift" rät vor dem Schlafengehen einen Umschlag mit verdünnten Schwedenkräutern auf die Herzgegend zu legen. Zudem fördert ein Schluck Schwedenbitter die Schlafbereitschaft.

Verstopfung: Schwedenkräuter regen die Verdauung an und fördern so den Stuhlgang.

Warzen: auch in der "Alten Handschrift" ist bereits erwähnt, dass Schwedenkräuter Warzen heilen. Hierzu betupft man mehrmals täglich die Warze mit Schwedenbitter.


Produkte aus Schwedenkräuter, wie z. B. "Kleiner" und "Großer Schwedenbitter", Schwedenkräuter-Creme als auch Schwedenkräuter zum Ansetzen sind nahezu in jeder Apotheke erhältlich.

Rezeptur des "Kleinen Schwedenbitter nach Maria Treben"

- aus dem Buch "Gesundheit aus der Apotheke Gottes"; Maria Treben arbeite so gut wie ausschließlich nur mit dem "Kleinen Schwedenbitter", mit dem sie sehr gute Heilerfolge erzielte:

- 1 1/2 Liter 38-40 % Kornbranntwein
- 10 g Aloe *
- 5 g Myrrhe
- 0,2 g Safran
- 10 g Sennesblätter
- 10 g Kampfer **
- 10 g Rhabarberwurzel
- 10 g Zitwerwurzel
- 10 g Manna
- 10 g Theriak venezian
- 5 g Eberwurzel
- 10 g Angelikawurzel

* statt Aloe kann auch Enzianwurzel verwendet werden
** bei Kampfer darf nur Naturkampfer genommen werden!

Herstellung:

die oben angegebenen Kräuter werden mit 38-40% Kornbranntwein in einer breithalsigen 2-Liter-Flasche angesetzt und man lässt sie 14 Tage in der Sonne oder in Herdnähe stehen. Täglich wird geschüttelt, ebenso vor dem Abseihen in eine kleine (0,5 l) Flaschen und vor Gebrauch. Die andere Menge kann unbegrenzt auf den Kräutern verbleiben, Man füllt die Flüssigkeit in kleine Flaschen, die man gut verschließt und kühl aufbewahrt. So kann man sich dieses Elixier viele Jahre erhalten. Je länger es steht, desto wirksamer.

Hinweis:

Werden Umschläge mit Schwedenbitter gemacht, empfiehlt es sich die Haut zuvor mit Ringelblumensalbe einzucremen!



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