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Materia Medica

Klassische Homöopathie

Schüssler Salze
Bachblüten


Samuel Hahnemann: Klassische Homöopathie

Phosphorus


gelber Phosphor (Phos.)


Phosphorus (Phosphor im Streichholzkopf) Gelber Phosphor ist eine sehr giftige ätzende Substanz, die in der Natur als Element rein nicht vorkommt sondern nur in seinen chemischen Verbindungen als Phosphat. Er wurde 1669 von dem deutschen Alchimisten Henning Brand entdeckt, der eigentlich nach dem Stein der Weisen suchte; seine Entdeckung verkaufte er dann an einen anderen Alchimisten, der damit ein Vermögen machte.
Phosphor besteht aus weißen und gelben Kristallen, die außerordentlich reaktionsfreudig sind. Bei Zimmertemperatur ist Phosphor weich und bereits bei +44°C verflüssigt er sich und entzündet sich selbst an der Luft. Der entstehende Brand ist dann sehr schwer zu löschen, weil er sich immer wieder selbst entzündet, daher muss Phosphor unter Wasser aufbewahrt werden. Wegen dieser Eigenschaften wurde Phosphor zu Streichhölzern verarbeitet und von der Kriegsindustrie zur Herstellung von Brandbomben verwendet.
Im Dunkeln leuchtet Phosphor mit eigenartig grünem Licht, was ihm seinen Namen eingebracht hat, denn Phosphor bedeutet "Lichtträger" und setzt sich zusammen aus lat. phos=Licht und phrein=tragen. Phosphor ist die einzige nichtradioaktive Substanz, die Licht selbst produzieren kann.
Für alle biologischen Organismen ist Phosphor essentiell, Phosphatverbindungen spielen eine wichtige Rolle im Körper, da sie Bestandteile der DNS (Erbinformation) sind. Gewöhnlich finden sie sich in Verbindung mit Calcium in Knochen und Zähnen, ferner werden sie für die Funktion von Muskeln und Nerven und für die Verwertung von Fettsäuren benötigt. Auch für den Säure-Basen-Haushalt spielt Phosphor eine wichtige Rolle, er dient als Puffer und reguliert den ph-Wert. Besteht ein Mangel an Phosphor so zeigt sich das in Gewichtsverlust, Müdigkeit und Erschöpfung, bei Kindern durch verzögertes Wachstum, schlechte Knochen- und Zahnbildung sowie Rachitis. Ein Zuviel an Phosphaten verursacht Nierenschäden und Osteoporose; weiterhin werden Phosphate als Auslöser bzw. verschlimmernder Faktor bei ADHS diskutiert. Phosphordämpfe sind schleimhautreizend und entzündend, bei oraler Aufnahme sind 50 mg für den Menschen tödlich.
Im Umweltschutz ist Phosphor zu einem Problem geworden, denn die steigenden Konzentrationen in Oberflächengewässern führen zu einer starken Vermehrung von phosphorliebenden Organismen wie z. B. Algen, die wiederum große Mengen von Sauerstoff verbrauchen und durch Überwucherung der Gewässer die Durchlässigkeit für das Sonnenlicht vermindern, so dass die Gewässer für andere Organismen unbewohnbar werden.
Die homöopathische Arznei wird aus gelbem Phosphor hergestellt und ist wegen seiner Toxizität verschreibungspflichtig bis einschließlich D3.

Polychreste - Konstitutionsmittel Phosphorus

Während einige "kleine" Mittel vorwiegend auf bestimmte Organe einwirken und dadurch relativ leicht den akuten Beschwerden zuzuordnen sind, haben die "großen" Mittel, die sog. Polychreste (Polychrest=für vieles zu verwenden) ein sehr großes Wirkspektrum auf Körper, Psyche und Geist (Konstitutionsmittel).

Phosphorus wirkt bevorzugt auf Beschwerden von

Blut, Nerven, Knochen, Kopf, Lunge, Herz, Schleimhäute, Leber.

Folgende Umstände können die Beschwerden ausgelöst haben:

(Causa):
Angst, Kummer, Ärger, Sorgen, erschöpfende Krankheiten, schnelles Wachstum, Verlust von Körpersäften, Erwartungsspannung, Röntgenstrahlen, Salz.

Typus/Konstitution laut klassischer Homöopathie

Der Menschentyp, für den Phosphorus als Heilmittel besonders wirksam ist, hat typischerweise folgende Charakteristika:
Phosphor-Menschen gelten als herzliche offene ausdrucksvolle liebenswerte Personen mit großer Ausstrahlung und lebhafter Intelligenz; sie sind blass und zart, sehr sensibel und mitfühlend; man kann sie leicht beeinflussen oder für etwas begeistern (leicht "entflammbar" wie Phosphor) und oft besteht eine künstlerische Veranlagung. Nicht von ungefähr heißt es, Phosphor sei die "liebenswürdigste Arznei der Materia medica". Im gesunden Zustand verkörpern sie die Sonnenseite des Lebens. Werden sie jedoch von ihrer Leuchtkraft verlassen, so zeigt sich ihre Schattenseite in Form von Apathie, Gleichgültigkeit, Erschöpfung, Angst und Depression. So leicht und schnell diese Menschen zu beeindrucken sind, so schnell sind sie auch erschöpft und haben eine geringe Ausdauer. Der Körperbau ist schlank, hochaufgeschossen, leptosom. Nicht selten besteht eine mediale Veranlagung oder Hellsichtigkeit.

Kinder

Kinder, für die Phosphorus als Heilmittel infrage kommt, haben typischerweise folgende Charakteristika:
Das typische Phosphor-Kind ist lang und dünn, oft blond und blauäugig, es ist lieb und ruhig und weint sehr wenig. Schon der Säugling ist wach und offen und steht gern im Mittelpunkt des Interesses, freundlich strahlt er alle an, Fremdeln kennt er nicht, er läßt sich von allen auf den Arm nehmen. Wenn es allerdings Probleme gibt, muss man sich sofort um ihn kümmern sonst weint er herzzerreißend. Körperkontakt und Zuwendung ist das Allheilmittel der Phosphor-Kinder. Die körperliche Entwicklung erfolgt sehr schnell: das Kind zahnt früh, läuft früh und wächst in die Höhe. Die Kinder haben ständig Hunger, essen ständig und auch große Mengen, bleiben aber schlank und nehmen nicht zu. Psychisch sind Phosphorkinder feinfühlig und sehr sensibel, sind nervös und reagieren stark auf äußere Einflüsse wie Wetterschwankungen, Mondphasen, Gewitter und Unstimmigkeiten bzw. Streit in der Familie. Stillsitzen fällt den Kindern schwer, schnell sind sie gelangweilt; gern verreisen sie, weil Reisen die nötige Abwechslung bietet. Schwachstelle sind Hals und Stimmbänder, die schnell gereizt sind und dadurch eine Neigung zu Husten, Halsschmerz und Heiserkeit.

Stimmung/Gemüt laut klassischer Homöopathie

Der Phosphor-Patient hat eine extrem "dünne Haut" und ein empfindliches Nervenkostüm, geringe Anlässe bringen ihn seelisch und körperlich aus dem Gleichgewicht, er ist sehr mitfühlend und hat große Schwierigkeiten, sich von anderen oder deren Leid abzugrenzen. Sein Gemütszustand ist gekennzeichnet von vielen Ängsten und Einbildungen: besonders Angst vorm Alleinsein, vor Gewitter, vor Gespenstern, im Dunkeln, vor der Zukunft. Er ist sehr schreckhaft und reagiert überempfindlich auf äußere Reize wie Licht, Lärm, Gerüche, Geräusche. Er kann sich schwer konzentrieren, zeigt eine Abneigung gegen geistige Anstrengung und hat wenig Durchhaltevermögen ("leicht zu begeistern aber ohne Ausdauer"). Die Betroffenen zeigen eine Neigung zu Schwäche und Ohnmachten, erholen sich aber relativ schnell wieder. Weiterhin verlangt es sie nach Gesellschaft, alles ist schlimmer wenn sie allein sind, sie verlangen nach Zuwendung und Körperkontakt, möchten in den Arm genommen und gestreichelt werden; massieren und reiben verbessern viele ihrer Beschwerden. Sie haben ein ausgesprochen feines Gespür für alles Atmosphärische bis hin zu Hellsichtigkeit.

Kopf

Die Patienten klagen über brennende Kopfschmerzen, diese sind schlimmer wenn der Magen leer ist und bessern sich durch Essen. Migräneanfälle treten auf mit Schmerzen, die sich durch das Auge zum Hinterkopf erstrecken. Die Haare sind überempfindlich beim Kämmen. Kreisrunder Haarausfall, das Haar fällt büschelweise aus oder vorzeitiges Ergrauen der Haare. Gefühl der Kälte am Hinterkopf. Eines der häufigsten Arzneien bei Schwindel, besonders Drehschwindel, mit dem Gefühl zu schweben. Die typische Blutungsneigung von Phosphor zeigt sich durch Nasenbluten und/oder Zahnfleischbluten; besonders nach Zahnextraktionen findet man anhaltende Blutungen. Die Zunge ist trocken und glatt, rot oder weiß. Die Gesichtsknochen schmerzen reißend, der Unterkiefer ist geschwollen oder zerfällt nekrotisch, Nekrose der Nasenknochen. Die Patienten leiden unter Schwerhörigkeit, besonders für die menschliche Stimme, häufig begleitet von dem Gefühl es sei ein Fremdkörper im Ohr. Ohrenschmerzen sind schlimmer im warmen Raum und bessern sich an der frischen Luft.

Augen

Phosphorus ist unverzichtbar und eines der wichtigsten Arzneien bei Augenerkrankungen verschiedenster Art wie grauer und grüner Star, Netzhautstörungen, Thrombosen, Atrophie des Sehnervs, Augenmuskellähmungen, Sehstörungen u.a. Die Patienten haben viele verschiedene optische Halluzinationen wie rote und grüne Flecke im Gesichtsfeld, Ringe um Lichter, Buchstaben erscheinen rot, Nebel- und Schleiersehen, Zickzacklinien, Doppelbilder, Blitze und Funken. Schwarze Punkte schweben vor den Augen (sog. Mouches volantes), die Augen tränen und sind lichtscheu.

Brust/Atemwege

Die Betroffenen neigen zu Erkrankungen der Atemwege und haben Atemnot oft schon bei geringer Anstrengung z. B. beim Treppensteigen. Das Einatmen von kühler Luft löst Husten aus. Typisch ist Heiserkeit und ein trockener schmerzhafter Husten, er ist rau und hohl mit wenig Auswurf und wird schlimmer, wenn ein Wechsel von warm zu kalt stattfindet. Die Beschwerden verschlimmern sich bei Kälte, Sprechen, Essen oder Trinken. Der spärliche Auswurf ist zäh-schleimig und kann blutgestreift sein. Heiserkeit vom vielen Reden oder Singen. Phosphorus ist eines der Hauptarzneien bei Lungenentzündung, besonders wenn der linke untere Lungenflügel betroffen ist und die Patienten wegen der Beschwerden nur auf der rechten Seite liegen können. Der Kreislauf ist sehr aktiv, es besteht eine Neigung zu starkem Herzklopfen (Tachykardien), es ist schlimmer beim Liegen auf der linken Seite und von Angst begleitet; der Puls ist schnell, klein und weich. Das Herzklopfen kann sogar aus einiger Entfernung gehört werden. Als Folge ständiger Kreislaufbelastung kann es zu Herzschwäche kommen. Sportlerherz.

Verdauung

Der Stoffwechsel ist gekennzeichnet durch eine rasche "Verbrennung", denn der Phosphor-Patient hat ständig Hunger. Wenn er einen Weile gefastet hat, kommt es zu Schwächegefühl, Flauheit und Leerheit in Kopf, Brust, Magen und Bauchraum. Obwohl er ständig ißt, nimmt er dabei aber nicht an Gewicht zu. Wenn er eine Mahlzeit ausläßt, leidet er unter Schwäche, Übelkeit oder Kopfschmerzen. Im Krankheitsfall magert er schnell ab. Übelkeit, Erbrechen, Aufstossen und Magenschmerzen, diese sind brennend und schlimmer wenn der Magen leer ist ("Hungerschmerz"). Die Magenbeschwerden werden begleitet von dem Verlangen nach eiskalten Getränken, die dann mit großem Durst getrunken werden, sobald sie sich im Magen erwärmt haben, aber wieder erbrochen werden. Der Bauch ist hart und gespannt, viele Blähungen gehen ab, es kann Verstopfung bestehen mit sog. Bleistiftstühlen. Typischer ist allerdings Durchfall; dieser ist meist schmerzlos und schießt wie Wasser ins Freie ("Hydrantenstuhl"). Der Stuhl ist übelriechend, grünlich oder wie Froschlaich; der Durchfall schwächt die Patienten sehr. Phosphorus wird auch eingesetzt bei Leberzirrhose, -schwellungen und -abszessen.

Uro-Genital-Organe

Der Urin ist übelriechend und eiweißhaltig, wechselt Farbe und Konzentration, kann auch mit Blut versetzt sein. Unwillkürlicher Urinabgang nach Erkältung. Frauen leiden unter zu frühen und zu lange anhaltenden Regelblutungen (Hypermenorrhoe), die sie stark schwächen. Auch unter der Geburt kommt es zu starken schwächenden Blutverlusten. Statt der Regel tritt Nasenbluten auf. Zwischenblutungen. Der Ausfluß ist weiß, scharf und verursacht Brennen oder statt der Regel tritt Weißfluß auf. Männer haben eine vermehrte Libido.

Extremitäten

Die Betroffenen leiden unter Schwäche und Zittern der Glieder, schlimmer durch die geringste Anstrengung, sie sind kaum in der Lage etwas festzuhalten. Taubheitsgefühle in Armen und Händen und Lähmungen, die von Fingern und Zehen aufsteigen. Die Hände und Füße kribbeln wie von Ameisenlaufen. Allgemeine Kraftlosigkeit, die Gelenke geben plötzlich nach, knicken ein. Es reißt und zieht in den Gliedern, es brennt zwischen den Schulterblättern, die Wirbelsäule ist schwach und der Rücken schmerzt wie gebrochen. Berührungsempfindlichkeit, besonders der Dornfortsätze der Wirbelsäule, und nächtliche Knochenschmerzen.

Haut

Die Haut ist übermäßig empfindlich, vorwiegend wird über brennende Empfindungen geklagt. Die Haut kann auch jucken und aufspringen und sich schälen oder es zeigen sich kleine Einblutungen (Petechien). Auch an der Haut sieht man die Blutungsneigung des Phosphor-Patienten: kleine Wunden bluten unverhältnismäßig stark oder bereits geheilte Wunden brechen wieder auf und bluten. Weiterhin findet man bräunliche oder blutrote Flecken (sog. Ekchymosen) und Hämangiome (Blutschwamm). Geschwüre, die während oder vor Eintritt der Regel bluten. Lipome (Fettgewebsgeschwülste).

Schlaf

Nach den Mahlzeiten ist der Phosphor-Patient sehr benommen und tagsüber sehr schläfrig. Nach kurzem Schlaf bessern sich viele Symptome. Häufig kann er nur auf der rechten Seite schlafen, Schlafen auf der linken Seite macht Beschwerden. Die Betroffenen können nur schwer einschlafen, besonders vor Mitternacht, die Schlafphasen sind nur kurz, morgens erwachen sie dann unerfrischt. Oder sie erwachen häufig durch und mit Hitze und Schweiß. Schlaflosigkeit bei Durchfall. Der Schlaf ist erfülllt mit lebhaften oder ängstlichen Träumen, die von Feuer oder Blut handeln, begleitet von Hitze und Schweiß. Oder der Patient träumt, von einem Tier gebissen zu werden. Bei Schlaflosigkeit alter Leute ist Phosphorus häufig angezeigt.

Schmerzen

Der typische Schmerzcharakter für Phosphorus ist das Brennen. Es brennt überall: im Mund, im Magen, im Darm, im After, in den Drüsen, zwischen den Schulterblättern, an den Handflächen. Weiterhin wird intensive Hitze empfunden, z. B. große Hitze der Brust, Hitze den Rücken hinaufziehend, Hitze kommt von der Wirbelsäule. Die Schmerzen können auch drückend sein, innerlich und äußerlich oder drückend wie eine Last. Schmerzen, als seien die Knochen gebrochen. Auch ein stechender Schmerz sowohl innerlich wie auch äußerlich findet sich im Arzneimittelbild. Weiterhin typisch ist ein Erstrecken der Schmerzen von unten nach oben.

Fieber

Der Patient ist sehr frostig, besonders abends. Er friert auch im warmen Zimmer; der Frost läuft den Rücken herab. Die Knie sind nachts kalt. Während des Fieberfrostes verlangt er nach Eis und kalten Getränken. Das Fieber verursacht brennende Hitze den Rücken hinauf, es schwächt den Patienten sehr, er ist ohne Antrieb und hat meist keinen Durst aber Hunger. Reichlich Schweiße, vor allem nachts, sie sind klebrig und lindern die Beschwerden nicht. Der Puls ist klein, schnell und hektisch. Phosphor-Fieber sind meist schleichend und schmerzlos

Allgemeine Charakteristik und Leitsymptome von Phosphorus:

Plötzlichkeit der Symptome. Große Schwäche und Erschöpfung, schon durch geringe Anlässe, wenig belastbar, mit Zittrigkeit. Hauptmittel bei nervösen Erschöpfungszuständen nach Überarbeitung oder akuten Krankheiten. Überempfindliche Reaktion auf Reize wie Geräusche, Gerüche, Licht, Gewitter, Wetterwechsel, Vollmond. Schreckhaftigkeit und voller Ängste, vor allem vor dem Alleinsein und der Dunkelheit. Verlangen nach Gesellschaft, alles ist schlimmer beim Alleinsein. Verlangen nach Körperkontakt und Massage, was die Beschwerden bessert. Ruhelosigkeit, kann nicht ruhig sitzen oder stehen. Kopfschmerz und Migräne, schlimmer durch fasten, besser durch Essen. Schlaflosigkeit. Schwindel mit Schwäche, nach dem Aufstehen. Viele Augenbeschwerden: Netzhautstörungen, grüne und rote Flecke im Gesichtsfeld, Mouches volantes. Katarakt. Glaukom. Schwerhörigkeit, besonders für die menschliche Stimme. Nasenbluten, auch statt der Regel. Nekrosen der Nasen- und Kieferknochen. Leicht blutende Polypen. Zahnfleischbluten. Räuspern, Halsschmerz und Heiserkeit, hohler harter Husten, durch Lachen und Singen, schlimmer abends. Bronchitis. Eines der wichtigsten Mittel bei Pneumonie, besonders für den linken unteren Lungenflügel. Große Kälteempfindlichkeit, Beschwerden werden schlimmer durch Kälte und besser durch Wärme - ausgenommen die Beschwerden von Kopf und Magen, die durch Kälte gebessert werden. Übelkeit, Erbrechen, Aufstoßen und brennende Magenschmerzen, Hungerschmerz und Beschwerden wenn der Magen leer ist. Großer Durst auf eiskaltes Wasser und kalte Speisen. Kaltes Wasser wird erbrochen, wenn es sich im Magen erwärmt hat. Chronischer Morgendurchfall oder abwechselnd Durchfall und Verstopfung, schmerzloser Durchfall. Gelbsucht, Leber- und Pankreaserkrankungen. Starke Blutungsneigung, selbst kleine Wunden bluten stark. Lähmungen und Taubheitsgefühle der Glieder, Schwäche der Gelenke. Typische brennende Schmerzen. Alle Beschwerden sind schlimmer abends und nachts. Liegen auf der linken Seite verschlimmert die Beschwerden oder ist unmöglich.

Modalitäten

(=alles was den Krankheitszustand verbessert oder verschlimmert)
Folgende Umstände sind typisch für Beschwerden, für die Phosphorus als Heilmittel infrage kommt:
Besserung der Beschwerden durch:
Trinken von kaltem Wasser oder kaltes Essen, Essen, Massage oder Reiben, Ruhe, kurzer Schlaf, im Freien, waschen mit kaltem Wasser, Gesellschaft, Zuwendung.

Verschlechterung der Beschwerden durch:
Liegen auf der linken oder schmerzhaften Seite, Liegen auf dem Rücken, Gemütsbewegung, Berührung, Kälte, bei Gewitter, Wetterwechsel, warmes Essen oder warme Getränke, morgens und abends

Speisen und Getränke

Patienten, für die Phosphorus als Heilmittel infrage kommt, haben typischerweise Verlangen bzw. Abneigung nach folgenden Speisen und Getränken:
Es besteht ein großer Durst auf kaltes Wasser und ein Verlangen nach eiskalten Speisen. Zunächst werden die Beschwerden auch durch eisgekühlte Getränke gebessert, aber bezeichnend ist, dass das kalte Wasser, welches in großen Mengen getrunken wird, erbrochen wird, wenn es sich im Magen erwärmt hat. Weiterhin besteht ein heftiges Verlangen nach Salz. Außerdem verlangt es den Patienten nach Eis und Limonade, gegen Bier hat er eine Abneigung.

Sonstiges

Phosphorus sollte nicht zusammen mit Causticum, Apis oder Jodum eingenommen werden; die Einnahme von Rhus tox. nach Phosphorus ist ebenfalls nicht zu empfehlen.
Die Einnahme sollte nicht oft wiederholt werden.


Hauptanwendungsgebiete von Phosphorus:

Beschwerden des Gemütes wie
Angststörungen, Depressionen, Alkoholismus, Apathie, Bettnässen, Bulimie (Ess-Brech-Sucht), Gedächtnisschwäche, Gedankenandrang, geistige Verwirrung, Hypochondrie, innere Unruhe, Manie, Neurosen, Reizblase, Reizdarm, Schlafstörungen, Suchterkrankungen, vegetative Dystonie, Wahnideen.
Beschwerden des Nervensystems wie
Alzheimer-Krankheit, Epilepsie (Krampfanfälle), Geschmacksstörungen, Hellsichtigkeit, Multiple Sklerose (MS), Morbus Parkinson (Schüttellähmung) Neuralgien, Neurasthenie, Neuritis (Nervenentzündung), Petit mal.
Beschwerden des Kopfes wie
Foetor ex ore, Gesichtsakne, Haarausfall, Hydrocephalus (Wasserkopf), Kopfschuppen, Kopfschmerzen, Lippenherpes, Migräne, Morbus Meniere, Mundwinkeleinrisse, Nasenbluten, Nasenkrebs, Schwindel, Skorbut, Zahnschmerzen, Zähneknirschen.
Beschwerden der Augen wie
Ambylopie (Schwachsichtigkeit), Amaurose (Lähmung des Sehnerv), Augenmuskellähmung, Augenzucken, Degeneration des Sehnervs, Ekchymose, Entzündung der Hornhaut (Keratitis), der Lider (Blepharitis), Fremdkörper, Gersten- und Hagelkorn, Grauer Star (Katarakt), Grüner Star (Glaukom), Hemianopsie (Halbsichtigkeit), Konjunktivitis (Bindehautentzündung), Lidrandentzündung, Mouches volantes (Mückensehen), Netzhautablösung, Netzhautentzündung (Retinitis), Photophobie (Lichtempfindlichkeit), Retinablutungen, Strabismus (Schielen), Trockenheit, Tränenfluß, Trübung der Hornhaut, Verletzungen der Augen, Ziliarneuralgie.
Beschwerden der Ohren wie
Hörsturz, Ohrekzem, Otitis media (Mittelhrentzündung), Schwerhörigkeit, Taubheit, Tubenkatarrh, Tinnitus (Ohrgeräusche).
Beschwerden der Brust und Atemwege wie
Angina pectoris (Herzkranzgefäßverengung), Asthma bronchiale, Bronchitis, Bronchiektasen, Brustwarzenentzündung, COPD, Emphysem, Herzbeschwerden, Herzinfarkt, Krupphusten, Laryngitis (Kehlkopfentzündung), Lungenblutung, Lungenemphysem, Lungenödem, Mammaabszess, Mukosviszidose, Mundgeruch, Myokarditis, Pharyngitis (Rachenentzündung), Pleuritis (Rippenfellentzündung), Pneumonie (Lungenentzündung), Rhinitis (Schnupfen), Sarkoidose, Sinusitis (Nebenhöhlenentzündung), Tonsillitis (Mandelentzündung), Tuberkulose.
Beschwerden von Stoffwechsel/Verdauung wie
Adipositas, Aphten, Cholezystitis (Gallenblasenentzündung), Colitis ulcerosa (Darmentzündung), Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), Diarrhoe (Durchfall), Divertikulosel, Enteritis (Dünndarmentzündung), Fettleber, Flatulenz (Blähsucht), Gallensteine, Gastritis (Magenschleimhautentzündung), Gicht, Hepatitis (Leberentzündung), Ikterus (Gelbsucht), Leberatrophie, Meteorismus (Auftreibung), Morbus Crohn, Nahrungsmittelunverträglichkeit, Obstipation (Verstopfung), Reizmagen, Reizdarm, Sodbrennen, Schluckauf, Stomatitis (Mundschleimhautentzündung), Typhus, Übelkeit und Erbrechen, Ulcus ventriculi (Magengeschwür), Ulcus duodeni (Zwölffingerdarmgeschwür)
Uro-Genital-Beschwerden wie
Afterfissuren, Amenorrhoe (fehlende Menstruation), Blasen- und Gebärmuttersenkung, Endometriose, Eierstockzyste, Nephritis (Nierenentzündung), Ovarialtumor, Pyelonephritis (Nierenbeckenentzündung), Hämorrhoiden, Hodenentzündung, Hydrozele (Wasserbruch), Impotenz, Myome, Nephritis, Nierensteine, Prostatitis, Prostatahypertrophie (Vergrößerung der Prostata), Syphilis, Urethritis (Harnröhrenentzündung), Uterusverhärtung, Zystitis (Blasenentzündung)
Allergische Beschwerden wie
Heuschnupfen, Asthma, Allergien, Ekzeme, Neurodermitis, Quaddeln, Urtikaria (Nesselsucht).
Hormonelle Beschwerden wie
Fluor (Ausfluß), klimakterische Beschwerden, Menstruationsbeschwerden, Morbus Basedow, PMS (prämenstruelles Syndrom), Pubertätsprobleme, Schwangerschaftsbeschwerden, Stillprobleme, Struma (Kropf), Thyreoiditis (Entzündung der Schilddrüse), Über- und Unterfunktion der Schilddrüse, Wochenbetteklampsie.
Beschwerden des Bewegungsapparates wie
Arthritis (Gelenkentzündung), Arthrose, Fibromyalgie (Weichteilrheuma), Ischialgie, Lumbago (Hexenschuß), Morbus Bechterew, Osteomalazie, Osteoprose, Periostitis, Rachitis, Rheuma, Rückenschmerzen, Verletzungen wie Frakturen, Stauchung, Verrenkung, Zerrung.
Hauterkrankungen wie
Abszesse, Akne, Analfissur, Dekubitus (Wundliegen), Drüsenschwellungen, Ekzeme, Erytheme, Fisteln, Frostbeulen, Furunkel, Hämangiom (Blutschwamm), Herpes zoster (Gürtelrose), Hautausschläge, Hühneraugen, Impetigo (Grindflechte), Keloide, Melanose, Naevus, Nagelgeschwür, Narben, Neurodermitis, Paronychie (Nagelbettentzündung), Pruritus (Juckreiz), Psoriasis (Schuppenflechte), Rhagaden, Urtikaria (Nesselsucht), Wundheilungsstörungen, Ulcus cruris (offenes Bein), Vitiligo (Weißfleckenkrankheit), Warzen, Zysten.
Krankheiten von Herz und Gefäßen wie
Apoplexie (Schlaganfall), Anämie, Angina pectoris (Herzkranzgefäßverengung), Arteriosklerose, Blutungen, Entzündungen (Phlebitis), Hämophilie, Hämorrhoiden, Herzbeschwerden, Herzrhythmusstörungen, Hypertonie (Bluthochdruck), Hypotonie (niedriger Blutdruck), Koronare Herzkrankheit, Roemheld-Syndrom, Thrombose, Varizen (Krampfadern), Wassersucht (Ödem).
Ferner Infektionskrankheiten wie grippaler Infekt, Influenza, periodisch wiederkehrende Fieberzustände, Kinderkrankheiten, Lähmungen, Schwäche, Ohnmachtsneigung und viele weitere Erkrankungen!



Bitte beachten Sie:

Tritt eine Besserung der Beschwerden ein, muss die Einnahme abgesetzt bzw. reduziert werden, mehr dazu unter Handhabung homöopathischer Arzneien.




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